Österreich - Württemberg im DÖPV und danach

  • Morgen Ralph,
    Glückwunsch, toller Brief mit einer beachtlichen Strecke, 100%ig über Bodenbach.
    Der Stempel den du nicht lesen kannst, dürfte dann wohl Ochsenhausen sein, so wie vorne vom Absender vermerkt.
    LG
    Christian

  • Liebe Freunde,


    was täte ich ohne euch? Habt vielen Dank für die Lokalisierung - ja, Ochsenhausen ist es sicher, nur ich war es mir voher nicht.


    Danke auch dir Hermann für den Link - ja, sie dürfte nicht mehr viele Briefe in ihrem Leben bekommen haben.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    heute läuft ein Brief bei ebay aus, der derzeit bei 1012,- Euro steht und sicherlich noch teuerer wird.


    https://www.ebay.de/itm/%C3%96…ksid=p2060353.m1431.l2649


    Habe bisher erst zwei ähnliche Briefe aus Österreich nach Württemberg gesehen, die vor dem Beitritt von Württemberg in den DÖPV liefen (1.9.1851). Einen hat ein Sammlerfreund aus Österreich, der andere wurde bei einer Auktion versteigert. Aus Österreich Lombardei - Venetien, wie dieser Brief, habe ich bisher noch nicht gesehen.




    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Hermann,


    habe mir erlaubt einem lieben Freund aus dem Großraum München den zu melden, denn der passte bei ihm in die Sammlung, wie die Faust aufs Auge. Günstiger wird er dadurch aber sicher nicht ... :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    was mich interessieren würde, wie ist der Brief gelaufen, rückseitig gibt er ja nichts her.


    1851 war ein kostenloser geschlossener Transit über die Schweiz noch möglich, vielleicht darum keine Transitstempel auf der Rückseite?


    LG

    Christian

  • Ich "oute" mich als Käufer dieses Briefs, der wahrscheinlich bezüglich der Relation Lombardei - Württemberg ein Unikat sein dürfte, zumindest war in den letzte 20 Jahren nichts Vergleichbares zu finden. Anbei meine Beschreibung:


    1851; 31. Jan. MILANO (Königreich Lombardei Venetien) nach HEMMINGEN bei Schwieberdingen im Kgr. Württemberg.

    Frankiert mit 45 Centesimi = 9 KrCM für einen Postvereinsbrief. Wegen unzureichender Frankatur in Mailand mit dem Stempel BOLLO INSUFFICIENTE versehen.


    Da Teilfrankaturen nicht zulässig waren, wurde der Brief wie ein Portobrief behandelt und mit 18 Kreuzern taxiert. Der Markenwert wurde nicht angerechnet.

    Württemberg trat erst zum 1.9.1851 dem Postverein bei. Bis 30. Juni 1851 war das Königreich noch Teil des Postbezirks von Thurn und Taxis. Für diesen Brief galt daher noch der Postvertrag Österreich-Taxis von 1843. Demnach galt für Briefe aus Österreich nach Württemberg bei Entfernungen größer 20 Meilen eine Taxe für Porto- und Frankobriefe von 12 KrCM pro 1/2 Wiener Loth. Laut Postvertrag Österreich - Schweiz von 1849 kam noch eine Schweizer Transittaxe von 2 KrCM hinzu. In Mailand wurde der Brief daher mit 12 /2 (KrCM) vortaxiert. Dies entsprach 15/3 Krrh, sodass vom Empfänger 18 Kreuzer eingezogen wurden.


    Auf dem Brief stehen links noch die Taxen 11 / 7 , die eigentlich nur Krrh bedeuten können. Dies wäre gleich 9/6 KrCM und in der Summe ebenfalls 18 Kreuzer rh., diese Taxierung war aber nicht korrekt. Stabstempel von Milano R 51 (I) B, der in dieser Form nur vom 1.1. bis 26.2.1851 in Gebrauch war.



    Grüße von Cameo

  • Hallo cameo,


    mein Glückwunsch zu dem schönen Brief. Wenn der Mailand-Stempel nur so kurz benutzt wurde und du in den letzten 20 Jahren keine vergleichbaren Brief gesehen hast, dann ist der Ebay-Preis meiner Meinung nach eher günstig. In einer klassischen Auktion wäre der Zuschlag bei entsprechender Kundschaft vermutlich höher gewesen + die anfallenden Nebenkosten. Daher meiner Meinung nach: alles im grünen Bereich. :)  :thumbup:


    beste Grüße

    Dieter

  • Lieber Martin,


    da hast du eine Obersultanine an Land gezogen - ein herrlicher Brief, wie ich keinen 2. kenne. :love::love::love:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammelfreunde


    mit dem vorherigen Beleg kann ich nicht mithalten - Glückwunsch an Cameo.


    Hier eine eher langweilige Hülle vom 18.08. Anfang der 1860iger Jahre aus Linz an "Herr Rathsconsulent S. Schott Silberburgstraße (in) Stuttgart".


    Möglicherweise handelt es sich bei dem Empfänger um Sigmund Hermann Eberhard Schott[1], welcher vom 05.01.1818 - 04.06.1895 in Stuttgart lebte. Siegelseitig nur ein württembergischer Bahnstempel.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf


    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Schott_(Politiker)