Österreich Postscheine

  • Danke! Ich lese "1 1/3 Bfporto", also 1,5faches Briefporto (über 1/2 bis 1 Loth). Nachgerechnet habe ich die 21x aber nicht ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • 2, Vor die 8x Taxe lese ich – eilig.

    Hallo Adriana


    Ich denke dass es hier Abzug gemeint ist. Also Abzug 8 Kr.
    Findet man so ab und zu


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,
    Abzug als Vermerk bei Buchhaltung meinst du?
    Danke A.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Liebe Sammlerfreunde,


    wenn ich ein Frage zur Taxierung zur anhängenden Retour-Recepisse vom 9.Mai 1866 zwischendurch stellen darf?
    Der Schein ist vom selben Absender wie aus dem 1.Beitrag in diesem Thema (Dr.Ignatz Kaiser K.K.Notar in Wien). Der Schein bescheinigt am 11.5.1866 den Empfang eines eingeschriebenen Briefes vom 9.Mai 1866 aus Wien nach Leipzig. Wie unten "Zur Nachricht." unter 1) ausgeführt wird, hat der Absender die Recepissegebühr bereits bei Aufgabe entrichtet. Diese wurden mit einer 10 Kr. Marke (Mi.33?) entsprechend in Wien frankiert. Gab es für diese Art der postalischen Leistung nur diese eine Gebühr in Höhe von 10 Kr. oder setzte sich diese aus mehreren Gebühren (notwendiges Rück-Franco plus Zustellgebühr) zusammen? Vielen Dank für Eure Hilfe.


    Mit lieben Sammlergrüßen


    Totalo-Flauti.

  • Lieber Totalo-Flauti,


    es stand der Aufgabepost frei, bis zu 10 Neukreuzer für die Herbeibringung einer Retour - Recepisse zu verlangen. Diese hat der Absender bezahlt und als Zeichen der Bezahlung wurde die Marke auf dem Schein appliziert. Der Brief selbst war auch zu frankieren (hier: 15 Nkr. je Loth) und zu recommandiren (hier: 10 Nkr.).


    Die RR war also recommandirt zu behandeln, wenn sie vollzogen zurück lief und dem Absender gegen Rückgabe des Postscheins auszuhändigen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern-klassisch,


    vielen Dank erst einmal für Deine Hilfe und Antwort.
    Wenn ich ich Dich richtig verstehe, konnte die Aufgabepost selbst die Höhe der Kosten der Retour-Recepisse festlegen? Sie hätte also auch weniger sein können? Das will ich gar nicht glauben, dass die Kosten nicht festgelegt waren. Oder wurde hier nur eine zweite Recommandationsgebühr i.H.v. 10 Kr. für die Recommandirung der RR fällig?.


    Mit lieben Sammlergrüßen
    Totalo-Flauti.

  • Lieber Totalo-Flauti,


    bei Bayern liest sich das genauso - es stand der Aufgabepost frei, für die RR bis zu 6 Kr. (ab 1.1.1868 7 Kr.) vom Absender kassieren durfte. Diese Freizügigkeit konnte die bayer. Staatspost gerne gewähren, denn der Betrag ging ja in die Tasche des jeweiligen Expeditors und nicht in die bayer. Staatskasse, von daher hatte sie leicht so zu formulieren.


    Die Recommandation des Rückscheins war in den 10 Nkr. bereits enthalten - wenn man will, könnte man auch sagen, dass diese Dienstleistung wie bei anderen auch "im Bundle" verrechnet wurden.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    laut "Handbuch der Brief- und Fahrpost in Österreich-Ungarn" von Kainbacher war zum 1.8.1842 die Gebühr für Auf- und Abgaberecepissen abgeschafft worden.


    Gruß
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • https://books.google.de/books?…TAhVpJpoKHWzsDxsQ6AEILDAC


    Abend,
    Recomandierte franco Brief 10 kr, nicht frankierte 15 kr.


    Nr 3 Retour Rezepisse
    zahlt immer der Absender
    5 Kr Postbezirk, 10 Kr alle andere.


    1842 war das Rezepisse Gebür 2 – 3 Kr abgeschafft, welches Postler behielten für Schein ausfüllen, eintragen in Postbuch, überbringen..
    LG A

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

    Einmal editiert, zuletzt von Filigrana ()

  • Liebe Freunde,


    hier habe ich eine Recepisse von 1830 aus Wien an den Magistrat in Lemberg (Kronland Galizien).

    Handelt es sich um eine Retour- oder Abgabe-Recepisse? Da die Bezeichnung Retour fehlt, tippe ich auf eine Abgabe-Recepisse.

    Die rückseitige Taxierung, wohl für das in Wien aufgegebene Reco-Schreiben, mit 28 / 9 kann ich nur teilweise interpretieren.

    28 Kr. CM entsprachen der Taxe für einen Brief >18 Posten bei einem Gewicht von 1/2 - 1 Lot.

    Wie kommt aber auf 9 Kr. CM Reco-/Schein-Gebühr?



    Gruß

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Hallo Michael,


    der Bruch in Rötel ist keine Taxierung, sondern die Wiederholung des Datums, an dem der Empfang des Schreibens bestätigt wurde: 28. September. Das gleiche Phänomen kenne ich auch von bayerischen Retour-Rezepissen. Womit auch die andere Frage vielleicht beantwortet wäre: Ich halte das Stück eher für ein Retour- als für ein Abgabs-Rezepisse.

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Wie ich sehe, gibt es hier reichlich Diskussionen zu österreichischen Aufgabsrecepissen. Da kann ich reichlich mithalten. Heute einmal eine Recepisse, mit der am 29.10.1834 die Aufgabe eines Paketes nach Hof von der K.K.Gränz-Postwagens-Expedition bescheinigt wird.



    Viele Grüße

    Ingo