Infla Portoperiode 15 vom 01.08.1923 - 23.08.1923

  • Hallo,

    Wer speziell Inflabelege sammelt sollte unbedingt den Infla-Band 44 ( Inflationsbelege) besitzen.

    Diese Beiträge von Gustav Kobold ca 1936 geschrieben gehen auf die Besonderheiten bei Inflationsbelegen ein.

    Ich erlaube mir ein Vorwort und die Kobold damals bekannten Belege mit Steuermarken hier einzustellen. Im Band noch mehr Seiten zum Thema.

    Beste Grüße Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von BaD (13. Januar 2024 um 11:30)

  • Hallo Norbert,

    Das ist vollkommen klar, man kann und muss nicht von jeden Gebiet Kenntnisse haben.

    Ich finde es toll das du den Brief gesehen hast und da er dich interessiert hat hier eine Frage eingestellt wurde. Dazu sind Foren da!

    Beste Grüße Bernd

  • Raunheim 13.08.1923

    Notmaßnahme über 75.000 Mark für einen Standard Fernbrief.

    Der Absender war aus Hassloch bei Raunheim, heute Ortsteil von Rüsselsheim (Kreis Groß-Gerau).

    Ein Schnapper aus dem Internet.

    So eine Darstellung einer Notmaßnahme war mir bis dato für mein Sammlungsgebiet RÜSSELSHEIM (Plz 609x) unbekannt.

  • Raunheim 13.08.1923

    Notmaßnahme über 75.000 Mark für einen Standard Fernbrief. ...

    So eine Darstellung einer Notmaßnahme war mir bis dato für mein Sammlungsgebiet RÜSSELSHEIM (Plz 609x) unbekannt.

    hallo Manfred,

    eine "Gebühr bezahlt" in der PP15 habe ich bis dato nicht gekannt.

    Danke fürs Zeigen
    Michael

  • Hallo,

    Gebühr Bezahlt auf Briefen sind in der PP 15 selten, da es erst am 24.8. erlaubt wurde.

    Mit dem Wort " Schnäppchen" sollte man vorsichtig sein, der Brief ist natürlich nicht vom 13.8.23 ( PP15), da betrug die Gebühr für einen Fernbrief 1 000 Mark in der zweiten Stufe 1200 Mark.

    Die 75 000 Mark gehören in PP 17 vom 1.9. -23.9.1923 , in dieser waren solche Notmaßnahmen normaler Postalltag. Der Stempel ist beim Monat falsch eingestellt, immer erstaunlich das der Beamte das nicht sah.Der Brief ist für den Heimatsammler trotzdem interessant.

    Beste Grüße Bernd

  • Hallo Bernd,

    vielen Dank für den Hinweis auch wenn ich jetzt etwas "enttäuscht" bin - von dem Beleg und mir. War jetzt so happy das ich den Beleg überhaupt nicht angezweifelt und weiter kontrolliert habe da ich ja auch weitere Belege um diese Tage herum habe.

    Wurmt mich schon etwas 🙄

    Zumal ja auch noch 2 Postbeamte den Beleg quittiert hatten und sicherlich auch so in ein Kassenbuch eingetragen haben.

    Schnapper war es wegen dem Preis für ca. 8 Euro in Delcampe.

    Gut - genommen hätte ich es auch wenn ich es gewusst hätte. 😅

    Ankunftsstempel ist natürlich keiner d'rauf.

    Grüße Manfred - der...

    ... Heimatsammler RÜSSELSHEIM

    ... Motivsammler Fa. OPEL

  • Hallo zusammen,

    heute bemühe ich einmal die "Aktuellen Berichte" der KOS Homepage, dort habe ich im Jahre 2015 über den gezeigten Beleg etwas zusammengetragen, viel Spaß.

    Gaienhofen, ein kleines Dorf mit gerade einmal 263 Einwohnern um die Jahrhundertwende, lag im Großherzogthum Baden und gehörte dem Kreis Konstanz an. Der Ort liegt an der Ostseite der Halbinsel Höri am Untersee, ihm gegenüber der Schweizer Ort Steckborn und die größte Insel im Bodensee, die Reichenau.

    Die Reichenau nennt man auch die "Gemüseinsel", bedingt durch das milde Klima am Bodensee, mit der sehr hoher Anzahl von Sonnentagen im Jahr, sind hier bis zu 3 Ernten von Gemüse im Jahr möglich. Zahlreiche Maler und Dichter haben sich in der Gegend des Untersee's um Gaienhofen herum niedergelassen, der berühmteste von ihnen war wohl der Nobelpreisträger Hermann Hesse, der von 1904 bis 1912 in Gaienhofen lebte.

    Die Postversorgung von Gaienhofen erfolgte ab dem Jahre 1860, damals war das Dorf "Landpostort" der Poststelle in Radolfzell, daraus wurde 1864 eine Postablage bis der Ort 1872 eine Postagentur erhielt. Diese Postagentur wurde im Jahre 1881 wieder geschlossen und das Dorf wurde von der Poststelle in Horn versorgt zu dessen Landbestellbezirk Gaienhofen kam.

    Der Grund der Schließung durfte wohl im Postaufkommen liegen, was wohl keine eigenständige Postagentur rechtfertigte. Im Jahre 1876 gingen 3200 Briefpostsendungen in Gaienhofen ein (entspricht ca. 9 am Tag) und es wurden aus dem Ort 2900 Briefpostsendungen verschickt ( ca. 8 am Tag), Pakete gingen 1876 ganze 50 ein und es wurden 40 verschickt, das war wohl der Grund der Schließung.

    Im Jahre 1909 wurde wieder eine Postagentur in Gaienhofen eröffnet, dies war wohl auch der Start des KOS in Gaienhofen, der mir derzeit ab dem 15.9.1909 bekannt ist, die letzte derzeit bekannte Verwendung datiert vom 24.8.1930

    Auslandsbrief der I. Gewichtsstufe von Gaienhofen nach Budweis in der Tschechoslowakei vom 23.8.1923

    Dies war der letzte Tag der Portoperiode die vom 1.8.-23.8.1923 ging, das zu entrichtende Porto betrug 3000 Mark. Vorderseitig wurden 2000 Mark verklebt, das nette kommt auf der Rückseite.............

    ............ 1000 Mark verklebt als 25er Bogenteil vom Eckrand der 40 Mark Freimarke, eine wirklich nette Verwendung. Nun gilt es, zeitlich passt es ja, einen Beleg mit KOS aus Gaienhofen zu finden mit dem Absender Hermann Hesse.

    So, nun noch ein wenig warten bis das Thermometer ein paar Grad mehr anzeigt dann ab auf's Rad

    Sonnige Grüße aus Südhessen
    Dieter

  • Drucksache vom 14.08.1923 aus Frankfurt, in die Tschechoslowakei.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

    Das Leben ist zu kurz um sich darüber zu ärgern, was andere über dich denken oder sagen

    also hab Spaß und gib ihnen etwas worüber Sie reden können

    scheinbar ist ihnen ihr eigenes Leben zu langweilig

  • Brief vom 04.08.1923 aus Emden nach Borkum, per Eilboten, 1.000 Mark der Brief, 2.000 Mark Eilboten, Schöne MEF 3, der 1.000 Mark Queroffset.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich

    Das Leben ist zu kurz um sich darüber zu ärgern, was andere über dich denken oder sagen

    also hab Spaß und gib ihnen etwas worüber Sie reden können

    scheinbar ist ihnen ihr eigenes Leben zu langweilig