Paketbegleitbriefe

  • Hierzu ein Paketbegleitbrief vom 8.Oct.(18)22 von Grossenhain nach Leipzig. Gerichtet war die Sendung an


    Herren

    Hentschel & Pinckert

    Leipzig


    hierbey 1 Faß

    sig. HH & P.

    mit Rthlr: 300.--


    Das Gewicht von 13 Pf. wurde links oben mit roter Tinte vermerkt.

    Der Empfänger durfte für die Sendung 15 Ggr. bezahlen.

    Den Rötelvermerk kann ich nicht deuten.


    Dieter

  • Lieber Dieter,


    die Rötel ist ein üppig geschwungene 8.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • .... wenn wir nichts hätten, aber Phantasie braucht man viel bei den Ziffern und Zahlen auf Briefen des 19. Jahrhunderts ... :thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • Der hier ist vor 2 Tagen angekommen:


    Seiner Hochwohlgeboren

    Herrn OberappellationsRath

    von Salza u. Lichtenau

    Dresden

    N° 7 Gr. Klostergaße

    Neustadt


    Nebst Paket

    sigt Hv.S.uL.

    Dresden

    Allgemeine Angelegenheiten

    des ... Johanniter Ordens

    frei!


    Links oben ist das Gewicht von 3 Pfd vermerkt.

    Die Zeichen rechts oben und unten in der Mitte kann ich nicht deuten.

    Die Paketnummer wurde wegen der vollgeschriebenen Vorderseite auf der Rückseite angebracht.

    Da findet sich auch der Stempel der Fahrpost-Ausgabe vom 25.11. Auf der Vorderseite zusätzlich ein Ausgeliefert-Stempel vom 25.11.

    Was bedeutet die Taxe links unten?

  • Hallo Dieter,

    ein sehr schöner Paketbegleitbrief, bei dem man sich beim öffnen die Mühe machte das Siegel zu erhalten.

    Wilsdruff -Dresden = 2 Meilen.

    Taxe Paket 1 Pfund je 5 Meilen = 1/8 Ngr. aber mindestens die doppelte Brieftaxe.

    einfacher Brief Wilsdruff -Dresden wäre 1/2 Neugroschen, für das Paket also 1 Ngr

    In Wilsdruff bezahlt und dort in Rot notiert. Bei Ankunft in Dresden blau gestrichen, das Franco war verbraucht. Eine gängige Praxis in Sachsen.

    Unten Mitte notiert vom Empfänger, das er 6 Pf. Zustellgebühr gezahlt hat, nur bei Briefen bis 8 Loth waren es 3 Pfennige.

    Beste Grüße Bernd

  • Hallo Freunde,


    ich habe hier einen Paketbegleitbrief aus Colditz vom 22.2.1869 nach Penig. Die Entfernung betrug knapp über 3 Meilen und das Gewicht waren 6½ Pfund. Die Beschriftung war:

    Beifolgend ein Paq. gez. D.M.

    H.

    Instelateur (liest Ralph) Meissner

    Wohlgeboren

    Penig


    Fragen:

    Was steht über dem Orts-Stempel Colditz?

    Was ist von Hand auf dem Paketzettel vermerkt? 123?

    Wie errechnet sich das Porto?

    Was steht auf der Rückseite?


    Dieter

  • ... 6 1/2 Pfund war das Gewicht oben links ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • ... alles ist möglich - wenn es besser paßt, dann nimm es. :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • Lieber Dieter


    auf dem Paketzettel wurde m.E. eine "723" notiert. Möglicherweise könnte es eine Korrektur der Paketzettelnummer sein - aber auch eine Kartierungsnummer.

    Das Porto ist hier der Mindestfahrposttarif von 2 Sgr.

    Siegelseitig lese ich f 2, wobei die Ziffer deutlich kleiner geschrieben wurde, was möglicherwiese darauf hindeutet, dass es 2 Pfennige sein könnten.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Paketbegleitbrief vom 4. Juni 1849 von Pugau nach Leipzig, also innersäschsisch, VorDÖPVzeit, und damit ein Brief mit Sieben Siegeln.

    Was ich nicht verstehe sind die ganzen Taxierungen / Umrechnungen, den in der gleichen Schrift wie die "143" geschriebenen Vermerk kann ich auch nicht entziffern. Bei dem PAK Stempel gehe ich von 3-zeilig, oben Leipzig, aus, gefunden habe ich ihn nicht.

    Aber für euch bestimmt lösbar! ;)





    Rückseite

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :)

  • Hallo Ulrich


    das Paket wog 1 Pfund 35 Heka (1 Pfund = 100 Heka) und zusätzlich wurde ein Postvorschuß von 13 Ngr, 6 Pfennige erhoben. Darüber sind 7 Pfennige ProCura erhoben wurden.

    Die 143 Pfennige sind der Postvorschuß + ProCura. Wenn ich es richtig entziffere, waren 16 Ngr. 9 Pfennige der Inhalt des Paketes. Die Differenz von 12 Pfennige wird die Paket- + Werttaxe gewesen sein.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo Ulf,

    vieelen herzlichen Dank, mit dieser Rechnerei der Nordlichter muss ich doch noch irgendwann einen Kurs belegen! ;)

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :)

  • Hallo Ulrich,

    Ulf hat schon viel erklärt.

    Der Wert des Paketes war unter 1 Taler und er wurde nicht taxiert.

    Ein Paket von 1-2 Pfund verlangte die 2 fache Brieftaxe. Die war einfachst zu errechnen. Pegau-Leipzig laut Meilenzeiger 3 Meilen.

    Pro Meile 1 Pfennig plus (immer) 3 Pfennige ergaben 6 Pf. für den einfachen Brief Pegau-Leipzig und verdoppelt für dein Paket 12 Pf.

    Wie angeschrieben und zu der Forderung von Pegau addiert ergeben die 155 Pfennige.

    Beste Grüße Bernd

  • Hallo Bernd,

    wie soll das ein Südländer verstehen, vielen herzlichen Dank für die Erklärung.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :)