• Hallo zusammen,
    ich denke, gerade Retourbriefe und -karten in der Pfennigzeit haben ein so großes postgeschichtliches
    Potenzial, dass ein eigener thread angebracht wäre.
    Hier zum Einstieg eine einfache Postkarte P18 aus Nürnberg nach HH und zurück. Interessant daran der
    Vermerk oben: Adr. ist verzogen nach Amerika. Meier Bft..
    [Blockierte Grafik: http://www11.pic-upload.de/30.09.15/8fmzx16kcmf.jpg
    Schönen Abend wünscht die

    weite Welle

  • Hallo zusammen,
    der kam heute ins Haus geflattert: Retourbrief aus Kleinheubach, aufgegeben bei der Bahnpost Aschaffenburg-Würzburg
    nach Basel vom 18.4.1880. Vermerk "abgereist von Basel", bei der Retourbriefstelle Augsburg geöffnet zur Feststellung
    des Absenders Gebr. Wimmer in Kleinheubach und mit zwei Retourmarken verschlossen, davon die linke mit bekanntem
    Setzfehler "Augsbnrg" von Feld 25. Besonders interessant der Vermerk des Absenders "Ist der Adressat nicht aufzufinden,
    ist der Brief zu vernichten". Das habe ich so noch nicht gesehen und die Post hielt sich (Gottseidank) auch nicht an diese
    kuriose Anordnung.
    Amtl. geöffnete Retourbriefe aus der frühen Pfennigzeit sind genauso rar wie solche aus der Kreuzerzeit.


    [Blockierte Grafik: https://www2.pic-upload.de/img/32931969/Scan.jpg
    [Blockierte Grafik: https://www2.pic-upload.de/img/32932011/Scan2.jpg
    Schönes Wochenende wünscht die

    weite Welle

  • Lieber Franz,


    ein postgeschichtliches Meisterwerk der frühen Pfennigzeit.


    Die Post durfte den Brief gar nicht entsorgen, weil sie ja den Zustellungsauftrag hatte. Von daher war die "Anweisung" bzw. der Wunsch des Absenders obsolet. Aber finden muss man so etwas erst einmal und der ist ja noch mit Bahnpost, Rückbriefkommission und Auslandsverkehr ein ganz besonderer Hammer. :P:P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    als der Postverkehr nach Frankreich gesperrt war, wollte der Absender aus München am 10. März 1919 diese Ganzsache nach Straßburg (Elsaß - Frankreich) senden, die aber wieder zurückgegeben wurde, mit dem Vermerk: "Keine Verbindung nach Frankreich und zurück".


    Im Michel Postgebühren - Handbuch Deutschland steht aber:
    15.2.1919: nach Elsaß-Lothringen sind fortan zugelassen: gewöhnliche und eingeschriebene Postkarten .......................


    Dann wäre der Postverkehr wieder offen gewesen. Wahrscheinlich stimmt die Angabe im Michel Postgebühren - Handbuch Deutschland nicht, denn die Post in München wird über genaue Angaben verfügt haben.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Franz,


    das glaube ich dir aufs Wort! Eine sensationelle Seite, schön, selten und in dieser Art wohl kaum noch einmal aufzutreiben. Glückwunsch zu dieser Traumseite.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus