Eingeschrieben

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Freunde


    Nicht lange her ist dieser Brief in meine Sammlung gekommen. Leider verstehe ich nicht alles was auf der Brief geschrieben ist.


    Fest steht dass der Brief von München 27. August an der "von Fraunhofen" in Landshut geschickt war. Wahrscheinlich hatte er dort sein Sitzt zu dieser Zeit, sonst war sein Sitzt in Neufraunhofen unweit Velden im Vilstal.
    Der Brief ist eingeschrieben und hat die Kartierungsnummer 3. Es hat der Empfänger 6 Kreuzer Postgebühr gekostet. Aber was ist die "Tax 53 Kreuzer" ?


    Oben Links ist es "3 3/ caa:Paxt" notiert geworden (Brief etwas umgefaltet, deswegen sieht man nicht 3 3)


    Der Rote 2 ist vielleicht Botenlohn?


    Ja, hier war es viele Fragen. Einige Antworte gibt es vielleicht auch? Ich freue mich auf jeden Fall an alle Antworte :)


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    du hast einen Fahrpostbrief, der mit einer Taxe von 53 Kreuzern belegt war, die der Absender sehen wollte und der Empfänger zahlen durfte. Hierfür notierte man links oben Caa part = Causa partitae, also Parteisache. Die 6 Kr. entsprechen der Beförderungsgebühr, welche mit den einzuhebenden 53 Kr. zusammen 59 Kr. ergaben.


    Ich halte die 3 und die 2 für Manualnummern. Ein sehr schöner und fürher Brief mit perfektem Chargéstempel, was bei der Fahrpost nicht häufig ist. München hatte damals keine getrennten Stempeltypen für die Brief- und Fahrpost.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

    • Offizieller Beitrag

    Hallo Bayern klassisch


    Dann geht der Brief in meine kleine Fahrpostsammlung. ;)


    Dachte schon dass es etwas mit Fahrpost zu tun hatte, war aber wegen der Chargestempel etwas unsicher. Diese Verwendung war neu für mich.


    Danke für die Antwort. :)


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    da hast du gar nicht mal so falsch gedacht. Die allermeisten Fahrpostsendungen brauchten keinen Chargéstempel, weil sie ja eh versichert waren (Wertbriefe z. B.).


    Aber man konnte prinzipiell auch per Chargé versenden. Dies wurde nur in wenigen Ausnahmefällen so gemacht, weil der Schein ja Geld kostete, das man dem Empfänger oft nicht weiter belasten konnte. Hier wäre es möglich, dass man die 4 Kr. Chargégebühr entweder selbst getragen hatte, oder diese in den 53 Kr. enthalten waren, auch wenn man dies nicht so geschrieben hat. Ich kenne beide Varianten (beide selten).


    Das wird ein Highlightbrief deiner kleinen Fahrpostsammlung werden, da bin ich mir ganz sicher.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

    • Offizieller Beitrag

    Das wird ein Highlightbrief deiner kleinen Fahrpostsammlung werden, da bin ich mir ganz sicher.

    Hallo bayern klassisch


    Ja, liegt auf entweder erste oder zweite Platz, aber mit nur 5 Fahrpostbriefe ist es nicht schwierig hoch zu kommen :D :D


    Viele Grüsse
    Nils

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender recommandirter (eingeschriebener) Portobrief von Augsburg (Freie Reichsstadt Augsburg) nach Altshausen (gehörte zum Deutschen Orden / kam 1806 zu Bayern / ab 1810 zu Württemberg) vom 29. Oktober 1800. Unten mittig der Stempel "RAVENSBURG RECOMANDIRT N" (Freie Reichsstadt Ravensburg), der lt. Münzberg von 1794 bis 1801 in Verwendung war. Abbildung aus dem Stationskatalog der Thurn und Taxis-Post "R - Z" von Werner Münzberg. Von Augsburg über Ravensburg nach Altshausen war gänzlich die kaiserliche Reichspost (Thurn und Taxis) tätig. Der Empfänger bezahlte 4 Kreuzer Porto. Der Absender bei der Briefaufgabe 4 Kreuzer Einschreibegebühr.


    Beste Grüße,

    Hermann