Briefe innerhalb von Österreich

  • Liebe Freunde,


    Innsbruck 5.1.1868 nach Meran (Folgetag angekommen) auf Kuvert mit folgender Anschrift:


    Fräulein Julie Meyer derzeit mit Briefen der Frau Frau W(itwe) Millinger Meran nächstee dem Vintschgauer Thore


    Also auch jetzt ein Brief mit Briefen, leider ohne Inhalt, das wäre interessant gewesen zu erfahren. Aber zum Preis einer gut belegten Pizza sollte man sich nicht scheuen, auf Kalorien zu verzichten und auf Altpapier Hunger zu entwickeln.

  • Hallo zusammen,


    in einem Lot fand sich auch dieser Beleg von KUDLA nach Lemberg. Beide Orte gehörten bis zum WK I zu Österreich, Kudla heute zu Polen und Lemberg (Lwiw) nun zur Ukraine.
    Verschickt wurde das Schreiben am 2.6.(1863)


    Vom Duklaer k. k. Be=
    zirksamte als Gerichte


    N° 2143


    Der
    k. k. Finanz- Prokura=
    tur Namens der h. Mi=
    litär-Avers
    in
    Lemberg


    Exoffo


    Auf der Rückseite befindet sich keinerlei Vermerk. Die Teile eines Papiersiegels sind vorhanden.
    Kann jemand die Adresse ergänzen?


    Dieter

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Reco -Fernbrief von Namiest (Böhmen) nach Zamberk (Böhmen). Der Brief wurde am 4.11.1881 in Namiest aufgegeben und kam einen Tag später in Zamberk an. Auf der Briefvorderseite schwarzer RECOM-Stempel

    Die Rekogebühr von 10 Kreuzer wurde vorschriftsmäßig auf der Siegelseite aufgeklebt.

    Briefgebühr (bis 15 Gramm) ab 1.7.1873 bis 31.12.1882= 5 Kreuzer (Entfernungsunabhängig)

    Auf der Siegelseite abgeschlagen: Aufgabestempel NAMIEST am 4.11.81 - Durchgangsstempel BRÜNN BAHNHOF am 4.11.81 und Ankunftsstempel SENFTENBERG (ZAMBERK) am 5.11.81

    Liebe Grüße

    Franz

    Einmal editiert, zuletzt von Altsteirer ()

  • Lieber Franz,


    danke fürs Zeigen dieses sehr schönen Recobriefes.


    Hier wurde unterhalb des Recostempels die Reconummer notiert, aber ich kenne auch Recobriefe aus Österreich, die keine Reconummer aufweisen. Gab es dazu eine Vorschrift, oder konnte das ad libitum gemacht werden?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph,

    nach genauer Durchsicht meiner Literatur konnte ich bezüglich der Reconummern leider keinen Hinweis finden.

    Ich kann nur zur allgemeinen Vorgangsweise bei Recobriefen etwas sagen.

    Der Absender notierte Recom (Recomandiert), das Aufgabepostamt stempelte Recom und gab den Absender einen Postschein, der mit einer Nummer versehen war (Reconummer), diese Nummer wurde parallel dazu in ein postinternes Formular für recommandierte Schreiben eingetragen.

    Weshalb diese Reconummer manches mal auf den Briefen notiert wurde und dann wieder nicht, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Ich zeige euch einen R-Brief, der an einem 21.5. (Jahr unbekannt) von Csik Mártonfalva [1] nach Schäßburg gelaufen ist, Der Abgangsort ist ein kleines Dorf mit etwa 300 Einwohnern in Siebenbürgen, heute Rumänien, Schäßburg [2] eine Stadt mit etwa 28.000 Einwohnern, ebenfalls in Siebenbürgen. Schäßburg gilt der Legende nach als Geburtsort von Vlad Dracula.

    Beide Orte gehörten damals zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie.


    Der Brief trägt vorder- und rückseitig jeweils eine Frankatur zu 10 Heller (Mi. 21) sowie auf der Siegelseite den Ankunftstempel von Schäßburg.








    Viele Grüße

    Ingo


    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Meti%C8%99

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Sighi%C8%99oara

  • Lieber Ingo,

    vielen Dank fürs Zeigen dieses tollen Recobriefes. Der Stempel von Csik Martonfalva ist ja traumhaft abgeschlagen.

    Ein wirklich tolles Stück!!!

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Ulf,


    du hast natürlich recht, aber ich war gestern schon kurz vor dem Einschlafen und ohne jeden Katalog, da rutscht mir so etwas schon einmal durch.


    Viele Grüße

    Ingo