MiNr 2, 3 Kr. blau - Druck und Plattierung

  • Hallo liebe Freunde,


    dieses Briefteil hier habe ich vom heutigen Tauschtag mitgebracht - wenn ich mich nicht irre, handelt es sich um eine 2IIPl.3 - 30.12.1856 ..... frühe Verwendung des offenen Mühlradstempels 269 von Landshut..... ? .... auf der Rückseite gibt es einen Durchschlag der unteren äußeren Schaufelspitzen ....


    Schöne Grüße

    Bayern-Nerv Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo liebe Freunde,


    hier noch ein Brief vom gestrigen Tauschtag:


    GMr. 470 von Schongau nach Hindelang vom 01.05.186(?) mit 2IIPl.5



    die Briefrückseite ist blank ...

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Nachdem ich den Brief, der bereits hier zu sehen war


    Wohin mit diesem Beitrag?



    gelesen habe, möchte ich doch - auch wenn's nerven sollte - auf den Inhalt eingehen. Denn ein Brief mit



    einer 2IIb und gMR 396 ist nichts besonderes. Doch auf den Inhalt kommt es hier an. Ganz kurz:



    Er zeigt auf, welches Schicksal einem jungen Menschen bevorstand, der im 19. Jahrhundert blind war.

    Über die Ursachen und das Alter des Jungen weiß ich leider nichts, jedoch geht aus dem Brief hervor, dass er nicht ausgebildet werden konnte und deshalb der Vater seinen Sohn aus der Blindenanstalt zurückholen sollte. Diese Hiobsbotschaft übertrug man dem Ortspfarrer, der sich sicherlich um den Jungen bemüht haben wird, da es doch die Aufgabe eines Seelsorgers ist sich um seine Schäfchen zu kümmern. Keine beneidenswerte Aufgabe für den Pfarrer Köberlein von Retzbach.



    Unterzeichnet hat das der Vorstand Graf von Bentheim-Tecklenburg


    dem Gründer der Blindenanstalt Würzburg,


    https://wuerzburgwiki.de/wiki/…_von_Bentheim-Tecklenburg


    https://www.blindeninstitut.de…ums-institut/begruessung/


    das auch nach 160 Jahren segensreich wirkt.


    „Die Blindeninstitutsstiftung trägt nach dem Willen ihres Stifters Sorge dafür, dass Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit, auch in Verbindung mit weiteren Behinderungen, entsprechend ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten leben können sowie in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung gefördert und gebildet werden. Grundlage unserer Arbeit ist die personale Beziehung zu dem Menschen mit Behinderung.“ Aus dem Leitbild der Blindeninstitutsstiftung Würzburg


    Wer heute an Zebrastreifen mit Ampeln steht und das "Ticken" hört oder an Bushaltestellen die weißen Rillenstreifen sieht weiß dass das "traurige Schicksal" der Blinden heutzutage viel besser gemildert werden kann, als damals, wo die Blinden zu Heimarbeit, wie Strohflechten, Körbebinden und Stricken ausgebildet wurden. Aber immerhin wurden rund 20 Zöglingen in den Anfangsjahren ein noch traurigeres Schicksal in ihren Heimatgemeinden, denen sie als Erwachsene "zur Last" fallen würden erspart.

    Leider gibt es in anderen Ländern noch sehr viel Entwicklungsbedarf und es scheint, dass in diesen Ländern erst das Jahr 1853 angebrochen ist. Hier wirkt u.a. die cbm https://www.cbm.de/ sehr segensreich.

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

    5 Mal editiert, zuletzt von Luitpold ()

  • Danke vielmals für deine Antwort. Jedoch gerade habe ich ein Zeitdokument erhalten, das das obige topt. :thumbup:

    Weil nicht zum Thema kurz: Ausgehend von einem zweifachen Postschein eines Ortes an der Eisenbahn gelegen und zur Dokumentation der dortigen Poststation gekauft entpuppt sich das Schreiben von 1825 als Abschrift einer Urkunde, die einen Domherrenhof in Würzburg zum unverkäuflichen Sitz der Freiherren von Guttenberg machte. Der Faltbrief hat keine Promille des Wertes des heutigen Hauses und Grundstückes in Würzburg gekostet und mich innerlich jubiliern lassen "getrommelt und gepfiffen". :) So was bekommt man nur durch Zufall und lesen des Inhaltes. Wohl noch manches "Dokument" wird in vielen Sammlungen für immer :?:ruhen. Vielleicht schreibe ich für den Rundbrief die Geschichte auf, allerdings nicht die von den Guttenbergs, denn die Genealogie der Familie wurde auf fast 400 Buchseiten schon erfasst.

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).