Kirchenstaat Inland

  • Hallo zusammen,


    hier ein einfacher Inlands-Brief von SPOLETO nach ANCONA. Geschrieben wurde er am 27. 9mbre (Novenber) 1843. Als Ankunftsstempel gibt es auf der Rückseite nur einen Datumsstempel wie oft in Italien zu der Zeit und innen einen handschriftlichen Ankunftsvermerk.
    Das Porto von 4 Bajocchi wurde nicht handschriftlich sondern mit einem Stempel vermerkt.
    Für die 'Italiener' unter euch hänge ich den Inhalt an.


    Dieter

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Inlandsbrief mit einen schönen Wappenstempel der Gemeinde Civitavecchia. Der mit 30. Juli 1838 datierte Brief ging nach Corneto an einen Signore Goujaloniere.

    Civitavecchia war früher der Kriegshafen des Kirchenstaates.

    Ich vermute die Gemeinde war Gebührenbefreit und der Empfänger musste 1 oder 2 Bajocchi Inlandsporto bezahlen.

    Auf der Vorderseite handschriftlich notiert eine schwarze 1 oder 2 (Porto)???.

    Weiters auf der Vorderseite roter Stempel Civitavecchia ??(Poststempel)??

    Auf der Siegelseite ist der Wappenstempel von Civitavecchia abgeschlagen.

    Bitte um eure Korrektur.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz,


    der Mann war Gonfaloniere, das heißt Bannerträger. Was das genau bedeutet weiß ich allerdings nicht. Es scheint jedenfalls ein lokaler Würdenträger zu sein, wie ich anderen Belegen entnehmen konnte.


    beste Grüße


    Dieter


    PS: Gonfalonieri hatten ursprünglich den ehrenhaften militärischen Rang des Fahnen- (Banner-)Trägers. Das änderte sich später und die Leute waren gewählte kommunale Würdenträger.

    Einmal editiert, zuletzt von Klesammler ()

  • Hallo Franz,


    genau da habe ich z.T. meine Informationen her. Lese mal den Text unter dem Bild rechts. Danach war bereits Anfang des 17. Jahrhunderts die Ernennung nur noch eine formelle Sache, d.h. es waren dann zivile Würdenträger.


    beste Grüße


    Dieter

    Einmal editiert, zuletzt von Klesammler ()

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein portofreier Brief der Segretaria Generale der Legazione di Ravenna.

    Der Brief ist datiert mit Ravenna am 10.September 1839.

    Im Portofreiheitsstempel ist das Zeichen der päpstlicher Herrschaft, die Tiara (Papstkrone) abgebildet.

    Ravenna gehörte bis 1860 zum Kirchenstaat.

    Der Kirchenstaat war das weltlich-politische Herrschaftsgebiet des Papstes.

    Auf der Siegelseite eine schwarze ???6??? oder ein ????Buchstabe???

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Brief von Civitavecchia nach Rom.

    Der Brief wurde am 1.3.1868 in Civitaveccia aufgegeben und kam einen Tag später an seinen Bestimmungsort an.

    Frankiert wurde das Schreiben mit 10 Centisimi.

    Auf der Siegelseite Ankunftsstempel ROMA 2 MAR 68

    Die Stadt Civitavecchia liegt in der italienischen Region Latium am Tyrrhenischen Meer und gilt wegen ihrer historischen Bauwerke als beliebtes Reiseziel.

    Die Hafenstadt ist vor allem für ihren betriebsamen Hafen bekannt, von dem aus viele Fähren nach Sardinien starten.

    Ich vermute, der Brief war mit 10 Centisimi portogerecht frankiert, falls das nicht der Fall ist bitte ich euch, mich zu korrigieren.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    diagonaler Strich der Aufgabepost = geprüft und das Franko für korrekt gehalten.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Portobrief vom 12.8.1847 von Bagnorea nach Ronciglione.

    Vorderseitiger Taxvermerk ? 2 ? Der Empfänger musste 2 Bajocchi Inlandsporto bezahlen.


    Beschreibung vom Vorbesitzer: Poststempel Bagnorea als Abgangspostamt auf der Rückseite

    Poststempel Viterbo als Postumladestempel

    Bitte um Korrektur, falls ich mit 2 Bajocchi danebenliege.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz und Ralph,

    dies Bajocci sind mir bis jetzt nicht bekannt gewesen. Deshalb habe ich mal gegoogelt und im Handbuch für Kaufleute von 1837 folgende Reduktionen gefunden.



    Demnach entsprachen diese 2 Bajocchi knapp 1 Sgr. bzw. 3Xer

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Lieber Erwin,


    die Bajocchi gab es recht lange, bis 1867, wenn ich mich nicht irre und wurden dann durch Centesimi abgelöst, wobei 1 Bajoccho = 5 Centesimi entsprach. Schau mal auf die teilfrankierten Preussenbriefe in den Kirchenstaat, da kannst du mein Geschriebenes gut umsetzen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,

    vielen herzlichen Dank für deine Info.:thumbup::thumbup:

    Diese geschriebenen Taxzahlen sind meine Schwäche. Aber es wird schon besser:):)

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    wenn dich ein Forum besser macht, dann dieses hier, wo wir uns ja den Antiquitäten verschrieben haben ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo liebe Freunde,

    die Umrechnung der Bajocchi ist leider nicht ganz so einfach. Tarifmäßig galt ab dem Österr.-Italienischen Postverein, dem der Kirchenstaat am 1.10.1852 beitrat:

    1 Baj für Drucksachen = 5 Cent. = 1 KrCM, ABER:

    2 Baj für die Entfernung bis 10 Meilen = 15 Cent = 3 KrCM

    5 Baj. für 10-20 Meilen = 30 Cent = 6 KrCM und

    8 Baj für mehr als 20 Meilen = 45 Cent = 9 KrCM


    Der Bajocco war etwas höherwertiger als der KrCM und daher noch etwas höherwertiger als der Kr.rh.

    Schönen Abend

    Gerald

  • Hallo Sammlerfreunde,

    einfacher Inlandsbrief am 18.6.1866 von Velletri nach Rom.

    Der Brief wurde portorichtig mit 2 Bajocchi frankiert.

    Die korrekte Frankatur wurde durch einen diagonalen Strich bestätigt.

    Auf der Vorderseite schwach abgeschlagener Aufgabestempel VELLETRI 18 GIU 66

    Siegelseitiger Ankunftsstempel ROMA 19 GIU 66

    Leider ist kein Inhalt mehr vorhanden.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    das schöne Stück stammt ja aus der Mitte des Krieges von 1866 - wenn es einen Inhalt gibt, wäre es vlt. ganz nett, den zu zeigen - bezöge sich dieser auf Kriegsereignisse, wäre der Brief in einer ganz anderen Liga anzusiedeln ... :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus