Auslandbelege der PFENNIGE in der Vor-UPU-Zeit

  • hallo zusammen,


    der Allgemeine Postvereinsvertrag beinhaltete ab 1.7.1875 einheitliche Portotarife im Auslandsverkehr unter 20 der teilnehmenden 21 Gründungsmitglieder des Weltpostvereins. Frankreich konnte diesem wegen der erforderlichen Zustimmung der Nationalversammlung erst zum 1.1.1876 beitreten. In der UPU-Zeit ab 1.7.1875 betrug das Porto für einen Auslandsbrief bis 15gr. 20 Pfennig.


    Ein Auslandsbrief nach Frankreich war jedoch noch bis zum 31.12.1875 mit 30 Pfennig je 10gr. zu frankieren.


    ...


    Ein Brief der Textilwarenfabrik Kullmann &Cie. wurde am 6.8.1875 an die Firma Journé &Cie. nach Villefranche s.Saône gesandt und mit der 10Pf. und 20Pf. Marke der Pfennig-Serie tarifgerecht frankiert. Grenzübergangsstempel Allemagne-Belfort vom 6.8.1875, Bahnpoststempel 1307 von Dijon und Eingangsstempel Villefranche-S-SAÔNE vom 8.8.1875.


    besten Gruß
    Michael

  • Hallo Michael,


    ein sehr schönes Stück aus engem Zeitfenster (1.7.75 bis 31.12.75). Hätte ich so einen schönen von Bayern, würde ich auch nicht nein sagen ... :D

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Markus,


    1 + 2 sind ja echte "eye-catcher" und der 3. ist auch nicht ohne - wow, was es alles gibt aus solch einem engen Zeitfenster. :P:P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Ach da geht noch was ;) Ist halt eine spannende Zeit.

    Bilder

    „Männer für gefährliche Reise gesucht. Geringer Lohn, bittere Kälte, lange Monate kompletter Dunkelheit, ständige Gefahr, sichere Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Erfolgsfall.“


    – Ernest Shackleton

  • es geht natürlich auch, dass man vor upu nach upu frankiert und erwischt wird ;)

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    – Ernest Shackleton

  • unscheinbar aber auch vor upu - postkarte. ;)


    in dem fall gelaufen als grenzrayonsbrief.

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    – Ernest Shackleton

  • Hallo zusammen,


    heute möchte ich euch gerne einen hübschen Brief in die Schweiz zeigen.


    Aufgegeben wurde der Brief am 01.06.1875 (also relativ kurz bevor die Gebühren der UPU geltend wurden). Siegelseitig lassen sich der Durchgangsstempel von Burgdorf (01.06) und der Ankuftsstempel von Langnau (02.06) erkennen.


    Man frankierte hier richtigerweise 20 Pfennig (Mi. Nr.34, Reichsadler) für einen einfachen Brief bis 15 g laut Postvertrag vom 01.09.1868 bis zum 30.06.1875.


    Die Taxe zwischen dem Reich und der Schweiz teilte sich in 12 Pf für die Schweiz und 8 Pf für das Reich auf.


    Besonders schön finde ich den Stempelabschlag des Hufeisenstempels von "Straßburg im Elsaß Bhf".


    Liebe Grüße


    Kevin

  • hallo zusammen,


    der Frankfurter Fabrikant sandte am 28.4.1875 spätnachmittags einen Brief nach Bern, der schon am nächsten Vormittag zugestellt wurde. Das waren noch Zeiten ...





    besten Gruß

    Michael