Fahrpostsendungen innerhalb des DÖPV bis 30.06.1858

  • Hallo Erwin, das sind 1 fl 12 xr, darunter 4 xr.

    Es dürfte sich dabei um 72 Kreuzer handeln + die 4 Kreuzer Bestellgeld, Rennerod liegt im TT-Gebiet. Das Paket hat ein Gewicht von 39 1/2 Pfund. Vermutlich willst du nun auch wissen, ob die 72 xr stimmen, das kannst du dem Tarif der Preußen entnehmen. Mußt nur noch nachschauen, wie weit Cöln und Rennerod auseinanderliegen und in der Tabelle an der entsprechenden Stelle ablesen. Im umgekehrten Fall, von Rennerod nach Cöln, ist dies auch nachzuvollziehen beim TT-Tarif.

    Alles klar? Gruß aus dem frühlingshaften Francoforte von Taxis107

    Mitglied im DASV

  • Hallo in die Runde


    hier hilft nur der Anschlußvertrag zwischen T&T und Preussen von 04.06.1850 zum DÖPV. Die Entfernung beträgt noch unter 20 Meilen - hier sogar unter 15 Meilen und es galt danach die Grenze. Danach wurden für Preussen die 2. Entfernungsstufe und T&T die erste Entfernungsstufe herangezogen.

    Berechnung somit für Preussen:

    2 Pfennige * 40 Pfund * 2 (Progressionsstufe) = 160 Pfennige aufzurunden auf 13 1/2 Sgr. aufzurunden auf 48 Kreuzer.

    Für Taxis:

    7/12 * 40 Pfund * 1 aufzurunden auf 24 Kreuzer

    Gesamt somit 48x + 24x = 72 Kreuzer = 1 Florin 12 Kreuzer


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • lieber Heinrich, lieber Ulf,

    erst mal vielen Dank. Die Kreuzerangabe hatte ich erst später gesehen, ich ging von der 48 aus und habe so gerechnet:

    Entfernung: 12 Meilen

    Gewicht: 31 Pfund 15 Loth

    Gebühr: 32 (Pfund) x 3 (je 5 Meilen) x 2 Pfg. = 192 Pfg =16 Sgr.

    Reduziert in 48 Kreuzer und in Rot ausgeworfen.

    Dabei hab ich das Gewicht falsch gelesen und habe 1Sgr = 3 Xer angesetzt. Außerdem bin ich davon augegangen, dass im Postverein die Strecke in einem Stück gerechnet wird. War das nur bei T&T anders? Und warum wurden 3,5Xer je Sgr. gerechnet?

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Lieber Erwin,


    bei der Fahrpost wurde paritätisch gerechnet: 1 Sgr. = 3,5x nebst Rundungen.


    Bei der Briefpost (außer der Expressgebühr) wurde postalisch gerechnet: 1 Sgr. = 3x.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

  • Liebe Fahrpost-Experten,


    ich brauche eure Hilfe bei der Erklärung der Taxvermerke.

    Der Nachnahmebeleg aus Radolfzell muss aus den ersten Jahren des Postvereins stammen, da schon 1854 die grüne 3 Kr.-Marke in Baden ausgegeben wurde. Der Nummernstempel auf der Marke lässt mich vermuten, dass die Marke zunächst anerkannt wurde und das Gewichtsporto für eine Entfernung bis 10 Meilen abdeckte. Die notierte 10 könnte für die Summe aus dem Nachnahmebetrag von 7 Kr. plus 3 Kr. Procura-Gebühr stehen. Aber dann weiß ich nicht weiter.


    Viele Grüsse

    Bruno

  • Lieber Bruno,


    ich glaube nicht, dass dir hier eine mit dieser Granate weiterhelfen kann. Frag doch mal den lieber Rainer Brack - der wird es wohl können.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

  • Lieber Bruno,


    Wenn man unterstellt, dass der Beleg aus dieser Zeit stammt, würde ich es so machen, unter Vorbehalt:

    Die Nachname setzt sich aus Nachnahmeporto 3 x + Postbestellgebühr 4x = 7x zusammen. Dazu das Mindest-Procura von 3 Kreuzer.

    Für Baden dürfte der Fahrpostanteil 6x und für Württemberg 3 Kreuzer betragen haben. Dazu eventuell noch ein Kreuzer Botenlohn = 20 Kreuzer.

    Die Marke wurde auch nicht anerkannt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Einmal editiert, zuletzt von Magdeburger ()

  • Hallo Sammlerfreunde,

    Fahrpostsendung von Roding nach Wien vom 3.6.1858.

    Zur Kennzeichnung wurde der große Teil der erst im Mai 1858 in Bayern eingeführten Aufgabenummern verwendet.

    In Wien wurde ein mir unbekannter Zettel mit dem Ankunftsdatum aufgeklebt. Hat jemand eine Ahnung, was es mit diesem Zettel auf sich hat?

    Gruß

    bayernjäger


  • Hallo Udo,

    eine Vielzahl von Bezettelungen, zu unterschiedlichsten Zwecken, war in der Monarchie für die Fahrpostsendungen vorgesehen, aber den von dir gezeigten, sehe ich zum ersten Mal und ich habe schon viele gesehen.

    Meine Gratulation zu diesem seltenen Zettel :thumbup::thumbup:

    Liebe Grüße

    Franz