Bayern-Frankreich unterfrankiert

  • Hallo Tim,


    tolles Stück. Mir hat mal ein alter Sammler gesagt, dass dort diese Karten bereits mit 5 Pfg. vorfrankiert waren, weil ja doch die große Masse in Deutschland verblieb. Hatte man dann keine weiteren 5 Pfg. mehr übrig, konnte solch ein Stück zustande kommen. Ist doch schön. :thumbup::thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph,


    jetzt kommt schon der nächste unterfrankierte Postkartenbeleg, 5 Jahre später aufgegeben in Landstuhl, adressiert nach Paris. Tja, warum jetzt trotz des gleichen Fehlbetrags aber nur 10 Centimes Nachgebühr ? Mögliche Erklärung: Bei 12 1/2 Centimes ist halt schon die Frage, ob auf 15 aufrunden oder auf 10 abrunden, es sei denn, es hätte dazu in Frankreich eine diesbezüglich klarstellende Vorschrift gegeben. Oder sollte das Währungsverhältnis zu dieser Zeit etwas verrutscht sein ?


    LG

    Tim

  • Hallo Dieter,


    die anzusetzende Nachgebühr betrug auch hier 2 x 6 1/4 Centimes = 12 1/2 Centimes, also kann bei der Karte in post22 nur abgerundet worden sein. Es sei denn - wie gesagt - das Währungsverhältnis hätte sich damals zugunsten von Frankreich etwas verbessert gehabt. Dann hätte wohl aber auch die Brief- und Kartengebühr Frankreichs anders aussehen müssen. Weitere Nachporto-Pokas dieser Art werden es uns zeigen, da bin ich guten Mutes.


    LG

    Tim

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  • Hallo Tim,


    Ich denke, daß sich in der Gebührenstruktur etwas geändert hat. Aber das Verhältnis Bayern-Frankreich ist für mich unbekanntes Gebiet. Kleve - Niederlande kenne ich besser. Zur gleichen Zeit wie deine hier gezeigte PK mußten einige Empfänger in NL Nachporto zahlen. Mitunter schlüpfte aber eine Karte mit nur 5 Pf unerkannt durchs Netz. Angeregt durch diesen Thread habe ich schon daran gedacht, solche Belege unter DR zu zeigen.


    liebe Grüße

    Dieter

  • Liebe Freunde,


    vlt. war es den Empfängerländern überlassen, bei krummen Beträgen auf- bzw. abzurunden? In Bayern hieß das "suppliren". An eine Änderung der Währungsparitäten glaube ich nicht, weil wir noch keine Inflation hatten, aber sicher wissen tue ich es nicht (halt alles nach meiner Zeit).

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ihr beiden,


    eine sehr gute Quelle für Fragen der französischen Taxreglements hatte ich schon vor einiger Zeit hier


    http://jean-louis.bourgouin.pa…nerale%20des%20Postes.htm


    gefunden. Der eine oder andere Sammlerfreund wird`s auch schon kennen. Dort wird für für den Oktober 1907 eine neue Vorgehenweise bei den Nachtaxierungen für Briefe angesprochen. Bei den Postkarten wird auf ein Buch verwiesen, das doch sehr vielversprechend aussieht.


    https://www.lulu.com/shop/jean…21.html?page=1&pageSize=4


    Das wird jetzt mal geordert und sicherlich noch so einige Fälle helfen aufzuklären.


    Anm.: Order ist draußen, gab sogar noch 15% Rabatt bis 1. Januar 2021.


    Viele Grüße

    Tim

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