Sachsen - Österreich im DÖPV

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Unfrankierter Brief von Dresden (Sachsen) über Wien nach Mailand
    (Lombardei / Österreich) vom 15. Juli 1857. An Porto wurden 12 Kr.
    C.M., dies entspricht 15 Kr. rh., angeschrieben. Durchgangsstempel
    Wien vom 16. Juli und Rahmenstempel, den ich nicht kenne, auf der
    Siegelseite.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammelfreunde


    Porto-Charge-Briefe sind immer was besonderes, so wie dieser:


    Am 05.04.1861 in Dresden aufgegeben ging es nach Wien. Erst wurden 19/20 Loth - später 1 2/20 Loth gewogen. Für ersterem Gewicht wurden scheinbar auch 30 Neukreuzer notiert, welche sich aus 15 Neukreuzer Porto + 5 Neukreuzer Ergänzungsporto + 10 Neukreuzer Rekommandierungsgebühr zusammen setzen.
    Da beim Nachwiegen die 2. Gewichtsstufe nun zu berücksichtigen war, kamen noch weitere 20 Neukreuzer (15 Porto + 5 Neukreuzer Ergänzungsporto) hinzu.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Magdeburger,


    ich würde hier nicht ausschließen, dass man den Brief zuerst korrekt taxiert hatte und aufgab, dann der Absender ihm etwas beifügte und er danach etwas schwerer wurde.
    Das war wohl nur möglich, weil er noch nicht abspediert worden war und ich kenne diese (in Bayern hießen sie "reclamirt") Briefe in ganz wenigen Fällen.


    Glückwunsch zu dieser doppelten (oder dreifachen?) Seltenheit. :P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Freunde,


    diesmal nichts aus Bayern, sondern aus Sachsen:


    Zierbrief (Kuvert) mit einer Nr. 10a vom 11.3.1861 aus Treuen in den Postverein nach Außig in Böhmen.
    Vorderseitig mit farblos geprägter Randleiste mit völlig intakter Prägung und rückseitige Klappen mit Zierschnitt.


    Es handelt sich diesmal nicht um einen Damenbrief, sondern wohl um einen Brief, den eine Dame an den "Herrn Schilbach in Aussig in Böhmen" geschrieben hat. In der linken Ecke unten hat sie dann noch vermerkt "Eigenhändig zu eröffnen". (Leider ist der Inhalt nicht mehr vorhanden, wäre sicherlich interessant gewesen.)


    Das einzige, was die Optik des Briefes ein wenig trübt, ist der durchscheinende Siegelfleck auf der Vorderseite.


    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Lieber Wolfgang,


    dein Ausflug auf fremdes Terrain ist aber wunderschön - herzlichen Glückwunsch zu diesem Traumbriefchen. :P:P


    Das mit dem Durschlag bekommt der Fachmann spurlos weg ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Wolfgang, lieber Ralph,


    dein Ausflug auf fremdes Terrain ist aber wunderschön - herzlichen Glückwunsch zu diesem Traumbriefchen. :P :P


    Da stimme ich Ralph voll und ganz zu.


    Das mit dem Durschlag bekommt der Fachmann spurlos weg ...


    Hier nicht! Ich habe ein ähnliches Problemchen erst jüngst unbearbeitet zurückbekommen, weil ohne Gefahr, noch größeren Schaden anzurichten, nichts zu machen war. Vielleicht gibt es auch brachialere Restauratoren, die dabei keine Skrupel hätten, aber ob man denen was anvertrauen mag, ist wieder eine andere Sache.


    Liebe Grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber Peter,


    akademische Papierrestauratoren werden hier das eingezogenen, fette Medium mild zu extrahieren versuchen, um dem Papier seinen einstigen Eindruck wieder zu geben. Das kann nicht jeder ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    akademische Papierrestauratoren



    ]Genau ein solcher war der meine, und der traute sich nicht.


    Liebe Grüße von maunzerle :thumbsup:[/size]

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Lieber Peter,


    nach der Gausschen Normalverteilung gibt es auch unter dieser Spezies solche und solche, also Götter und die, die es gerade so geschafft haben. Nur sind hier die Götter seltener und teurer, wenn man ihre Dienste in Anspruch zu nehmen gedenkt. Aber das Risiko bleibt bestehen und ich denke, dass der liebe Wolfgang gut daran tut, ihn so zu lassen, wie er ist, denn er hat ihm so gefallen und so kann er ja auch bleiben (wenn sich nichts verschlimmert mit dem Siegel).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    genauso habe ich das auch vor.


    So sehr stört mich der Siegelfleck nun auch nicht. Da gibt es doch schlimmere Flecken auf unseren alten Briefen.


    Ich lasse den Brief, so wie er ist. Allerdings habe ich schon direkt nach dem Kauf - und das ist schon eine Weile her - einen dünnen Karton in den Umschlag eingelegt, um zu verhindern, dass sich der Fleck weiter ausbreitet oder verstärkt.


    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Lieber Ralph,


    Wenn Du mir einen sagen kannst, der es hinbringt, dann würde ich es mit meinem Brief (Thread "9 Kreuzer grün - Erstauflage - Juli-Stempel", post 7) nochmals versuchen, denn mich stört der Fleck schon erheblich. Ohne Fleck würde ich den Brief auch in die Sammlung aufnehmen. So war er nur ein Schnäppchen. Den seinerzeitigen Tipp hatte ich von Oliver. Sie waren dort auch sehr bemüht, trauten sich letztendlich aber doch nicht heran.


    Liebe grüße von maunzerle :thumbsup:

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Liebe Freunde,


    da kann ich dem Peter nur voll und ganz zustimmen.
    Zumindest der Restaurator den ich empfohlen habe macht nur dann etwas wenn es wirklich hilfreich ist und hat eine hohe "Ethik" gegenüber den historischen Belegen...


    Wenn die etwas nicht machen, dann hat das sicher seinen guten Grund, jedenfalls kann ich das aus eigener Erfahrung nur bestätigen :):)

    Beste Grüsse von
    Bayern Social




    "Sammler sind glückliche Menschen"

  • Liebe Sammelfreunde


    der nachfolgende Umschlag erreicht mich nach wochenlangen Irrwegen der Post - Laufzeit ca. 4 Wochen.
    Eigentlich ist es ein Faltumschlag, welche an "Ihrer Durchlaucht Frau Fürstin Karl von Windisch-Gra(e)tz geb. Prinzeßin zu Windisch-Grätz" in Wien adressiert ist. Aufgegeben wurde er in Penig am 03.10.1867 und war am 5. da.
    Der Umschlag hat es mir angetan, da die Marke rechts unten angebracht wurde und dann auch noch von der Adresse überschrieben wurde.


    Die Empfängerin könnte Mathilde Eleonore Aglei (05.12.1835 in Prag - 30.06.1907 in Lieszko bei Gablonz) sein, welche am 02.09.1857 in Wien ihren Cousin, den Erbprinzen Karl Vinzenz zu Windisch-Grätz (19. Oktober 1821 - 24.06.1859 fällt in der Schlacht von Solferino) heiratete. Sicher bin ich mir jedoch nicht.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Lieber Magdeburger,


    2 Möglichkeiten zur überschriebenen Marke:


    1. Man war stur und wollte vom gewohnten Adresskonzept nicht abrücken, oder


    2. man wollte vermeiden, dass die aufgeklebte Marke vom Personal stibitzt werden konnte und entwertete sie so vor.


    Die Hand der Absenderin kenn ich leider nicht ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein Auslandsbrief von Leipzig nach Wien. Der Brief wurde mit einer 3 Groschen Marke frankiert.

    Die Marke wurde mit einem runden, rasterförmigen Stempel entwertet. Der am 28.1.1857 in Leipzig aufgegebene Brief kam zwei Tage später in Wien an.

    Vorderseitiger Stempel LEIPZIG 28.1, Siegelseitiger Ankunftsstempel WIEN 30.1

    Wie hoch war die Briefgebühr? War der Brief portorichtig frankiert?

    Wie war der Leitweg?

    Bitte um eure Hilfe.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Lieber Franz,


    du schreibst "Auslandsbrief" - das ist ein bisserl ungenau.


    Wir unterscheiden bei Österreich 1.7.1850 bis 31.12.1867 in


    a) Inlandsbriefe (Wien - Salzburg),

    b) Vereinsbriefe (Wien - Leipzig) und

    c) Auslandsbriefe (Wien - Paris).


    Daher haben wir hier einen Postvereinsbrief Österreich - Sachsen Postvertrag 1.7.1850 vor uns. Der kostete unter 1 Loth über 20 Meilen 3 Neugroschen (9x CM).

    Die Leitung erfolgte Leipzig - Dresden - Bodenbach - Prag - Wien, alles mit der Bahn.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,

    vielen herzlichen Dank für die Info und Richtigstellung:thumbup::thumbup::thumbup:

    Du hast recht, der Brief ging ja in den PV, da war ich mit meiner Definition "Auslandsbrief" etwas zu großzügig:huh:

    Liebe Grüße

    Franz