Österreich ins Gebiet der Kaiserlichen Reichspost

  • Hallo,
    ich möchte euch einen Brief zeigen, der von Österreich nach dem damaligen Herzogthum Westfalen lief. Meines Wissens war zu dieser Zeit die kaiserliche Reichspost für dieses Gebiet zuständig. Ziemlich wirre Zeit damals und wenig Informationen.
    Der Brief wurde in Eger am 17.Februar 1792 geschrieben. Adressiert an den Baron von Wrede in Melschede. Als Leitwegangabe lese ich Arnsberg und Paderborn. Allerdings fehlt sonst eine Taxierung. Nur eine 2 oben und rechts in der Ecke 132 falls ich das richtig lese.
    Ist der Brief überhaupt durch die Post befördert worden? Oder eher privat?
    einen schönen Gruß
    Torsten

  • Hallo Torsten,


    links unten stehen keine Leitvermerke. Das oben heißt 'près Arnsberg' - nahe Arnsberg und das untere meiner Meinung nach 'frc Paderb' - franco Paderborn.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Torsten,


    schöner Brief - so sehe ich das auch und mit der Post wurde der todsicher befördert.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • OK, das mit dem franco Paderborn - jetzt wo ich das weiß, lese ich es auch :rolleyes: . Da ber auf der Rückseite ich keinerlei Taxvermerke sehe, könnte man ja davon ausgehen, das das Franco hier nicht angeschrieben wurde, warum auch immer. Die vorderseitige 2 könnte dann die Taxe für die Strecke Paderborn-Arnsberg-Melschede sein (für die komplette Strecke viel zu wenig) und rechts in der Ecke ein Kartierungsvermerk oder ähnliches.
    Grüße
    Torsten

  • Hallo Torsten,


    so sehe ich das auch. Verschiedene Postbehörden haben ihre kassierten Gebühren gar nicht erst notiert im 18. Jahrhundert, weil es einfach egal war und zweitens man nicht andere wissen lassen wollte, was der Brief bis wohin gekostet hat.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Torsten,


    nicht meine Baustelle dort, aber rh. Kr. würde ich fast ausschließen. Albus? Groschen? Vlt. wissen unsere lieben Preussen mehr?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Freunde,
    heute möchte ich euch einen Brief zeigen, der von Wien nach der freien Reichsstadt Schwäbisch Hall lief.
    Der Brief wurde am 19 Juni 1697 geschrieben von einem Jobst Heinrich Koch, nach meinen Google-forschungen ein
    Nordhäuser Agent zu Wien, Jobst Heinrich Koch, Edler zu Edersleben
    Auf der Vorderseite lese ich eine Taxierung von 8x. Die Adresse "Halle in Schwaben" (Schwäbisch Hall) Als Leitvermerk lese ich Nürnberg. Ich versuche mich momentan noch am entziffern.
    Der Brief stammt aus der Zeit, als die österreichische Post noch nicht verstaatlicht war. Die Leitung der Hofpost hatte die Familie Paar in Wien.


    Welchen Weg nahm der Brief? Ich kenne eine Postroute von Wien über Prag nach Augsburg. Inwieweit war die taxische Reichspost involviert?
    Falls jemand noch etwas lesen kann, wäre meine Freude groß.
    Was bedeuten die roten Vermerke auf der Vorderseite?
    Viele Grüße
    Torsten

  • Hallo Freunde,

    Hier ein schöner Brief vom 23.9.1793, der von Prag nach Langenschwalbach im heutigen Hessen lief. An das Hochfürstliche Nassau- Saarbrückische-Usingische Admodiation auf dem Eisenhammer bei Langenschwalbach.

    Das österrichische Grenzfranko belief sich auf 8x für 1/2Loth. Der Brief lief über Nürnberg? Das Grenzfranko ist auf der Vorderseite angeschrieben. Ich lese da noch eine 3. das wäre dann das Grenzporto in Kreuzer? Falls ich da falsch liege, bitte berichtigen.


    Der Prager Stempel in Rot ist zwar nicht der erste, aber der mit den meisten Punkten (300). Da ist die Freude groß:)

    Gruß

    MisterTP


    PS falls das das falsche Thema ist (eventuell Thurn und Taxis?) bitte verschieben

  • Hallo Mr TP


    Ich denke dass der Empfänger hier 3 Batzen bezahlt hat. 3 Kreuzer wäre ja viel zu wenig.


    Viele Grüsse

    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.