Brustschilde - Postkarten

  • Hallo miteinander,

    Soeben eingetroffen, eine einfache PK mit 1/2 Groschen. Gelaufen ist die, lt. Attest vorzüglich erhaltene Karte nach Dresden. Die Entwertung erfolgte in der saisonalen Postexpedition in Westerland auf Sylt.( nur während der Sommermonaten geöffnet)

    War harter Kampf bis Sie mir gehörte...und leider für mich schwer entzifferbar, ausser einzelner Wörter...

    Liebe Grüße von der Pappnase Andreas

    Liebe Grüße von der Pappnase Andreas

    Einmal editiert, zuletzt von pappnase † (4. September 2024 um 15:53)

  • Lieber Andreas,

    ich lese das so:

    M(eine) l(iebe) M(ell)y

    Ich schrieb dir gestern. Heute nur diesen Gruß! Ich befinde mich wohl. Wetter veränderlich. Gestern großartiges Schauspiel des aufgeregten Mannes bei Sturen (?). Schönes Bad - auch heute. Adieu! G. & K. u(nd). K. & A.

    Moritz L. D. D.

    Bei den Abkürzungen bin ich mir aber nicht sicher - schwungvolle Murksschrift damals.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • M(eine) l(iebe) M(ell)y

    Ich schrieb dir gestern. Heute nur diesen Gruß! Ich befinde mich wohl. Wetter veränderlich. Gestern großartiges Schauspiel des aufgeregten Meeres bei Sturm (?). Schönes Bad - auch heute. Adieu! G. & K. u(nd). K. & A.

    Moritz L. D. D.

    Liebe Grüße
    Harald

    Heimatsammlung Hochheim am Main

    65239 / 6203 Thurn und Taxis

  • ... wunderschöne Karte ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • Danke Euch, dass die Karte gefällt.

    Bei der nächsten Karte bin ich ins Schwitzen gekommen. Ich hatte mit dem Verkäufer ausgemacht, er solle die Sendung normal freimachen. Er hatte aber vorsichtshalber Priority frankiert, so dass ich den Weg nachvollziehen konnte. Von Pinner (nördl. London) über einige Poststellen nach Heathrow innerhalb von 2 Tagen. Nach erneuter Abfrage war meine Post allerdings in Chicago gelandet. Ich mailte den Verkäufer an und er hatte auch schon Post vom Aufgabepostamt, dass eine Sendung für Ihn abholbereit dort läge. Ich möchte hier abkürzen. Es war mein Brief, der aber so verstempelt war , dass der Verkäufer den Umschlag erneuern mußte und in Pinner nochmals aufgab. Nach einer Woche war der Brief dann hier angekommen.

  • @Kleesammler

    Hallo Dieter,

    hierzu schrieb Herr Krug, dass die Karte nach dem ab 1.7.1875 geltenden Tarif mit 5 Pfg. (1/2 Groschen richtig frankiert ist. Ich habe noch eine weitere Karte aus 1874, die ebenfalls richtig frankiert befundet wurde

  • Hallo,

    ich hab mir gestern nochmal den Frech " Die Postkarten aus den ehemaligen Postvereinsländern und dem Deutschen Kaiserreich" geschnappt. Ab Seite 167 uff. behandelt er dasThema etwas ausführlicher und zitiert 2 Verfügungen. Einmal vom 24.11.1873, die derartige Karten von der Postbeförderung ausschließt. Dies wurde mit einer Verfügung vom 15.12.1873 abgemildert, so dass Restbestände mit Reichsadler bis zum 1.4.1874 benutzt werden können.

    Wer den Frech hat, kann ab Seite 167 nachlesen.

  • Hallo,

    hier möchte ich eine Karte zeigen, die aus Wertheim mit 2 Kreuzern frankiert, portorichtig nach Frankfurt gesandt wurde. Benutzt wurde hierzu eine Correspondenz-Karte des Badischen Postbezirks

    Gruß Wilfried


  • Ja holla die Waldfee, aus Wertheim.....das ist schon eine tolle Karte....echt schön dass du hier im Forum mitmachst.

    Liebe Grüße von der Pappnase Andreas

    Liebe Grüße von der Pappnase Andreas

  • Ja holla die Waldfee, aus Wertheim.....das ist schon eine tolle Karte....echt schön dass du hier im Forum mitmachst.

