Bayern - Sachsen

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:


    Teilfrankobrief (frco Hof) von Nürnberg nach Adorf in Sachsen vom 16. Dezember 1815.


    Der Absender bezahlte bei der Briefaufgabe 6 Kreuzer bis zur Grenze (Hof). Beim Empfänger


    wurde von da bis ins nahe Adorf ein guter Reichsgroschen Porto kassiert.




    Beste Grüße von VorphilaBayern, der mit diesen ersten Beitrag unseren lieben Bayern-Nils grüßt.

  • Lieber VorphilaBayern,


    ein schöner Brief mit der typischen Tinte Nürnbergs in dieser Zeit, ein blau, wie es damals unüblich war.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

    Einmal editiert, zuletzt von bayern klassisch ()

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Eingeschriebener Brief aus Heinersgrün (Sachsen) im 12 km entfernten
    Hof (Bayern) aufgegeben, nach Dresden-Neustadt (Sachsen) vom 3. Mai
    1842. Der Absender bezahlte 34 Pfennige (= 3 Ngr und 4 Pfennige), sowie
    4 Kreuzer (= 1 1/4 Ngr) Charge Gebühr (auf dem Postschein vermerkt),
    oder sind es 34 Kreuzer, die der Absender bei der Briefaufgabe bezahlte ?


    Für die Sachsen Spezialisten: Wieviel hätte der Brief gekostet, wenn der
    Brief im ebenfalls 12 km entfernten Ölsnitz in Sachsen aufgegeben worden
    wäre ?


    Mit den besten Grüßen von VorphilaBayern

  • Hallo VorphilaBayern,


    die Taxe betrug in Sachsen 3 Pfg. zzgl. 1 Pfg. pro Entfernungsmeile. Die Recommandation erforderte 1 Ngr.


    Die Entfernung Oelsnitz - Dresden betrug 17 Meilen, sodaß sich insgesamt 30 Pfg. ergeben hätten.


    In Heinersgrün lag das Gut des Freihernn zu Feilitzsch. Er ließ sich sogar seine Eingangspost nach/über Hof spedieren, weil der sächsische Landzusteller nicht täglich kam.


    Beste Grüße


    Altsax

  • Lieber Altsax,


    ich lese auf dem 1. Brief "6 xr. Epto" - also 6 Kr. Ergänzungsporto, weil er als Postvereinsbrief nach Bayern lief. Das ist sehr interessant - Sachsen - Bayern - Sachsen.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Altsax,


    herzlichen Dank für Ihre Erklärung zu der sächsischen Taxierung ab 1.1.1841,
    sowie Ihren sehr interessanten Briefen nach Heinersgrün in Sachsen. Bei meinen
    Brief hat der Freiherr von Feilitzsch unterschrieben und den Brief in der Bayerisch -
    Sächsischen Grenzpostanstalt in Hof aufgeben lassen. Wie Sie schreiben hat er ja alle
    seine Post in Hof aufgeben lassen und von Hof aus zustellen lassen. Dann muß ich die
    Hofer Belege noch besser anschauen und auf Briefe nach Heinersgrün achten.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber bk,


    so lese ich das auch. Als ich den Brief in einem anderen Forum einst vorgestellt hatte, warst Du der Meinung, es handle sich um eine Bestellgebühr o.ä.


    Liebe Grüße


    Altsax

  • Zur Ergänzung,


    mehr oder weniger auf Betreiben des Herrn zu Feilitzsch wurde am 12.7.1862 in Gutenfürst eine Briefsammlung eingerichtet mit täglicher Landzustellung.


    Nachfolgend ein Umschlag, der bei der Briefsammlung direkt aufgegeben wurde und in deren Landzustellbereich verblieb. Es ist der bisher einzige registrierte dieser Art.


    Markenfrankatur war auch in diesem Falle vorgeschrieben. Möglicherweise nahm es der Briefsammler mit der Abrechnung nicht so genau.


    Altsax

  • Lieber Altsax,


    zu dem Brief mit der blauen 6 Kr. Taxe: Es ist schon erstaunlich, dass Sachsens Aufgabepost ihn mit 6 Kr. taxierte, wenn das so richtig ist, denn ein Zielort in Bayern wurde vom Absender gar nicht genannt.


    Daher kann man beide Varianten der Beschreibung als möglich erachten.


    Der innerhalb des Bezirks zugestellte Brief ist hervorragend. Vermutlich bedurfte es keines Frankos, sondern nur eines Bestellgeldes, welches von dem Boten bar vereinnahmt wurde.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bk,


    für die Briefpost galt in Sachsen bei Frankierung ein absoluter Markenzwang. Einzige Ausnahme waren die Partiebriefe, weil es für deren Taxen teils keine passenden Wertstufen gab. Man unterschied zwischen Lokalporto bzw. Lokallandporto für die im Bereich des Postortes und seiner Briefsammlungen aufgegebene Korrespondenz und dem Bestellgeld bzw. dem Landbestellgeld für die von außerhalb eingehende.


    Liebe Grüße


    Altsax

  • Hallo VorphilaBayern,


    Du irrst Dich nicht, aber rechts oben war die Kartierungsnummer zu notieren. Der "Briefdreier", so er denn überhaupt vermerkt worden ist, findet sich siegelseitig.


    Beste Grüße


    Altsax

  • Liebe Freunde,


    [Blockierte Grafik: http://s3.imgimg.de/uploads/IMG00016aea4c2ajpg.jpg]


    ein Brief aus Erlangen vom 23.10.1865 nach Altenburg war an den Prinzen Moritz von Sachsen - Altenburg, Herzog zu Sachsen gerichtet. Weil dieser als regierender Fürst Portofreiheit genoss, taxierte die Aufgabepost nicht und sandte ihn über Hof dem Empfänger kostenlos zu.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo regiduer,


    da steht nur sportelfreie Justizsache, das hatte nichts mit den Postgebühren zu tun! Hier hat die Aufgabepost 12 Kr. Porto von Bayern gefordert und auch erhalten. Ein schöner Brief!


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Altsax,


    tolles Stück, welches Du da gekauft hast 8)
    Ich hatte auch mit dem Brief geliebäugelt und mit dem BP
    Brief, Strecke Leipzig-Hof, weisst Du wie der verkauft wurde?


    Kannst Du bei diesem Stück einen Hinweis finden, was für ein
    Muster versendet wurde?-Gratulation nochmals!! Wenn Du Ihn mal
    abgeben magst.... :whistling: 8o :thumbup:


    Viele Grüsse
    Bayern Social

    Beste Grüsse von
    Bayern Social




    "Sammler sind glückliche Menschen"

  • Lieber Altsax,


    auch ich hatte auf den ein kleines Auge geworfen, mich aber dann doch umentschieden. Jedenfalls sind Muster ohne Wert - Briefe keine Massenware und wenn der Brief nicht gut aussieht, dann weiß ich es auch nicht mehr und in einer hervorragenden Sammlung ist er jetzt auch noch. ;)


    Leider ist es wohl im wahrsten Sinne des Wortes eine "Schlacht" geworden, was man so hört ...


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus