Inlandsbriefe Hannover

  • Liebe Freunde,


    nur ein Beifang, daher in aller Kürze:


    Einfacher Brief aus Hannover nach Münder vom 4.2.1857 mit siegelseitigem Ankunftsstempel in blau von dort.


    Der Winter 1857 scheint ein eher kalter gewesen zu sein, denn der Absender wünscht die sofortige Lieferung von 2 Klafter Brennholz, dabei galten die 1850er Jahre als klimatisch eher moderat bis warm.

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Brief von Blumenthal nach Neustadt am Rübenberg, frankiert mit 1 Groschen.

    Der Brief wurde am 28.2.1854 in Blumenthal aufgegeben und kam am 1.3 in Neustadt an.

    Vorderseitiger Stempel BLUMENTHAL 28.2

    Auf der Siegelseite rechteckiger Ankunftsstempel NEUSTADT 1. MÄRZ und Bleistiftnotiz DN.422 - R15 ??

    War der Brief portorichtig frankiert? Wie hoch war die Briefgebühr? Wofür steht DN.422 - R15 ?

    Bitte um eure Hilfe

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz


    innerhalb des Königreich Hannover galt für einen einfach schweren Brief zu dieser Zeit unabhängig der Entfernung 1 Guter Groschen als Franco, dies wurde auch verklebt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo zusammen,


    hierzu eine Briefhülle mit typischem blauem hannoverschen K2 ILFELD nach Angerstein am südlichen Rand des Harzes. Gerichtet war das Schreiben


    An

    den Herrn Geometer Marten

    Wohlgeboren

    zu

    Angerstein

    bei Nörten


    Auf der Vorderseite finden wir mit Rötel eine 2 und links oben eine 1, was wohl das Gewicht von 1 Loth bedeutet. Da Ulf oben schreibt, daß im Königreich für einen einfach schweren Brief ohne Berücksichtigung der Entfernung ein Porto von 1 gGr galt. Da aber 2 gGr notiert wurden, war der Brief mit 1 Loth doppelt schwer. Unten in der Mitte: Ist das ½ gGr Bestellgeld?

    Auf der Rückseite mit Bleistift eine Notiz: Wurden am Schluß 2 Ggr 8 gPf kassiert?


    Dieter

  • Hallo,


    das Porto ist klar:

    • Briefe mit Gewicht kleiner 1 Loth kosteten 1 (Gute)Groschen.
    • In diesem Fall wiegt der Brief ganze 1 Loth also 2. Gewichtsstufe, demnach Porto von 2 (Gute)Groschen.

    Für das Landbestellgeld wäre es interessant, von wann der Brief ist. Hat der Brief Inhalt und ist damit datierbar? Die regelmäßige Landbriefbestellung wurde für Nörten-Hardenberg erst 1868 eingeführt. Vorher waren Botenlöhne vom jeweiligen Amt frei festseztbar. In diesem Fall erscheinen 8 Pfennige für die kurze Entfernung relativ hoch.


    Gruß,

    Björn

  • Hallo Björn,


    der Brief hat keinen Inhalt. Deshalb habe ich oben auch geschrieben: Briefhülle. Die Taxe habe ich also richtig erkannt.

    Das Bestellgeld kommt mir auch recht hoch vor. Vielleicht hat der Bote 4 gPf für einen anderen freigemachten Brief hinzugerechnet.

    Die Stempelfarbe liefert ja kaum eine Info zum Jahr. Wann wurde auf schwarz umgestellt? 1868?


    beste Grüße

    Dieter

  • Hallo Dieter,


    sorry - habe ich nicht genau genug gelesen.


    Der Stempel von Ilfeld in blau ist von 1852 bis 1868 registriert.


    Gruß,

    Björn

  • Ich zeige euch einen Brief vom 26.3. aus Aurich, vermutlich aus den Jahren 1857 oder 1858, , denn ab 1859 wurden andere Ganzsachenumschläge verwendet.


    Bei dem Ziel Burgdorf vermute ich die ehemalige Kreisstadt in der Region Hannover. Genaueres aber lässt sich nicht feststellen.




    Viele Grüße

    Ingo

  • Hallo Ingo,


    auch Ganzsachenumschläge wurden noch verwendet wenn längst eine neue Ausgabe in den Postämtern an den Schaltern lag.

    Es kommt nur ein Burgdorf in Frage, das von Aurich aus in dem Bereich lag, für den 1 gGr ausreichte.


    beste Grüße

    Dieter