Paketkarten nach Belgien

  • 2 Pakete der Firma N. May von Straßburg nach Arlon Belgien.
    Wie ist die genau Übersetzung von "Bureau restant en Entrepot"?
    Und wer kann den handschriftlichen Vermwek unter dem Stempel ARLON lesen und interpretieren?

    Bilder

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

    Das Leben ist zu kurz um sich darüber zu ärgern, was andere über dich denken oder sagen

    also hab Spaß und gib ihnen etwas worüber Sie reden können

    scheinbar ist ihnen ihr eigenes Leben zu langweilig

  • Ein Entrepôt ist ein Lager. Das Bureau für [Importware] welche im Lager verbleibt .... so in etwa . Der Empfänger musste wohl vorstellig werden und das Paket im Lager abholen

    Léon Petit war Commissionnaire-Expéditeur - Agent en douane , hatte den Betrieb von Jules Koenig übernommen.

    was den Vermerk angeht- nur so eine Gedanke: ein Name und die Reihe/ Regalnummer S9 wo das Paket zwischengelagert wurde ??????

    Phila-Gruß

    Lulu

  • "Bureau restant en Entrepot"

    Die Frage stellt sich aus meiner Sicht, wenn der Zustellweg auf alle Fälle im Zollager endete dann handelt es sich aus meiner Sicht um Poste Restante.
    Wieder so eine Besonderheit, die es so wohl nur in Belgien gibt.
    Wie seht Ihr das?

    Ausserdem würde ich @Pfälzer bitten seinen Beleg zum Thema auch hier zu zeigen, was schönes kann man auch zweimal zeigen! ;)

  • Da kann ich leider nicht viel dazu sagen. Ich kontaktiere einen belgischen Phila-Freund. Vielleicht hat er ja Zusatzinfos über das Handling, Gebühren usw oder eine Kontaktperson die helfen könnte

    Phila-Gruß

    Lulu

  • Auch hier habe ich eine Rückmeldung aus Belgien. 2 deiner Scanns hatte ich an meine Kontaktperson gemailt Den Beweis vorneweg auf französisch, für die Übersetzung ins deutsche brauche ich noch eine Weile :P .....

    Phila-Gruß

    Lulu

  • Hier die Erklärung auf Deutsch. Etwas holprig, aber ich hoffe doch verständlich :S

    In Bezug auf die beiden Dokumente… kann ich bestätigen, dass jede Station ein Lokal für die Lagerung von Bureau Restant Paketen hatte, alle anderen Pakete wurden mit
    Kleintransportern ausgeliefert.

    Hier eine Kurzfassung der Richtlinien betreff der ‚Bureau Restant‘:

    Für die im Lager verbleibenden Pakete bzw solche die nach festgelegter Abholfrist überfällig war, waren abgetrennte Lokale oder aber verschließbare Gitterfächer vorhanden.

    In den erst und zweit Klasse Stationen, konnten die Pakete in ein und demselben Lokal unterstellt werden, aber komplett voneinander getrennt. Wenn die Station mehrere Lager
    zur Verfügung hatte, musste die Aufbewahrung der abzuholenden bzw überfälligen Pakete getrennt erfolgen.

    In den dritt und viert Klasse Stationen konnte die Teile in ein und demselben Lokal aufbewahrt werden - aber schön getrennt und mit einem Aufkleber versehen. In den viert
    Klasse Stationen ohne separatem Stauraum, wussten die Pakete etikettiert im 'Schalterraum' aufbewahrt werden.

    Für die im Lager verbleibenden Pakete wurde der Empfänger kostenfrei per Bescheid informiert. Wenn innerhalb von 5 Tagen der jeweilige Empfänger nicht vorstellig wurde,
    wurden die Pakete als "überfällig" eingestuft. Es gab keine Taxe für Bureau Restant Pakete. Mit den als überfällig eingestuften verhielt es sich anders. Hier gab es eine Gebühr.

    Das Reglement sieht auch eine Überprüfung durch den Zoll vor aber für die Zeitspanne in welche die beiden Scanns passen, konnte meine Kontaktperson keine Tabelle für die
    zusätzlichen Gebühren finden.

    Phila-Gruß

    Lulu

  • Guten Morgen Lulu,
    vielen herzlichen Dank an dich und deinen Kontakt.
    Sehr interessant zu sehen dass es eine Gebühr gab wenn nach Benachrichtigung nicht immerhalb einer Frist von 5 Tagen abgeholt wurde.
    Diese würde ich dann aber eher als Lagergebühr bezeichnen.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

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  • Minimarke 24. Februar 2025 um 15:27

    Hat den Titel des Themas von „Paketkarten nach Belgien - Poste Restante - Postlagernd“ zu „Paketkarten nach Belgien bis 1945“ geändert.
  • Paketkarte vom 06.05.1891 von Worms nach Brüssel, über 3 Pakete, zusammen 2,40 Mark, schöner Viererblock der 50 Pfennig.