    Liebe Grüße von der Pappnase Andreas

    Hallo Andreas,

    freut mich, dass Dir die Karte gefällt. Das Forum bietet ansprechende Themen und die Mitglieder bieten ein geballtes Fachwissen. Ich bin da eher oberflächlich unterwegs - aber bin ja lernfähig

    Gruß Wilfried

  • Neu bekommen. Postkarte aus Schrombehnen bei Tharau nach Königsberg Pr. Sendet am 27.5.1874. Entwertet mit Zugstempel Bartenstein / Königsberg 27. 5. (Zug) II.

    Viele Grüße
    Jørgen

    Einmal editiert, zuletzt von Admin-S (24. Juli 2026 um 17:00)

  • Die Reichspost hatte einige Einschränkungen bei der Verwendung von Postkarten erlassen.
    Dazu gehörte u.a. das Bekleben der Formulare.

    Das Anfügen von Warenproben war generell verboten seit 1. Januar 1868.

    Erst mit Amtsblatt No. 67, Verfügung No. 113 vom 6. Dezember 1899 wurden Aufklebungen
    auf der Rückseite der Postkarten erlaubt, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen und auch weiterhin keine Warenproben.

    Amtsblatt No. 77, Bescheidung No. 15 vom 25. Oktober 1873
    Unzulässigkeit der Einlieferung von radirten und überklebten Postkarten
    Radirte und überklebte Postkarten sind von der Beförderung auszuschließen.

    Amtsblatt No. 31, Bescheidung No. 10 vom 20. April 1876
    Bekleben der Postkarten mit gedruckten Adreßzetteln
    Postkarten mit gedruckten Adreßzetteln sind erlaubt, Aufklebungen auf der Rückseite sind untersagt.

    Amtsblatt No. 67, Verfügung No. 113 vom 6. Dezember 1899
    Erweiterte Zulassung von Postkarten
    Vom 20. Dezember ab sind im inneren deutschen Verkehre bei Postkarten Bilderschmuck und Aufklebungen auf der Rückseite insoweit zulässig, als die Eigenschaft als offene Postkarte nicht beeinträchtigt wird, die aufgeklebten Zettel ganzflächig befestigt sind. Bei Prägung darf der Raum für Adresse und Marke nicht beeinträchtigt sein. Warenproben anzubringen ist nicht gestattet.

    Die Ganzsache wurde am 13. März 1874 von Plauen nach Leipzig geschickt.
    Auf der Rückseite war ein Warenmuster angeklebt. Das Anfügen von Warenmustern an Postkarten war zu jeder Zeit verboten. Die Postkarte hätte entweder an den Absender zurück gegeben werden müssen oder nachtaxiert. Beides ist offensichtlich nicht geschehen.
    Entweder konnte der Absender nicht nicht festgestellt werden oder die Karte ist durchgerutscht.


    Erst ab 1899 waren Aufklebungen erlaubt, 1873 in jedem Falle verboten. Trotz der eindeutigen Regelung keine Anzeichen für Nachporto.


    Postkarten-Formular mit ½ Groschen-Marke in Ostrau am 5. III. 1873 aufgegeben.

    Der Absender schrieb die Adresse und auch den Großteil des Textes auf die Vorderseite.

    Herrn Rudolf Seiler zu Leipzig / Geschäft am Brühl 42.
    Bescheidene Anfrage
    Haben Sie gegenwärtig rohe Roßhaare auf Lager / in welchen Sorten / und zu welchen Preißen.
    Sollte ich meinen Vorteil an rohen Haaren finden

    würde ich Ihnen abkaufen anderenfalls ich fertige / Haare kaufen würde, wie kaufen Sie gegenwärtig / lange Roßhaare. Bitte umgehend um / Antwort

    Ihr ergebenster / Ernst Merkwitz / Seilermeister

    Obwohl die Karte den Bestimmungen absolut nicht entsprach, da auf der Vorderseite nur die Adresse stehen durfte, wurde sie anstandslos von der Post befördert.

    Auch damals waren nicht alle Postbeamten perfekt, sogar in größeren Städten wurde gegen die Vorschriften gehandelt.

    Gruß
    Manfred

  • Alle Hammer! :love::love::love:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • Hallo,

    sehr interessante Karten und Erläuterungen :thumbup:

    Eine Nachfrage: Waren Adreßaufkleber auf Postkarten nicht auch schon seit Mitte 1872 erlaubt?
    So interpretiere ich Amtsblatt 41, Verfügung 124.

    Viele Grüße
    nordlicht