Österreich Postscheine

  • Hallo Freunde


    Erstaunlich - kein Thread für Postscheine aus Österreich?
    Naja, so viele habe ich auch nicht.


    Nicht lange her hatte ich eine Möglichkeit die ich greiffen musste.
    Hier ein Retour Recipisse der in Wien August 1864 nach Nürnberg abgeschickt war. Leider hat den Recepisse kein Ankunftsdatum.
    Die Marke ist die Nummer 33.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    hübsch, vor allem die eingeprägte Adresse des Absenders - habe ich das Stück nicht vor kurzem irgendwo im Angebot gesehen?


    Viele Grüße aus Erding!

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Hallo Nils,


    Die österreichsiche Formularen sind sehr interresante Gebiet. Das gezeigte Stück ist ein sog. Briefpost Retour-Recepisse. Für diese Zwecke wurden in diesem Zeit allgemein in ganz Österreich - und so in Ungarn auch - ein Formular mit Drucksorte-Nummer 226 verwendet. Siehe meine Beilage.


    In dem gezeigten Stück ist interresant, dass in Wien wurde schon eine separate Formular verwendet, welche hatte das Nummer 479.


    Viele Grüsse aus


    Ungarn

  • Hallo zusammen


    Zwei Postmeister Rec(z)episse aus Březnice für ein rekommandiertes Schreiben nach Wien/ 20.8.1839 über welchen ich mit einen Tschechischen Kollegen Gestern diskutiert habe. Alle Punkte haben wir nicht gelöst, vielleicht kennt sich jemand von euch hier besser aus und kann ihm helfen..


    1, Böhmische Aufgabe Ort, auf diesen Recepissen Postmeister Vordrucken und auch handschriftlich – Bržeznitz. In Böhmen wahr die Amtssprache Deutsch, nicht immer ist einfach festzustellen um welchen Ort es sich handelt, da die Übersetzung von Tschechischen Ortsnamen und auch die Schreibweise in Deutsch oft schwierig wahren.
    https://www.google.de/url?sa=t…HJp7dlTK73FlCBggEHT7UJqjg
    Hier lesen wir Bresnitz. Aber danke Stempel Katalog für Böhmische Land wahr es möglich damalige Schreibweise bestätigen. Bis 1850 schrieb man dieses Namen Ort - Bržeznitz.
    Ab 1798 gab ist hier k. k. Briefsammlung für Rokycany, bis 1840.
    Also Absender Ort haben wir richtig.


    2.Franco welche Absender zahlte wahr auf die Aufgabs - Rezepisse mit 1f 12x notiert.
    Was steht da neben handschriftlich?
    Eine Gewichts Angabe auf diesen Vordruck gibt es nicht. Zwischen Bržeznitz und Wien haben wir circa 265 - 270 Km. Österreichische Post zählte damals die Entfernung nach dem Zahl von die Poststationen. Von eine zur andere wahren es 8000 Klafter, also circa 15,17 Km. Nach dem Posttarif welches ab 1817 bis 1842 gültig wahr, bei Entfernung von 16 – 18 Poststationen wiegte dieses Schreiben 3 Loth.


    3.Recepissgebühr – 2x, wahr erst ab August 1842 bei Österreichische Post abgeschafft.
    Postmeister Vordrucken welche sich die Postmeister auf eigene Kosten drucken lasen, wahren sehr unterschiedlich.
    Bei Aufgabs – Rezepisse allgemein für ein rekommandiertes Schreiben (man sieht es hier schön auch auf dem Vordruck) verlangte Post getrennt 4x für die Rekommandation selbst und 2x Gebühr von Absender.
    In der Fall wen Absender Retour – Recepisse wünschte, zahlte Empfänger 3x für das Schein, Gebühr 2x würden von Absender und auch Empfänger verlangt.
    So wie gezeigte Aufgabs – Rezepisse hier ausgefüllt wahr, schaut es so aus das der Absender komplett ganze Kosten zahlte: Franco für das Schreiben, Rekommandation aber auch Retour, insgesamt 1f 30x.
    An die Stelle von Rezepissgebühr sind 14x notiert. Wie kommt man an die Summe?
    Wenn wir für Aufgabs – Rezepise 4x + 2x und für Retour 3x +2x + 2x alles zusammen rechnen kommen wir nur auf 13x insgesamt!?
    Auf die Retour – Recepisse ist gedruckt außerdem auch – Bezahlt nichts.


    4.Rückseite – in Wien ist das Schreiben und auch der Retour – Recepisse am 28-ste angetroffen und Empfänger übergeben. Für was steht der kl. Stempel 6/? - kennt es jemand?


    LG A

  • Hallo Filigrana


    In Österreich waren Dienstbriefe entweder Portofrei, Halbporto/Halbfranko oder Portopflichtig.


    Die Sendung hier war 1/2 Franko ( sehe Vermerk) bezahlt weil der Empfänger Portobefreit war.


    Bei Recepisse musste der Brief-Absender 2 Kr an Postmeister bezahlen. Warum es zu 14 Kreuzer erhöht ist weiss ich nicht.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Guten Abend Nils
    danke. Irgendwie passt es nicht ganz..
    Falls eine private Person ein Brief an Portofreie Absender schichte zahlte er Hälfte von Franco. Eine Taxe von 2f 24x haben wir aber nicht.


    Ich denke das Halbporto gab es nicht.
    LG A

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Adriana,

    Zitat

    An die Stelle von Rezepissgebühr sind 14x notiert. Wie kommt man an die Summe?
    Wenn wir für Aufgabs – Rezepise 4x + 2x und für Retour 3x +2x + 2x alles zusammen rechnen kommen wir nur auf 13x insgesamt!?

    Eine Retourrezepisse kostete damals 12x und die Aufgaberezepisse 2x, diese wurden dann zusammen als 14x in einer Zeile notiert.
    Dazu kamen dann noch 4x Reco-Gebühr und das Briefporto.


    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Hallo Filigrana


    Ich verstehe deine Antwort nicht ganz.


    Klar gibt es Halbporto, ich habe schon selbst Halbporto Dienstbriefe wo der Empfänger bezahlen musste. Halbfranko ist viel seltener.

    Was man mit 1/2 Franco gemeint hatte war nicht das man die halbe Frankoteil bezahlen musste, sondern die Hälfte von gesamte Briefgebühr - also gesamte Frankoteil. Eigentliche Briefgebühr wäre also 2 Gulden 24 Kreuzer.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Michael,
    daran dachte ich auch schon, aber kam die Änderung nicht erst in Jahr 1842 für Retour Rezepisse? 6x oder 12x je nach Entfernung, hier schon in Meilen?



    Nils,
    kenne Dienstbriefe kaum..
    Ein Portofreie Empfänger ist hier zum vermuten.
    Lese gerade Anordnung aus dem Jahr 1818:
    Falls ein Brief an eine Behörde adressiert ist welche Portofreiheit geniest, zahlt der Absender ½ Briefporto. Wie du schon schreibst, ganze Briefporto wehre dann 2f 24x – das gab nicht.


    Kann natürlich sein das ich mich irre..
    Danke A.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

    Einmal editiert, zuletzt von Filigrana ()

  • Hallo Filigrana,

    Zitat

    daran dachte ich auch schon, aber kam die Änderung nicht erst in Jahr 1842 für Retour Rezepisse? 6x oder 12x je nach Entfernung, hier schon in Meilen?

    laut der Vorphilafibel von Jungwirth galten diese Gebühren schon mit dem Tarif von 1817. Die Gebühren von 6x (bis 10 Meilen) und 12 x (über 10 Meilen) für die Retourrezepisse galten ab 1.8.1842. Dafür war die Rezepisse dann frei.


    Viele Grüße
    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

  • Danke Michael! :thumbsup:
    Ich glaube das ich es endlich verstanden habe..hab nicht aufgepasst um welche Recepiss es sich handelt und für was er ausgestellt wahr..
    Eine Retour Rezepisse für ein rekommandiertes Schreiben kostete 12x.
    LG A

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo


    Fahrpost Retour Recepisse/ Čechtice
    Ein kleine Ort, welches ein Postamt erst ab 1.5.1841 beckommen hat.
    Von hier würde am 20.10.1849 ein Racket mit ??? im Wert von 35f und 5 Pfund schwer geschickt - nach Venedig. In Venedig hat man diese Packet Empfänger nicht übergeben, aber in Vicenza am 11.11.1849.
    Kann jemand etwas zur die Taxen auf Rückseite hinzufügen?
    Danke A.

  • It is not easy to understand the numbers on the back: maybe Venezia is the word cancelled. Usually they were asking 1 Kr for the delivery of the avviso di giacenza and 2 Kr for the delivery at home till 3 pfund of weight. The post regulation write this but I thinK that locally the rate could have been different, just like for the letters. Anyway the document it is interesting because of the handstamp without the date: what mark were using on the letters in 1849 in Czechtitz?