    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

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    Einmal editiert, zuletzt von Minimarke (28. September 2025 um 16:03)

  • Paketkarte vom 25.04.1912, der Firma Forster, aus Luckenwalde, nach Brüssel / Belgien.
    Die Paketkarte ist für 3 Pakete mit 2Mark 40Pfennig korrekt frankiert.
    Interessant ist die Darstellung mit 4 Farben, und 7 Marken der Germania Ausgabe mit Wasserzeichen
    .

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

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  • Hallo in die Runde,

    nachfolgende Nachnahme-Paketkarte hatte es mir angetan:
    Gelaufen von Bad Tölz am 3. Mai 34 über Köln-Deutz nach Brüssel.
    Auffällig ist der lachsfarbene Klebezettel (rechts) "urgent".

    Kann mir hierzu bitte jemand näheres sagen bzw. auch die Portostufe "aufdröseln" ?

    Die obere Marke hat zwar eine "Macke", was aber durch die Verwendung des Reserve-K2 von Bad Tölz 1 wieder ausgeglichen wird.
    Seit langer Zeit mal wieder ein etwas ausgefallenerer Neuzugang aus diesem Zeitraum für die Heimatsammlung. :)

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser






  • Hallo in die Runde,

    nachfolgende Nachnahme-Paketkarte hatte es mir angetan:
    Gelaufen von Bad Tölz am 3. Mai 34 über Köln-Deutz nach Brüssel.

    Theorie und Praxis

    Der Tarif, der zu den geklebten 1.50 Mark passend wäre, gilt eigentlich nur bei bis 1kg!

    Aber, es sieht auch so aus, als ob die 4 bei der Gewichtsangabe drübergeschrieben wäre?

    Paket bis 1kg = 1.00 Mark

    Nachnahme Grundgebühr = 0.40 M

    Nachnahme bei bis 20 M = 0.10 M

    Total = 1.50 M


    Bei wirklichen 1,400 kg bin ich ratlos.

  • Hallo und guten Morgen,

    vielen Dank Germania für die Ausführungen.
    Auch für mich sieht es so aus, als ob die Gewichtsangabe überschrieben wäre.
    Ob nun "4" auf "0" oder umgekehrt vermag ich nicht mit 100% Sicherheit zu sagen.
    Was ich aber mit Sicherheit sagen kann: Es lassen sich keinerlei Anzeichen finden, dass ein Teil der Frankatur entfernt worden ist.
    War es nicht aber so, dass fehlendes Porto bei Auslandssendungen über ein spezielles Formular nachverlangt werden konnten? Müssten sich dann nicht auch irgendwelche Vermerke auf der Paketkarte befinden?
    Kann vielleicht Minimarke noch was dazu beitragen? :)

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

  • Kann ich leider nicht, da nicht sooo ganz meine Zeit, mich würden aber die für mich nicht klaren Vermerke interessieren, und letztendlich. wann wurde das Ding zugestellt? War das vielleicht der Grund für den URGENT, da schon viel zu spät. Letztendlich kannst du als Heimatsammler den Absender eruieren, vielleicht liegt ja da der Grund dass es irgendwann eilig wurde.

    wer kennt den Stempel, oder kann in übersetzten?

    Stempel und Vermerk?

    Vermerk?

    Dann können wir das vielleicht erklären..........

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

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  • Grias Di Uli,

    vielen Dank für Deine Anmerkung. Werde mich mit dem Hinweisstempel (?) mal näher auseinandersetzen. Beim Absender muss ich (derzeit) passen - da kann ich keinen sinnvollen Bezug zu Tölz herstellen. Denkbar ist, dass es sich um einen Heilquellen-Gast handelt, die zu der Zeit auch zahlreich aus dem Ausland kamen.

    Beste Grüße
    Schorsch

  • Hallo in die Runde,

    wie die Zeit verfliegt....jetzt ist es schon wieder fast ein Jahr her, dass ich obigen Beleg gezeigt habe, jedoch beiße ich mir daran immer noch die Zähne aus. (...und da muss man vorsichtig sein in meinem Alter...:D )

    Was ich bis dato noch herausfinden konnte - der handschriftliche Vermerk vorderseitig, ich lese es als:
    "..remettre avant le 14 courant" (lt. Übersetzung: Einreichen vor dem 14. dieses Monats) Möglicherweise steht der Hinweis in Verbindung mit dem Aufkleber "urgent" (dringend)
    Den rückseitigen zweisprachigen Stempel konnte ich immer noch nicht zuordnen/entziffern - wer weiß Rat?
    Gefühlsmäßig würde ich sagen, dass der ganze Vorgang nicht ganz unbeanstandet durchlief - nur fehlen mir eben noch wichtige Details um das Rätsel zu lösen.

    Also - schon mal vielen Dank im Voraus jedem, der mir hier weiterhelfen kann.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser