Badische Postablagen

  • Hallo zusammen,


    meine Heidelberger Postablagen-Belege haben Zuwachs bekommen: nicht wie im gewünschten Umfang, aber immerhin …
    Von vorne: am letzten Wochenende hielt mein Freund Franz Willhuber die 44. Vereinsauktion der Briefmarkenfreunde Philippsburg ab. Wie immer fast ein "Pflichttermin" für Heimat- (Baden) -Sammler aus unserer Region. Unter anderem waren zwei der drei in meiner Sammlung fehlenden Heidelberger Postablagen angeboten. Darunter die seltenste aus Friedrichsfeld, die ich ausführlich besichtigen konnte: die 3-Kreuzer-Marke MiNr. 24 auf dem Brief von 1870 nach Bretten war abgelöst und etwas dilettantisch wieder fixiert worden - der Ausrufpreis von immerhin 185 Euro schien mit recht ambitioniert (wenn man bedenkt, dass der Brief ohne den Stempel in der Drei-Euro-Kiste bestimmt liegen geblieben wäre) …
    Aber was dann kam, als das Los 547 zum Ausruf kam, war eigentlich nicht zu erwarten: ein Zuschlag bei 430 Euro! Es fiel mir nicht leicht, aber ich musste das Los einem - wie ich im Nachhinein erfuhr - Friederichsfeld-Heimatsammler überlassen. Klar: für den war der seltene Stempel noch wichtiger als für mich …


    Aber da ich hier nicht nur eine Katalogabbildung zeigen will, möchte ich meinen "Erfolg" bei der anderen seltenen Postablage in Schlierbach dokumentieren (bei Sem übrigens mit 75 Euro als Nebenstempel genau so hoch wie der Friedrichsfelder Stempel bewertet). Auch dieser Brief hat deutlich sichtbare Defizite, aber ich bin durchaus nicht sicher, ob ich noch einmal einen besseren finde.
    Meine sicher schönste Neuerwerbung aus Philippsburg ist der dritte Beleg: ein Briefumschlag U12, in den Briefkasten in Rohrbach eingeworfen - Uhrrad 1 -, vom Landbriefträger zur Postablage Kirchheim getragen, von dort im Bahnhof Kirchheim bei der Bahnpost abgegeben und nach Freiburg befördert.


    Viele Grüße
    Alfred (balf_de)

  • Hallo liebe Freunde, hallo balf_de ,


    schöne Stücke von dir ...



    quasi als "Nachschlag" zu meinem in post 32 gezeigten Brief hier nochmals Dinglingen Postablage Altenheim. :)


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • hallo zusammen,


    da dümpelte ein Postablage-Stempel von Grötzingen in der Bucht, der auf dem Umschlag ordentlich abgeschlagen war. Interessiert hat mich dann aber noch der Zusatz: aversirt. Kannte ich nicht und meint wohl aversioniert. Das war aber erst die halbe Wahrheit, wie sich nach Erhalt des Beleges herausstellte.


    War es doch ein Schreiben des Gemeinderates von Steinbach an das Großherzoglich Badische Bezirksamt Bühl, in Steinbach am 3.7.1870 aufgegeben und in Bühl am gleichen Tag eingegangen. Den Text links unten kann ich nicht entziffern.



    Inhaltlich ging es um eine Bitte der Gemeinde Steinbach über eine Verhandlung zur Frage, ob die Gemeinde Grötzingen entweder für die Auswanderung, oder aber die Alimentierung eines sich in Steinbach aufhaltenden Knaben aus Grötzingen aufzukommen hat.



    Das Bezirksamt Bühl faltete die Hülle um, adressierte neu an das Bezirksamt Durlach und sandte das Schreiben am 5.7.1870 weiter. Dieses forderte nun den Gemeinderat Grötzingen am 7.7. zur Stellungnahme innerhalb 8 Tagen auf und sandte es nach Grötzingen. Dort beantwortete man das Schreiben, ergänzte oben "vom Gemeinderath Grötzingen" und gab es wieder zur Rückleitung nach Durlach. Es erhielt den Ellipsenstempel
    DURLACH / POSTABL. / GRÖTZINGEN :)
    und den Eingangsstempel von Durlach 11.7.1870.



    Wie die Sache weiterging ist nicht dokumentiert ;(


    besten Gruß
    stampmix

    3 Mal editiert, zuletzt von stampmix ()

  • Hallo stampmix,


    links unten steht:
    Staatsdienstlich
    v. BmstrAmt Steinbach


    Viele Grüße aus Erding!

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Hallo Sammlerfreunde,


    normalerweise würde man einen Bayernbrief wie den anbei eher als mittelmäßig einstufen, schlechter oMR-Abschlag, Marke an drei Seiten tangiert, nicht datierbar, kein Inhalt. Aber als IM-Beleg mit einer badischen Postablage als (alleinigem) Ankunftsabschlag kommt das dann doch schon etwas anders daher als gewohnt und gar häßlich ist die Sache jetzt auch wieder nicht. Insofern kommt der Beleg auf jeden Fall mal zur Sammlung, in der Hoffnung auf irgendwann einmal ein besseres Stück...was wahrscheinlich nicht so einfach zu realisieren sein wird....schaun wir mal.


    Vorliegend ist es der Abschlag Osterburken - Postablage Rosenberg, welche lt. Adressierung dem - etwas weiter südwestlich von Osterburken liegenden - Amt Adelsheim zugeordnet sein sollte. Das passt allerdings A) eindeutig nicht zu dem abgeschlagenen Postablagestempel mit der Postexpedition Osterburken als Taxe und B) waren nach den mir vorliegenden Informationen der Postexpedition Adelsheim zwei ganz andere Postablagen unterstellt, nämlich jene am Badischen Bahnhof Adelsheim (25.08.1866 - 31.12.1871) sowie in Sennfeld (01.05.1851 - 31.12.1871).


    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • Hallo Pälzer ,


    ein schönes und seltenes Stück - Glückwunsch. Als Bayern und auch Postablage (Baden)

    Sammler hätte ich ihn auf jeden Fall auch mitgenommen - zudem ist das Siegel auch noch

    perfekt erhalten.


    Viele Grüße

    Stone

    Seien wir nicht abergläubisch, das bringt nur Unglück.

  • Hallo Stone,


    vielen Dank. Nebenbei gefragt, da Du die badischen Postanlagen kennst und ich mich wegen dem Beleg mit Osterburken beschäftigt hatte: Gab es zu dieser PE evtl. noch weitere außer jene von Rosenberg ?


    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • Hallo Stone,


    vielen Dank, solche Unterlagen kann man immer wieder mal gebrauchen. Die Postablage Rosenberg der PE Osterburken hatte es noch nicht, die kann man ja jetzt ergänzen und im Großen und Ganze wird es weiter hilfreich sein.


    Beste Grüße :thumbup:

    vom Pälzer