Bayern - TT im Postverein

  • Liebe Freunde,


    am 27.6.1856 sandte man einen einfachen über 20 Meilen gerichteten Brief von Nürnberg nach Clodra in Sachsen Meininigen, damals unter TT Lehenspost.
    Obwohl der Ort keine eigene Postexpedition hatte, fehlt ein Bestellgeldvermerk, vermutlich, weil der Empfänger ein Postfach hatte.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Liebe Freunde,


    heute möchte ich einen Einzeltransit von Bayern zeigen, der mir in der Bucht ins Netz ging:


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    Er lief am 9.11.1852 von Amorbach nach Hirschhorn. Bis 10 Meilen und 1 Loth waren 3 Kr. zu frankieren, wie auch geschehen. Siegelseitig finden wir den Laufweg von Post zu Post, ohne dass er in einem verschlossenen Postpaket über mehrere Poststationen geleitet worden wäre.


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    Miltenberg, Frankfurt am Main, Erbach und endlich Hirschhorn lief er ab. TT notierte die NULL - Paraphe, weil Bayern das Franko bezahlt hatte und eine 1 für das Bestellgeld in Kreuzern.


    Briefe im Einzeltransit kenne ich nur mit 3 Kr. Frankaturen - alles andere wäre fast ein kleines PO Wunder ... ;)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    dass es für Bayern nach dem TT - Postbezirk bis 10 Meilen auch anders laufen konnte, belegt ein Brief aus 1857, der einzeln nach Hanau spediert wurde. Ich fand ihn recht attraktiv und mit der kleinen Bestellgeldtaxe von 1 /4 Sgr. in blau hat er ein Gesicht.


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    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo,


    zu den schönen Briefen von bayern klassisch kann ich auch einen Brief zeigen:


    Mit dem Paketschluss Mellrichstadt-Benshausen gelangte dieser Brief vom 19.3.1852 zum Thurn u. Taxisschen Posten in Zella-St. Blasii im Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Für die Zustellung im Ortsteile Mehlis wurde noch ein Bestellgeld von 1/3 Sgr. kassiert. Der Durchgangsstempel in Mellrichstadt wurde doppelt abgeschlagen, da das Datum falsch eingestellt gewesen sein dürfte. Der 21.3.1852 war ein Sonntag und dieser Paketschluss wurde am Sonntag abgefertigt. Der preußische Herkunftsstempel BAYERN wurde zu dieser Zeit nur noch selten benützt.


    Grüsse von liball

  • Hallo liball,


    ein toller Brief, der meine beiden locker in den Schatten stellt. :P


    Wo kam der Stempel "BAIERN" auf den Brief?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch,


    ich gehe davon aus, dass der Stempel BAYERN in Benshausen auf den Brief kam, da Benshausen das Paketschlussamt war.


    Grüsse von liball

  • Hallo liball,


    vielen Dank für diese Info - die Type ist schon sehr außergewöhnlich, weil BAIERN sehr flach ist und ich das so kaum einmal gesehen habe.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Freunde


    Nur wenige Briefe aus Bayern die nach T&T geschickt waren, gibt es in meine Sammlung. Und ich muss hier leider sagen, weil T&T postgeschichtlich sehr interessant ist. :)


    Dieser Brief ist von Fürth in 1854 nach Lauscha in Sachsen-Meiningen geschickt. Wie man rückseitig sehen kann lief der Brief über Coburg (damals Taxis) und Steinach. Lauscha hatte erst ab 1862 ein eigenen Postexpedition.
    Ein Bestellgeld gab es hier nicht. Man kann wohl dann davon ausgehen dass der Brief in Steinach abgeholt war.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Freunde


    Ein anderen Brief der auch in der 2. Entfernungsstufe war. Aus Hassfurt nach Eisfeld in Sachsen-Meiningen im Jahr 1856 geschickt.
    Wie die Stempeln rückseitig zeigt lief der Brief über Coburg und Hildburghausen vor der Brief Eisfeld erreicht hatte.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    das sind doch zwei attraktive Briefe BY - TT; damit brauchst du dich vor nichts und niemandem zu verstecken.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Ja, deswegen sind die ja nicht versteckt ;) :D


    Hier ein Brief aus Schweinfurt nach Altenfeld in Schwarzburg-Sondershausen. In 1858 abgeschickt. Rückseitig zeigen die Stempeln Coburg, Saalfeld und Rudolstadt den Laufweg. Ein grossen Umweg, aber in der Nähe gab es kein Postexpedition vor in der 1860-iger Jahren.


    Hier hat der Empfänger 1/4 Silbergroschen Botenlohn bezahlen müssen.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    wieder ein feiner Brief, der im Einzeltransit lief, also von Post zu Post "umgetütet" wurde. Wegen der i. d. R. vielen Stempel mag ich solche Briefe sehr. :love:


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Ja, diese Briefe mit guten Laufwegdarstellungen finde ich auch sehr interessant :)


    Leider sind nicht alle so. Dieser Brief von Nürnberg nach Alsfeld in Hessen hat nur den Laufwegstempel von Frankfurt rückseitig, ausser der Alsfeld Ankunftstempel. Alsfeld lag in Kreuzergebiet und man kann dann vorderseitig ein 1 Kreuzer Botenlohn sehen. Ein ähnlicher Strich ist auch Rückseitig zu sehen. Warum dieser Strich hier ist, weiss ich nicht.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Nils,


    wieder ein überdurchschnittlicher Brief von dir - jetzt sogar eingeschrieben. :)


    Manchmal hat man bei der gleichzeitigen Ankunft mehrerer Briefe an ein und denselben Empfänger das Bestellgeld siegelseitig wiederholt (und dann addiert, um die Ablieferschuldigkeit auszurechnen). Aus einer Korrespondenz nach TT habe ich mal solches gesehen, worauf sich meine Vermutung stützt. Aber da waren auch Nachporti dabei, so dass es nicht immer so stimmen muss. Es kann hier aber auch ganz anders gewesen sein ...


    Ist es nicht schön, dass wir 150 Jahre später solche "simplen" Notationen noch immer nicht zufriedenstellend erklären können?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch


    Danke für die Antwort. :)


    Vielleicht meldet sich ein Taxiser der davon etwas mehr weiss :)
    Ich lasse die frage offen stehen :)


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Lieber Bayern Klassisch, lieber Nils,


    das sind doch sehr schöne Briefe, die Nils und BK uns hier zeigen :thumbsup:


    Und das Bestellgeld, bes mit der Ligatur bei T&T ist immer ganz eigen
    attraktiv :)


    Danke fürs zeigen und viele liebe Grüsse
    Oliver


    PS: Nach meinem Urlaub in einer Woche kommen von mir auch wieder
    einige Neuerwerbungen ins Forum 8) eine gute Zeit bis dahin an alle....!!

    Beste Grüsse von
    Bayern Social




    "Sammler sind glückliche Menschen"

  • Lieber Oliver,


    danke für die netten Worte. Ich bin sicher, dass du uns mit ein paar tollen Briefen verwöhnen wirst. ;)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Freunde,


    eine Thematik, die immer mehr um sich greift (gut so), ist das Sammeln von Postverträgen bzw. Belegen, denen ein Postvertrag zugrunde lag. Damit neben dem Wunsch, dieses zu tun, auch die fachliche Seite gestärkt werde, zeige ich hier den Vertrag auf, der bis zum 30.6.1867 Gültigkeit besaß, wenn man von wenigen Modifikationen absah.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Hallo Freunde


    Nach Wünsch von bk, sind diese Beitrage hier geschoben geworden, wo die auch besser passen :)


    Und besten Dank für die Vertragsseiten. :)


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.