Besondere Brieftaxe

  • Vor kurzem habe ich diesen Brief erworben. Leider komme ich bei der Analyse der Brieftaxe nicht vorwärts. Zur zeitlichen Einordnung kann ich nur schätzen, dass dieser Brief zwischen 1817 und 1825 aufgegeben wurde. Schwedt und Berlin sind zwischen 11 und 12 Meilen Luftlinie voneinander entfernt. Auf der Straße sind es ungefähr 12 bis 13 Meilen.

  • Hallo preussensammler,


    ich weiß nicht, ob es dienlich ist, aber ich lese "21 Groschen 6 Pfennige ..aecirt", es sollte also ein Fahrposttarif sein.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo in die Runde


    da ich gerade noch etwas Zeit habe...
    Ich lese eher 2 Sgr 6 Pfennige und würde es als Postvorschuß ansehen. Dies ist auch oben wiederholt worden.


    Er ist Procurafrei, da unter 5 Sgr. Dazu kommt als Porto 3 Sgr für den Brief und ein Geldporto ebenfalls von weiteren 3 Sgr, so dass sich insgesamt 8 1/2 Sgr ergeben. Darunter sind 9 Sgr in schwarz notiert worden, also 1/2 Sgr Bestellgeld dazu.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo liebe Preussen- und Bayernsammler,


    ich habe eine Briefhülle von Brandenburg nach Landshut mit der ich nichts anfangen kann.

    Schaut aber interessant aus, deswegen hab ich das Teil irgendwann mal mitgenommen.

    Mein Herz hängt nicht dran. :). Gerne auch im Tausch gegen Beleg für meine Heimatsammlung.


    Beste Grüße, Siegfried

  • Hallo Siegfried,


    ich denke, das war ein Brief innerhalb Preussens nach Landeshut, auch wenn das "e" zu fehlen scheint ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Siegfried,


    es ist ein innerpreußischer Brief, wie Ralph richtig schreibt. Landeshut paßt auch. Das Siegel auf der Rückseite lautet: KÖN: PR: SCHLESISCHES IUSTIZDEPARTEMENT:

    Links unten ist vermerkt: 11Ggr sind mir von dem / Königl OberpostAmte / gezahlt worden. Bandalowsky

    Damit ist klar, daß es sich um einen Postvorschußbrief aus der Zeit vor der preußischen Umstellung auf Silbergroschen handelt.

    Die Taxen der Zeit vor dem Regulativ von 1824 waren nicht so einfach, daher von mir dazu nichts.


    beste Grüße

    Dieter

  • Hallo in die Runde


    unten ist 3/4 ggr. vermerkt, was 75% ProCura für die aufgebende Post bedeutet. So sind 11 3/4 ggr. Ausl(age) auch zu erklären.

    Das Gesamtporto ist mit 16 ggr. vermerkt. Das erste ProCura von 3/4 ggr. ist mit 1 ggr. überschrieben worden, was dem GesamtProCura entspricht. Die verbleibenden 4 ggr. (Differenz von 16 - 12) teilen sich (normalerweise) im Verhältnis von 2:1 in Briefporto + Geldporto, was jedoch nicht aufgeht, da es keine 1/3 Taxen gab.

    Eine Möglichkeit wäre noch, dass der Brief schwerer war, was nicht notiert wurde und sich dann 3 ggr. Briefporto (1,5 fache Brieftaxe) + 1 ggr. Geldporto (einfache Brieftaxe) ergeben würde.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    N.B. Die Berechnung des ProCura vor 1825 ist identisch der Taxverordnung gültig ab 1825

  • Hallo Ulf,


    soll das in der Mitte eine 16 sein? Auf die idee bin ich nicht gekommen.

    Aber was ist das auf der Rückseite? ich sehe darin eine 2½.


    beste Grüße

    Dieter