Lübeck - österreichisches Italien

  • Hallo Freunde


    Dieser Brief hat noch viele Fragen.


    Es gibt kein Zweifel dass der Brief mit der Post gegangen ist. Der Lübeck Stempel ist einen Beweis dafür. Aber Taxen fehlt es ganz hier. Ein Vermerk "frco Augsburg" befindet sich hier so dass wir wohl einen Leitweg annehmen können.


    Von Hamburg aus würde der Brief mit 9 Hamburgische Schillinge belastet werden + 12 Kreuzer CM für Österreich. So ich schätze dass es auch hier der Fall ist.


    Andere Meinungen?


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    wunderschöner und sehr seltener Brief - aber wo ist das Franko, wo das Grenzporto?


    Ich halte es hier für möglich, dass der Brief bei der Post in Lübeck zwar aufgegeben, dann aber "reclamirt" und dem Absender zurück gegeben wurde. Der hatte ihn dann wohl unter Umgehung des Postenlaufs kuvertiert oder in ein Paket gepackt.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Danke für die Antwort.


    Ja, sehr viele andere Möglichkeiten gibt es wohl eigentlich nicht. Ich kann mich nicht vorstellen dass der Brief den ganzen Weg untaxiert lief.


    Dann ziehe ich mein Satz über garantierter Postgang zurück.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    ein fehlendes Teilfranko bei Taxis aus alter Zeit wäre noch tolerierbar. Aber er hat keine Kartierungsnummer(n), keine bayer. Taxe, kein Auslagestempel oder eine Gutschrift an Bayern von Österreich und von Österreich reden wir hier erst gar nicht.


    Es kann immer mal ganz krumme Hunde geben und völlig ausschließen kann man das nie, aber hier war es halt kein bilateraler Brief, sondern ein trilateraler und dass alle alles falsch gemacht haben sollten, ist nicht sehr wahrscheinlich.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Ich habe ein wichtiger Hinweis vergessen.


    Der Brief lief in 1801, und somit gab es so wie so auch kein Auslagestempel oder bayerische Taxe.


    Hier kann man nur ein rückseitigen Frankovermerk und der vorderseitige österreichischen Porto erwarten.
    Aber dass diesen beiden fehlen ist falls Postgang eher unwahrscheinlich.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    ui, das ändert schon etwas - ich bin davon ausgegangen, dass er in der Zeit gelaufen war, als es schon Auslagestempel gab.


    Alles ist möglich, auch Briefschmuggel - wirre Zeiten damals.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Ja, alles ist möglich ob in 1801 oder in 1821. Denke aber nicht dass Taxis den Brief geschmuggelt hatte.


    Meiner Meinung nach bleibt es wie bei deine erste Antwort.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    vor vielen Jahren tauchte mal bei einem norddeutschen Auktionshaus ein Schriftverkehr zwischen dem Taxispostmeister von Lübeck und der Postleitung von Wien auf, bei dem die Leitung von Korrespondenzen (bilaterale und transitierende) besprochen wurden. Der präzise Zeitraum ist mir nach so vielen Jahren nicht mehr geläufig, aber es könnte sein, dass dein Brief in die besprochene Periode fiel. Da wurden ganz sonderbare, mit keinem Postvertrag publizierte Gebaren besprochen. Ob das alles etwas mit deinem Brief zu tun hatte, weiß ich leider nicht. Das Konvolut wollte ich kaufen, bin aber von einem noch verrückteren überboten worden.


    Also einigen wir uns auf die Variante 1 - nicht die schlechteste.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Ich kenne nur Leute die unter den Kategorie "Verrückt" fallen würden - daher bin ich hoffentlich einen davon :thumbsup: :thumbsup:


    Viele Grüsse
    Nils



    PS - Falls jemand den genannte Korrespondenz kennt, dann bitte es hier melden :)

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Werter Nils und Ralph!

    Da ich schon längere Zeit 2 Briefe, aus Lübeck nach Bozen adressiert, besitze und dazu die Gebühren franco Nürnberg bezw.franco Augsburg vermisse habe icgh heute hier in Forum unter Lübeck eine Lösung gesucht. Die Zeit der Briefe ist: Der 1. Brief Lübeck - Bozen franco Nürnberg am 13. Juli 1785, Bozen zahlte 6 Kreuzer. der 2. Brief Lübeck - Bozen franco Augsburg am 24. Juli 1790. Bozen zahlte 8 Kreuzer. Rückseitig ist nur der Ankunftsstempel in Rot aber nicht lesbar. Somit kann ich auch nicht sagen ob hier Taxis die Briefe in Lübeck beförderte. Hier einstellen kann ich die Briefe noch nicht da mein Internet nicht richtig geht da ich auf den Glasfaser Anschluss noch warte Vieleicht könnt Ihr beide mir doch eine kleine Hilfe dazu geben.

    Mit vielen Dank und Grüße aus Südtirol empfielt sich: Planke

  • Michael

    Hat den Titel des Themas von „Lübeck - österreichischen Italien“ zu „Lübeck - österreichisches Italien“ geändert.