    For example in Mel in 1852 the were using for cancellation the handstamp in italics with date but on the office paper we still find the old napoleonic mark introduced in 1833 and not used anymore on the letters since 1840. It was still in the office at it looks almost new!


    70/100 are: 50/100 for flat fee + 10/100 for the weight + 10/100 for the value on the II distance


    Francesco

  • Hallo
    Wenn ich nur verstehen würde was der gute Mann schreibt – fragt... :rolleyes:
    Kann mir bitte jemand seine Frage korrekt übersetzen.
    Danke A.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt


  • Auf allgemeinen Wunsch einer Einzelnen ;) : Die Zahlen auf der Rückseite sind nicht leicht zu verstehen; vlt. hat man Venezia gestrichen. Üblich war 1 Kr. als Bestellgeld, 2 Kr. für die Bestellung nach Hause bis 3 Pfund Gewicht. Das gab die Vorschrift vor, aber die lokale Rate konnte unterschiedlich sein, wie bei den Briefen auch. Egal, das Dokument ist wegen seines datumslosen Stempels interessant. Welchen Stempel benutzte man bei den Briefen von Czechtitz im Jahre 1849?
    Zum Beispiel war in Mel 1852 für die Entwertung des Stempel in italienischer Sprache mit Datum im Einsatz, nur im Innendienst findet sich immer noch der alte, napoleonische Sempel von 1833, der seit 1840 nicht mehr auf Briefen vorkommt. Der Stempel war immer noch im Betrieb des Amts und sieht fast neu aus.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph,
    hast es aber gedauert! :D Danke.. :)


    Danke Francesco,
    vermutlich hast du recht und auf die Rückseite Bestellgeld notiert sind.


    Ich hab leider keine Literatur zur Recepisse, also kann ich nur so viel beitragen wie viel ich bei der Vergleich mit anderen gesehen habe.


    Auf die Rückseite ist ein Stempel von Amt welches ihm für Post in Čechtice herausgegeben hat. Solche Recepisse sind in allgemeinen Text, also ohne Orts Namen. Entweder hat die Aufgabe Post handschriftlich oder mit Stempelabschlag das Aufgabe Ort hier notiert.
    Viele Sammler machen Fehler, weil die Stempel Katalog aufschlagen. Das die Fahrpost ein Stempel von Briefpost übernommen hat, war selten der Fall. Oft sind die Stempel neu hergestellt worden, aber oft nach dem Vorbild dehne welche Briefpost nutzte. Von Ort zur Ort unterschiedlich.


    Die Briefpost in Čechtice hatte ein Stempel mit Tag und Monats Angabe.
    LG A

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Filigrana,


    I don't understand very well what you were answering. Anyway the retour receipt you were posting it's interesting also for me because in the LV the registration rate was 6 KR instead of 4 KR. Maybe already Ralph was explaining everything but 14 KR was the RR rate (= a simple letter= 12 KR) including 2 KR for the delivery rate. (???)


    If this is true it means that the delivery fee was possible to be paid also by the sender and not only by the addresse. Is it possible? [Blockierte Grafik: http://www.lafilatelia.it/forum/images/smilies/39.gif]


    [Blockierte Grafik: http://www.lafilatelia.it/forum/images/smilies/ciao.gif] Francesco

  • Dear Francesco,


    I translate your answer for Filigrana (in real life Adriana):


    Filigrana,


    ich verstehe nicht sehr gut, was du geantwortet hast. Trotzdem ist der Rückschein, den du zeigst, sehr interessant für mich, weil in Lombardei - Venetien die Einschreibegebühr 6 Kr. war, statt 4 Kr. wie sonst. Vlt. hat Ralph schon alles erklärt, aber 14 Kr. war die Rate für einen einfachen Brief von 12 Kr. plus 2 Kr. für die Ablieferung.


    Wenn das richtig ist, bedeutet das, dass die Ablieferungsgebühr (Bestellgeld) vom Absender oder vom Empfänger zahlbar war. Ist das möglich?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Ralph,


    thanks for your kindness. Anyway the question was not only for Adriana but everyone who can give his help.



    CIAO


    P.S. For the first time I'm using the QUICK REPLY, let's see what happens.


    Francesco

  • Hello Francesco,


    as it is not my special interest, I can´t tell you unfortunateley anything about it - I can only guess.


    But Adriana is a busy youngster - if anyone can find out anything, it will be her (I hope I don´t have to translate this into German). :D

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus