• Lieber Martin,


    bei der 1x rosa gibz es keine Typen, nur Platten. Hier die übliche Platte 1, weil die Platte 2 erst im Spätsommer 1862 heraus kam.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    „Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“

    Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)

  • Hallo Sammlerfreunde,

    zu später Stunde noch ein eben fertiggestelltes Blatt für meine Sammlung.

    Unlängst war doch tatsächlich ein passendes Streifband im Angebot, welches zu meiner Teilbarfrankatur passt. Ich konnte nicht Nein sagen.

    Gruß

    bayernjäger





  • Hallo,


    ich bereite gerade einen Artikel für den nächsten Rundbrief über den Postverkehr zwischen Bayern und Belgien bis 1852 vor.

    Bei diesem Irrläufer aus Augsburg nach Francomont vom 10.8.1833 ist mir jedoch noch einiges unklar (auf der Rückseite befindet sich lediglich der Ankunftsstempel von Verviers).

    In Augsburg wurde Francomont wohl versehentlich Frankreich zugeordnet. Daher wurde der Rayonstempel C.B.R.3. abgeschlagen. Eine bayerische Taxe wurde nicht angeschrieben, da Bayern mit Frankreich im Paket abrechnete.

    In Straßburg wurde der Irrtum zunächst nicht bemerkt, denn neben dem Eingangsstempel wurde auch der Taxstempel 7 gestempelt (Frankreich verlangte 7 Decimes vom Empfänger als Auslandsanteil). Nachdem die Fehlleitung zutage trat, wurde handschriftlich pres Verviers, Belgique ergänzt. Wohin wurde der Brief nun jedoch weitergeleitet?

    Zurück nach Bayern wohl kaum, denn dann müsste für die erneute Absendung nach Belgien eine bayerische Taxierung vorhanden sein sowie ein zusätzlicher Stempel von Augsburg.

    Ich vermute, dass der Brief über Givet und Dinant direkt Belgien zugeleit wurde. Hierfür belastete Frankreich 7 Decimes. Dies entsprachen aufgerundet ca. 45 Cent + 20 Cent Inland von Dinant nach Verviers (60-100 km) = 65 Cent.

    Was bedeutet jedoch 6 1/4 Augsburg? Hat Straßburg rote Tinte verwendet?

    Oder handelt es sich um rote preußische Taxierungen. Auch eine Weiterleitung über Preußen wäre möglich gewesen?


    Grüße von liball

    Einmal editiert, zuletzt von liball ()

  • Hallo Karl,


    eigentlich ein Brief für mein Contra-Sammlung ... ^^^^


    Strasbourg schrieb nicht in roter Tinte und hätte dann auch "Augsbourg" geschrieben, nicht "Augsburg" wie hier, damit ist diese These vom Tisch, aber sicher hat Preussen das in rot geschrieben, denn da steht ja 6 1/4 Augsburg und Bayern und Frankreich kannten keine Viertelungen ihrer Währung - aber Preussen als 6 1/4 Groschen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    „Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“

    Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)

  • Hallo,


    vielen Dank für eure Kommentare.

    Wie Ralph geschrieben hat, ist davon auszugehen, dass Frankreich den Brief an Preußen weitergeleitet hat. Dann ist sicher, dass Preußen 7 gGr. gegenüber Belgien belastet hat. Dies entsprach 55 Cent + 10 Cent Inlandporto = 65 Cent Gesamtporto.

    Die 7 gGr. könnten sich zusammensetzen aus 4 Decimes (= 2,75 gGr.) französischem Inlandsporto von Straßburg bis zum Grenzaustritt bei Forbach (81-150 km) + 4 1/2 gGr. preußischem Transit.

    Bei der Abrechnung mit Belgien spielten die 6 1/4 gGr. Augsburg keine Rolle, denn abgestrichen von Belgien wurde nur die 7.

    Da Frankreich den nicht annullierten Auslandsanteil an Bayern von 7 Decimes nicht kassieren konnte, wollten sie dies von Preußen einheben mit dem französischen Porto bis Straßburg von 2 Decimes. 9 Decimes ergeben 6 1/4 gGr., die Preußen wiederum Augsburg belastete.

    Vielleicht hat jemand auch eine ganz andere Interpretation.


    Grüße Karl

  • Hallo Karl,


    besser kann man das nicht aufdröseln und ich kenne noch 2 oder 3 ähnliche Briefe aus vergleichbarer Zeit, da ging es auch von Strasbourg über Forbach-Saarbrücken weiter über Preußen nach Norden; so wird das hier auch gewesen sein.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    „Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“

    Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)