Briefe an das Schloss Dyck

  • liebe Freunde,
    einen Brief nach Schloss Dyck kann ich nachfolgend zeigen.
    Frankobrief von DÜSSELDORF nach SCHLOß DYCK vom 22.1.1832:


    Das Hochfürstliche Salm-Dycksche
    Rentamt
    Schloß Dyck
    über Neuß


    Für die Entfernung von etwas über 2 Meilen waren in der ersten Entfernungsstufe 1 Silbergroschen fällig. Diese in Rot ausgeworfen. Rückseitig in Schwarz, sieht aus wie 9½?
    Abgeschlagen ist der Fingerhutstempel Ek 1a von Düsseldorf mit der Uhrzeit bogenförmig hinter dem Ortsnamen. Normalerweise waren die alten Einkreisstempel ohne Uhrzeit. Ganze 16 Orte führten den Stempel mit Datum bogenförmig nach dem Ortsnamen.
    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Lieber Erwin,


    hübsch! Hinten lese ich nur eine Registrierungsnummer, ohne postalische Bedeutung.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    „Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“

    Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)

  • Liebe Freunde,


    da wir hier ein eigenes Thema für Briefe nach Schloss Dyck haben, zeige ich den folgenden Brief hier.

    Am Mittag des Heiligen Abend 1856 in Frankfurt / M. wurde der Brief an Se. Durchlaucht Den Fürsten Salm-Dyck zu Dyck bei Neuß am Rhein aufgegeben. Bei dem Adressaten handelt es sich um den schon in vorigen Beiträgen vorgestellten Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck (1773-1861),

    Am 1. Weihnachtstag wurde das Briefpaket in Coeln geöffnet und nach Neuß weitergeleitet. Dort erfolgte die 2. Weihnachtstag die Ausgabe mit dem 1. Bestellgang - ob die Post vom Schloßpersonal abgeholt wurde oder sich der Landbriefbote (bei an diesem Tag knapp über 0 Grad und feuchtem Wetter kein gemütlicher Weihnachtsspaziergang) auf den rund 1,5 Meilen langen Weg machen musste, ist nicht ersichtlich.

    Aus der Beschreibung geht hervor, dass die Weihnachtstage für die preußischen Postbeamten keine freien Tage waren. Allerdings gab es verkürzte Öffnungszeiten, damit auch sie zur Kirche gehen konnten (so damals beschrieben),

    Der Portobrief wurde mit dem Postvereinssatz von 4 Sgr. für Portobriefe >20 Meilen belastet.

    Der Ausgabestempel, mit kopfstehendem Tagesdatum, wurde ungewöhnlicherweise und entgegen den Bestimmungen vorderseitig aufgesetzt - was ihn zu einem kleinen Contra-Beleg macht.



    Viele Grüße

    Michael

    Mitglied im DASV - Internationale Vereinigung für Postgeschichte

    Einmal editiert, zuletzt von Michael ()

  • :):)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    „Keine Unterwerfung ist so vollkommen wie die, die den Anschein der Freiheit wahrt. Damit lässt sich selbst der Wille gefangennehmen.“

    Jean-Jacques Rousseau (1712–1778)