Bayern - Griechenland

  • Hallo,


    da in diesem Forum viele Bayern-Spezialisten tätig sind, möchte ich heute mal ein nettes Streifband aus meinem Tauschmaterial vorstellen:


    Ich fand das Stück interessant, da der Absender sich die Mühe machte, das Streifband als Umschlag zusammen zukleben, bevor er dann sein Einschreiben aufgab.
    Schönen Abend
    Martin

  • Hallo Martin,


    leider etwas zu früh für mich, aber würde ich die Pfennigzeit sammeln, wäre das wohl mir. Ein Traumstück und so noch nie gesehen. Das lässt hoffen, dass in deiner Tauschkiste auch noch etwas älteres Material ist, gerne auch recommandirt nach Griechenland ... :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • die Reise in die Vergangenheit des Julianischen Kalenders


    Hallo stampmix,


    Eine traumhaftere Dokumentation dieser Reise kann ich mich nicht vorstellen. Ein rundherum traumhafter Beleg!


    Viele Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Hallo,

    ...dann will ich mal das Thema wieder ganz sachte "exhumieren"....
    ...mit einer normalen Postkarte.

    Verwendet wurde eine 3 Pfg. Ganzsache, deren Vordruck den UPU-Bestimmungen handschriftlich angepasst wurde und mit entsprechender Zusatzfrankatur am 30. Oktober 1894 von Landau i.d. Pfalz nach Athen versandt wurde. Die Karte ist 1 Pfg. überfrankiert - die 2 Pfg. Wappen kam erst am 1.1.1900 .
    Der Absender ist ein Philatelist, der um Aufnahme einer Tauschverbindung nachfrägt.
    Was zum vollständigen Glück fehlt ist ein Ankunftsstempel von Athen, aber ich denke, dass die Karte auch so schon recht ansprechend ist.

    beste Grüße
    Schorsch Kemser

  • ...und dann will ich gleich noch einen weiteren "Griechen" nachschieben....
    Der Antwortteil einer 10 Pfg. Ganzsachen-Doppelkarte zurückgelaufen von Nauplia am 24. August 1910 nach Nürnberg.
    Vermutlich aufgrund des Textes (links) auf der Vorderseite der Karte wurde sie bei der Portokontrolle in Nürnberg beanstandet und mit 20 Pfg. Nachporto belegt.

    Nauplia wurde übrigens 1833 Residenz von Otto von Bayern, der griechischer König wurde.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser

  • Guten Morgen :)

    ...und weiter geht es mit Griechenland.
    Diesmal ein Einschreibebrief (1. Gewichtsstufe: 20+20) von Bamberg 3 vom 16. Januar 1907 nach Athen, den - wie die rückseitige Vignette des "Intern. Phaliatelisten Verbadnes Genf in Budapest" vermuten lässt - ein Sammler so schön bunt frankiert hat.
    Interessant vielleicht noch der Hinweis auf den handschriftlichen Vermerk "15g" - bei Auslandspost ging die erste Gewichtsstufe bis 15 Gramm, nicht wie im Inland bis 20 Gramm.

    Beste Grüße und eine erfolgreiche Woche
    Schorsch Kemser



  • Tolles Stück, Schorsch, und der Absender, siehe Vignette, war damals einer der ganz Großen in der Branche, vergleichbar mir Köhler heute. :thumbup::thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Nach der Drei-Farben-Frankatur wieder eine normale Ein-Farben-Frankatur...

    Eine Mark Wappen als Einzelfrankatur auf einem Einschreibebrief von 45-60 Gramm (20 Pfg. je 15g = 80 Pfg.) plus 20 Pfg. Einschreibegebühr = 1 Mark.
    Gelaufen von München 43 (Postamt Barerstraße) am 14. Dezember 1908 nach Athen.
    Absender ist der kuk Hoflieferant (Herrenmaßgarderobe) Otto Pollak, welcher sich ab 1923 als Briefmarkenhändler betätigte. (*1866 +1938) Pollak war jüdischer Abstammung, seine Schwaester wurde 1942 in Treblinka ermordert, seine Frau überlebte und verstarb 1955 in München.

    So hat (fast) jeder Beleg nicht nur seine Frankatur und Destination sondern auch seine ganz besondere Geschichte....

    Beste Grüße und einen schönen Abend
    Schorsch Kemser

  • Hallo Schorsch,


    ein sehr schöner Beleg. Ich habe immer gedacht, daß bei Briefen von Bayern ins Ausland ab 1.1.1876 die Auslandstaxen des Deutschen Reiches galten. Ab 1.4.1906 wäre der Brief zwischen 100 - und 120 Gramm schwer gewesen, um eine Auslandsgebühr von 80 Pfennig zu erreichen.



    Beste Grüße,

    Hermann

  • Grias Di Hermann,

    anbei ein Scan aus "Illustriertes Post- und Telegraphen-Handbuch", Winterausgabe 1906/07 von Rechnungsrat Heymer. (Reprint 1991)
    Daraus ergibt sich meine o.g. Berechnung von 80 Pfg. Briefgebühr (45-60 Gramm - 20 Pfg. je 15g) plus 20 Pfg. Einschreibegebühr = 1 Mark.

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    Hallo Dieter,

    Deine Berechnung würde die Einschreibegebühr nicht berücksichtigen.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser

  • Hallo Schorsch,


    vielen Dank.

    Habe meine Tabelle aus dem Postgebühren-Handbuch Deutschland vom Schwaneberger Verlag.

    Muß mal nach einer Originalverfügung der Deutschen Reichspost suchen. Vielleicht kann sie ja einer zeigen.


    Beste Grüße,

    Hermann

  • Hallo,

    nachfolgend ein Beleg, bei dem ich die Leserschaft um Unterstützung bitten möchte:
    Postkarte von Regensburg 15. April 1908 an SKH Prinz August-Wilhelm von Preussen auf der Insel Korfu in Griechenland.
    Info: Sein Vater, Kaiser Wilhelm II., hatte 1907 das "Achilleion" (ein Palast) auf Korfu erworben - weitere Info siehe Wikipedia.

    Leider kann ich weder den Text der Karte, noch den Absender entziffern. Ich vermute aber, dass es sich um eine "königliche Angelegenheit" (welche ins Ausland ja nicht portobefreit waren) handelt und dass jemand aus der Leserschaft die doch recht markante Handschrift zuordnen kann.

    Beste Grüße
    Schorsch Kemser