Bayern - Königreich beider Sizilien

  • Hallo Sammlerfreunde,


    der Brief stammt vom 2.JAN.1854.
    Die Beschreibung eines fast identischen Briefes findet ihr in der im Forum gezeigten Sammlung von bayern klassisch "Eine Ausstellungssammlung Bayern - Schweiz", weshalb ich bk bitten würde diese Seite hier zu zeigen, denn ich kann es nicht besser niederschreiben.


    Zwei Kleinigkeiten sind bei meinem Brief anders:
    1. Dieser hier trägt den österreichischen Durchgangsstempel REUTE und nicht Innsbruck
    2. Auf der Rückseite befindet sich eine gestrichene 8


    Hierzu meine Frage, was bedeutet die gestrichene 8 ?


    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo bayernjäger,


    ja wenn ich den vor dir gesehen hätte ... :D


    Alles richtig gemacht (und ich sage das, ohne zu wissen, was du für ihn bezahlt hast).


    Siegelseitig sehen wir 8x rheinisch, die Bayern kassierte und an Österreich als 6x CM weiterleitete.


    Ich war so frei und habe aus meiner Slg. BY - CH die entsprechende Seite herauskopiert - die Beschreibung ist ja fast die gleiche.

  • Hallo bayernjäger,


    ich denke mal es ist ein "wichtiger" Brief weil er postgeschichtlich eine Rarität ist.


    Teilfrankobriefe waren ja eigentlich mit Einführung des Postvereins nicht mehr erlaubt, Ausnahmen gab es, z.B. Briefe vor Vertragsabschlüssen, z.B. Briefe in die Schweiz vor dem Postvertrag vom 01.10.1852.


    Oder auch nach bestimmten Ländern, bei denen eine Ganzfrankatur nicht erlaubt war: Spanien, Portugal, Kirchenstaat und Sizilien.


    Warum kann ich eigentlich einen solchen Brief nicht auf ebay finden? ;(


    Viele Grüsse
    Christian

  • Hallo johelbig,


    du hast keine Verärgerung ausgelöst!


    Mich würde nur interessieren, warum und für was er so wichtig ist, Postgeschichte?


    Gruß
    bayernjäger

  • eigentlich hat Bayern klassisch in seiner BEschreibung das Nötige formuliert.
    Postgeschichtlich wichtig: für die Darstellung der Verhältnisse zwischen dem DÖPV und dem ÖIPV einerseits, dann dieser beiden Postvereine mit dem
    renitenten übrigen Italien. Sowohl in Bezug auf die Gebührensituation, wer etwa bei so einem Brief eigentlich profitiert, aber auch bei der bereits angeschnittenen
    Prolematik der durch den Kirchenstaat erzwungenen Umleitung über Reute (wusste nicht, dass die da auch stempeln) bzw Innsbruck.
    Kirchenstaat weigerte sich ja bekanntlich, Briefe weiterzuleiten und anzunehmen, die aus der vorwiegend protestantischen Schweiz kamen.
    Wichtig ist der Brief auch, weil er für jede Sammlung mit Destination Italien gebraucht wird.
    Bemerkenswert ist, dass anscheinend nur Briefe aus dem Haus Stetten erhalten geblieben sind.

  • Hallo Sammlerfreunde,


    nachfolgender Brief wurde im Forum schonmal ohne Rückseite gezeigt.
    Für das angeschriebene Porto von 155 Grana hat sich bisher noch keine schlüssige Erklärung gefunden.
    Alle bisherigen Erklärungen wurden versucht über die Angaben bei Zangerle oder Brack zu finden. Deren Gewichtsprogression endet aber bei 2 Fogli (= ca. 12 Gramm). Dieser Brief muss aber über 1 Loth, folglich mehr als 15 Gramm bis fast 30 Gramm gewogen haben. Zudem geht der Brief auf die Insel Sizilien und das Zangerle bzw. Brack-Porto bezieht sich auf Briefe bis Neapel.
    Kann hier jemand weiterhelfen?
    Zudem befindet sich oben mittig auf der Briefrückseite ein schwarzer Kastenstempel, dessen Text ich nicht lesen kann. Sieht hier jemand mehr?


    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo zusammen,
    ich mache darauf aufmerksam, dass nun mein gesamter Karteibestand an Kreuzerbriefen aus Bayern nach den italienischen Staaten in die Datenbank aufgenommen wurde. Man kann also Anfragen stellen.
    Beste feiertägliche Grüße

  • Hallo Sammlerfreunde,


    heute geht es nach dem Vertrag vom 1.7.1847 frankiert mit 27 Kreuzer nach Neapel.


    Kissingen - Neapel vom 1.8.1856


    Stempel vorne:


    KISSINGEN 1.8.
    BAVIERE - FORBACH 2. AOUT. 56
    P.D.
    NAPOLI 8. AGO. 1856
    Franca


    Stempel rückseits:


    PARIS 3. AOUT. 56
    MARSEILLE 4. AOUT.


    Der Brief wurde je zur Hälfte geschrieben von Catharina und Wilhelm Sattler. Er ist an ihre Tochter Jacobine gerichtet, die sich für mehrere Jahre in verschiedenen Orten in Italien aufhielt.


    Wilhelm Sattler lebte in Schweinfurt, später auf Schloß Mainberg und hatte ein Haus in Kissingen. Wieder ein ganz besonderes Stück für meine Schweinfurt-Sammlung.


    Gruß
    bayerjäger