Russland - Inlandsbriefe

  • Hallo Franz,


    der Brief wurde aufgegeben am 17. September.

    10 Kopeken waren das Inlandsporto für einen einfachen Brief.

    Der siegelseitige Stempel war der Ankunftsstempel in Finnland.

    Dabei musst du beachten, dass in Russland der julianische Kalender verwendet wurde, in Finnland dagegen der gregorianische Kalender, daher Ankunft am 1.10.

    Zu dieser Zeit bedeutete der gregorianische Kalender = Russisches Datum + 12 Tage. Abgesandt nach dem gregorianischen Kalender daher am 29 September.


    Grüße von liball

  • Hallo Franz,


    der Brief wurde am 17.September (сентябрь) 1860 julian. Kalenders aufgegeben, dies entsprach dem 29.Sept. unseres greg. Kalenders. Rückseitig ist der finnische Ankunftsstempel vom 1.Oktober.


    Eine Anmerkung zu "Finnland gehörte zu Russland": Politisch war Finnland diese ganze Zeit nominell eigenständig (Großherzogtum), ein kleiner Unterschied zur polnischen Geschichte. Der russische Zar war in Personalunion Herrscher. Postalisch waren die Systeme verbunden.

    In Finnland galt der gregorianische Kalender, die Stempel zeigten finnische Inschriften mit lateinischen Buchstaben und ab 1860 wurde auch wieder eine finnische Währung eingeführt.

    Die 10 Kopeken waren seit 1844 der Tarif für einen Inlandsbrief der 1.Gewichtsstufe, unabhängig von der Entfernung und Finnland galt als Inland.


    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Hallo Franz,


    dieser Brief ist wirklich schön!! Ich mag diese schlichten zweifarbigen Marken Rußlands. Vor Jahren habe ich mal überlegt, diese zu sammeln. Das habe ich aber zugunsten anderer Gebiete sein lassen.


    liebe Grüße


    Dieter

  • Hallo liball, hallo Michael,

    vielen herzlichen Dank für eure ausführlichen und hilfreichen Infos:thumbup::thumbup:

    Damit sind alle meine Fragen beantwortet :thumbup::thumbup: Einfach Spitze:)

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Inlandsbrief vom 31.10.1838, von ??St. Petersburg ??nach Riga.

    Riga, heute die Hauptstadt von Lettland, gehörte zur damaligen Zeit zu Russland.

    Der Brief ging an den Portugiesischen Konsul, daher vermute ich, dass der Brief als Diplomatenpost gebührenbefreit war.

    Vorderseitig wurden eine 80 notiert, und rechts ober Riga wurden drei gleiche Zeichen (eventuell 3 s) notiert.

    Siegelseitig ein Stempel, den ich nicht entziffern kann (?Riga?).

    Laut Vorbesitzer ging der Brief von St. Petersburg nach Riga. Ich kann den Aufgabestempel nicht lesen.

    Siegelseitig wurden 3 schwarze Striche notiert??

    Wofür stehen die 3 gleichen Zeichen auf der Vorderseite?

    War der Brief gebührenbefreit?

    Hat der Vorbesitzer mit St. Petersburg als Aufgabeort recht?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz,


    der Brief wurde in St. Petersburg aufgegeben (Aufgabestempel auf der Briefvorderseite). Rückseitig ist der Ankunftstempel von Riga. Kannst Du mal die komplette Rückseite zeigen?

    Diplomatenpost bzw. Post an Diplomaten war nicht automatisch portobefreit. 1838 war das Inlandsporto noch entfernungsabhängig gestaffelt.


    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Hallo Michael,

    vielen herzlichen Dank:thumbup::thumbup:

    Ich habe die komplette Siegelseite gescannt. Der Brief wurde mit einem gut erhaltenen Wachssiegel verschlossen.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz,


    das scheint eine Kartierungsnummer zu sein.

    Vorderseitig die 2- 80 würde passen: ein 2 Loth schwerer Brief kostete 80 Kop. (Kupec, Bd. II, Angabe für 1837).


    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte