Zumstein Korrespondenz

  • Hallo,


    über Postgeschichte von Bayern zum
    lernen hab ich mich erschlossen eine Quelle an Briefen auszusuchen:
    Korrespondenz von Familie Zumstein. Es sind ci. 100 Briefe welche bis
    Heute nur teilweise verarbeitet wahren. Es ist mir aufgefallen, das
    in mehreren Foren über diese Korrespondenz Fragen auftauchen, welche
    sehr schwer zum beantworten sind. Aus diesen Grund werde ich auch
    versuchen paar Informationen über Postgeschichte in Allgäu
    schreiben, welche zur Zustellung wichtig sein können, es wehre auch
    nett wenn sie jemand verbessert...



    An diese Stelle bitte ich sie mir
    detaillierter zum antworten, das ich bei lernen mit schnelleren Tempo
    vorwärts kommen kann. Bis Heutigen Tag hab alleine an diese Thema
    gearbeitet, also bitte um Entschuldigung Falls ich oft meine Fragen
    mit meine eigene Worte beschreibe.Danke.



    Briefe sind überwiegend an Orte
    Memmingen, Ulm...überwiegend Kempten adressiert.


    Was ich bis Heute raus gefunden habe:


    1.Familie:


    Nachname Änderungen: De la Piere –
    zum Stein – Zumstein


    Vornahme Änderungen: Joseph – Josef,
    Nikolao – Nikolaus



    Einbürgerung in Bayern ist unbekannt.


    Familienoberhaupt:



    • Josef Zumstein Kaufmann gestorben
      in Kempten 1822


    • Nikolaus Zumstein Kaufmann kathl.
      Geboren in Grossoney im Jahre 1757, gestorben 1832



    (auf weitere Daten werde ich
    verzichten, weil die nicht zur diese Thema wichtig sind)


    Von Kinder wehre wichtigste:


    • Sohn Josef Nikolaus Zumstein
      geboren 1817



    • Kempten:



    Was wichtig ist, Kempten besteht aus
    zwei verschiedenen Städten, welche erst 1818 vereinigt wahren.


    • freie Reichsstadt – Altstadt


    • fürstliches Stiftstadt –
      Neustadt



    Katholische Fürstabtei und
    evangelische Reichsstadt – Und hier fange die Probleme bei
    Zustellung von Briefen an! Das Post Konkurrenz Kampf hat Jahre lang
    gedauert, mit fiele Intrigen, Anordnungen welche nicht angehalten
    wahren, Änderungen usw.



    Heute hab ich die Korrespondenz
    sortiert, das älteste Brief ist aus Jahr 1741. Diese Erste Brief ist
    für mich ein Fragezechen – Ich hoffe ihr könnt mehr entziffern
    als ich.



    (Brief ist in schlechten zustand, aus
    diesen Grund nur Fotografiert. Morgen werde ich mir mit de Siegel
    beschäftigen.)




    Danke F. :)

  • Hallo Filigrana


    Die Postgeschichte aus dieser Zeit ist für mich fast ganz neues Land. So leider kann ich nicht viel helfen.


    Dieser Link kann dich sicher etwas weiterhelfen falls du den nicht kennst: http://www.bayernsammler.de/pg/pe/wainhalt.html


    Der gezeigte Brief ist von St. Gallen abgeschickt. Was der Absender bezahlt hat kenne ich nicht. Der Empfänger aber hat 4 Kreuzer Rheinisch bezahlt.


    Bin gespannt was du hier mal zeigen kann. Diese Korrespondenzen sind immer attraktiver als man denken kann :)


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Wenn ich am Wochenende etwas Zeit finde, helfe ich gerne beim Transkribieren des Briefes.


    In Kempten findet übrigens diesen Sonntag, am 02. Februar, ein Vortrag über die Familie Zumstein und ihr Haus im Kempten statt.


    Eine Anfrage bei der Stadt Kempten kann bei der Recherche auch helfen.

    Beste Grüße,
    Stefan

  • Hallo,


    danke Nils für das Link, denn werde ich öfter benutzen!


    Dir auch danke Stefano, du hast Recht, Recherche ist immer gut.



    1. Familie – mir hat am meisten
    interessiert von wo genau und wann (?) die nach Bayern kamen...


    Zumsteinspitze
    http://www.google.de/url?sa=t&…bv.59930103,d.Yms&cad=rja



    Gressoney - Noversch


    http://www.google.de/url?sa=t&…bv.59930103,d.Yms&cad=rja


    LG F. :)

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

    Einmal editiert, zuletzt von Filigrana ()

  • Hallo,


    kann ich da von ausgehen das Diese
    Brief hat Reichspost - Ulmer Postamt zugestellt?


    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo,


    ich gehe da von aus das der Absender
    das Porto bis Lindau bezahlt hat, und der Empfänger 4 Kreuzer (wie
    mir schon Nils geklärt hat) für Zustellung von Lindau nach
    Memmingen.(Ich hoffe so weit richtig zu liegen.)



    Aber wie kam der Brief nach Lindau???


    Falls an diesen Brief keine weitere
    Schriftliche Porto Zeichen ist, ist zum vermuten das ein
    Kaufmannsbote diese Brief nach Lindau gebracht hat?


    Zur damalige Zeitpunkt gabst mehrmalige
    wöchentliche Botenverbindung zu Fuß, Pferd oder Wagen zwischen St.
    Gallen und Lindau durch die St. Gallen Kaufmannsboten. Aber auch die
    Reichspost ab Jahr 1680 kämpft um diese Post Strecke...


    LG F.

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Filigrana,


    es gab immer mehrere Möglichkeiten, ohne Einschaltung der regulären Post Briefe zu befördern - Metzger, eigene Boten, befreundete Kaufleute oder Verwandte, die häufig einen Kurs ritten oder befuhren. Wenn in dem Brief selbst nichts steht, wird man das kaum einmal heraus bekommen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo,


    danke für dein Antwort bayern
    klassisch, ich hab mich schon gefragt wo sind die nette Bayern Kenner
    geblieben, ha ha... :P



    Durch Verbindung zwischen St. Gallen –
    Herstellung und Export von Stickerei Produkten und Zumsteins –
    Kaufmann Familie, tippe ich das ein Fuhrmann das Brief nach Lindau
    gebracht hat.



    Bei dem nächsten Brief (Gleiche
    Absender) wir wahrscheinlich das gleiche Zustellung Ablauf zum
    vermuten. Unterschied ist bei Datum – 1745 und Porto von Lindau
    nach Memmingen – 2 Kreuzer.


    Schauen wir mal was noch das Inhalt
    verraten lest..



    LG F.

  • Hallo Filigrana,


    es geht, wie wohl bei den meisten Briefen, um die Termine für eine Ware. Bei dem Brief hier war die Ware noch nicht bei Zumstein, so dass der Schweizer in St. Gallen schreibt, er würde darauf warten.


    Warum es mal 4 und mal 2x kostete, weiß ich aber auch nicht (zu früh für meine Sammlungen).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Filigrana,


    er wurde in Röthenbach unweit geschrieben und ohne Einschlatung der Post befördert. Der Franco - Vermerk war hier also kein postalischer, sondern zeigte dem Empfänger in Memmingen, dass er demjenigen, der ihm den Brief übergab, nichts mehr zu geben brauchte.


    Da steht auch "Nebst 1 Packhl Flor(in)" - es scheint also eine Geldsendung dabei gewesen zu sein.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    ich such seit halbe Stunde nach –
    Brünenbach oder ähnlichen Ort :cursing: -



    also fielen fielen dank :) !


    In Verbindung zwischen Röthenbach und
    Zumsteins ist bestimmt was interessantes zum finden, aber ich
    überspringe erstmals paar Briefe, und zeige einen von 1754 (da heißt
    der gute Mann Johan), immer noch nach Memmingen.


    Wo ist der unterschied bei: Franko und
    ganz Franko?
    LG F

  • Hallo Filgrana,


    der Don hat Recht - Grönenbach steht da (ich habe auch Briefe von Rötenbach nach dorthin, da war der Wunsch der Vater des Gedankens, sorry).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Männer,


    danke schön, danke eure Antworten,
    kann ich mich gezielter und schneller orientieren! :)




    Zur Grünenbach – Familie Zumstein –
    und wieder ein „Stein“



    könnte ich diese Link finden (Die
    Familie wir immer sympathischer!) aus Jahr 1891.



    In Jahr 1856 ist wieder ein Nikolaus
    Zumstein auf der Welt gekommen, in jede Zumstein Generation heißt
    der erste Sohn Nikolaus Josef Zumstein und übernimmt das Beruf des
    Vaters...



    LG F.
    http://www.google.de/url?sa=t&…S_w&bvm=bv.60444564,d.Yms

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo,


    Frage zur „Zoll“ Brief.


    Zahlt der Absender Zoll und der
    Empfänger die Ausladung? Oder verstehe ich das Ablauf ganz
    falsch...?


    Danke F. :)

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt

  • Hallo Filigrana,


    es gab 3 Arten von Zoll im Regelfall:


    Ausfuhrzoll (zahlte der Spediteur), Einfuhrzoll (zahlte auch der Spediteur) und Durchfuhrzoll (zahlte auch der Spediteur). Die Frage war, was zahlte wer am Ende?


    Wurde eine Sendung aus Bayern nach Österreich geschickt, konnte der Absender seine Ware frei Grenze gestellen lassen, musste also dem Fuhrmann Geld hierfür mitgeben. Wie hoch der österreichische Einfuhrzoll war, konnte er nicht wissen. Das schoss der Spediteur vor und zog es vom Empfänger wieder ein.


    Es gab auch Sendungen, die ganz frei waren, also der Absender alles zahlte, was es zu zahlen gab - das war aber selten. Umgekehrt gab es Sendungen, für die der Empfänger später alles zahlen musste, aber auch das ist eher die Ausnahme.


    Letztlich war alles davon abhängig, wie man die Geschäftsbeziehung aufgezogen hatte. Zu den Zöllen kamen ja noch einige weitere Kosten hinzu: Pflastergeld (für die Nutzung der Strasse, kommt ja heute wieder), Chausseegeld (für die Erhaltung einer Chaussee), Trinkgeld (Tränkgeld geschrieben) für den Spediteur, Schmiergeld (hat heute eine andere Bedeutung) für die Schmierung der Achsen bei längeren Fahrten und und und.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo und danke BK! :)



    bei diese Brief:


    1.Das Zürich Stempel hat falsch
    angestellte Datum. Es sollte 1831 sein nicht 1381.


    2.Geschickt von Balgrist (bei?) Zürich,
    oder ist Balgrist kein Ort aber nur Standteil?


    3.Wie ist die Adresse gemeint? An N.
    Zumstein und Söhne Kempten, aber nach Ulm verschickt ( ??Gebr.
    Kindervatterr)?


    4.Ist das verlauf Balgrist , Zürich –
    Lindau – Ulm?


    Zahlte der Empfänger insgesamt 10x?
    (6x Schweiz, 4x Lindau – Ulm)? Es ist noch drittes Schriftliches
    Vermerkt mit rote Tinte drauf – damit kann ich nichts anfangen...



    Echt schwierig für mich! :wacko:



    LG F

  • Hallo Filigrana,


    die Adresse lautet:


    Herren Nicolaus Zumstein & Söhne a(us) Kempten p(er) Adr(esse) d(er) H(erren) Gebr(üder) Kindervatter Ulm. Vermutlich hielten sich Zumsteins in Ulm auf und das wusste der Schweizer Absender.


    Balgrist ist heute ein Stadtteil von Zürich (mit einer berühmten Klinik). Damals ohne eigene Poststelle.


    2x für Zürich, 4x Transit für den Thurgau und 4x für Württemberg = 10x für den Empfänger. Mit Bayern hatte er nichts zu tun ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    du hast bestimmt Recht, die wahren zum
    diesen Zeitpunkt in Ulm. Es gibst noch sehr fiele Briefe nach Ulm
    adressiert, sogar auch Übernachtung Rechnung von dort.


    Zur das Porto Antwort sag ich lieber
    nichts, außer danke, und stecke meine Nase in Literatur. ;(






    Ich schreib noch paar Wörter zum
    Anfang diese Korrespondenz...


    Also es schaut so aus, das Kaufmann
    Zumstein mit andere Kaufmänner aus Gressoney na Memmingen kam. Es
    erklärt warum sind manche Briefe nicht direkt auf N. Zumstein
    adressiert. Zwischen diese Kaufmänner wahr sehr starke geschäftliche
    Zusammenhalt. In Memmingen wahren die aus Konkurrenz und Religiösen
    Gründen nicht beliebt, sogar zum späteren Zeitpunkt verjagt.
    Gelebt haben die in Gasthäusern.



    Mann kann nicht unbedingt diese
    Korrespondenz als Zumstein Korrespondenz nennen, passender zur diese
    Zeitpunkt wehre Gressoney Kaufmänner. Es sind bestimmt noch sehr
    sehr fiele Geschäfts Briefe von Schweiz nach Memmingen für diese
    Gressoney Männer gelaufen...es ist aber nicht immer leicht etwas
    über die Empfänger raus finden...


    Zumstein Familie hat seine
    Korrespondenz aufbewahrt, es mussten tausende von Briefen und Belegen
    sein, leider wahr sie durch mehrere Verkäufe zerstreut..Aus diesen
    Gründen sind Briefe von die Anfang Jahre (ci ab1741) sehr schwierig
    zum finden.
    LG F

    "Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
    W. v Humboldt