Leitweg über die Schweiz

  • Hallo,


    nachdem nun der Empfangsort entziffert ist, möchte ich den Beleg an dieser Stelle nochmals zeigen:


    Portobrief aus Konstanz vom 3. August 1806 nach "Wiechs". Leitvermerk "p(er) Stein am Rhein" !!
    Aus den Antworten an anderer Stelle hier im Forum kommen momentan zwei "Wiechs" in Frage:


    1. Wiechs am Randen, heute ein Ortsteil der Stadt Tengen, Lkr. Konstanz


    2. Wiechs, heute ein Ortsteil der Gemeinde Steißlingen, Lkr. Konstanz


    In beiden Fällen erschließt sich mir jedoch nicht der Sinn für einen Leitweg über die Schweiz. Habe ich etwas übersehen ?


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

  • Hallo Schorsch,


    Theorie: die Leitung über die CH ist mit 2x dokumentiert - weitere 2x ab der Grenze bis zum Zielort (ich unterstelle hier mal W. bei Steißlingen). Alternativ wäre eine Leitung über Württemberg vlt. auch möglich gewesen, aber wenn die Versendung über den Bodensee schneller war (wovon ich ausgehe), dann hatte es nur mit der Schnelligkeit zu tun. Vlt. kann unser Bodensee - Papst liball hier nähere Auskünfte geben, da er die Gegend sicher besser kennt, als wir.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph,


    danke für Deine Info, aber die Notwendigkeit einer Leitung über den Bodensee erschließt sich mir beim Betrachten der Karte nicht ganz. Ich hoffe jetzt mal auf liball.


    Besten Grüße
    Postgeschichte-Kemser

  • Servus Schorsch,


    ich kenne mich mit den innerbadischen Verhältnissen nicht so gut aus, aber könnte es sein, dass es einfacher war, den Brief über die Schweiz zu leiten als über Nellenburgisches Territorium, das erst 1810 zu Baden kam?


    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Baden.png



    Viele Grüße aus Erding!

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Lieber Schorsch,


    der Brief ging sicherlich nach Wiechs am Randen (heute Ortsteil
    der Stadt Tengen in Baden) und wurde über Stein am Rhein (seit
    Mai 1798 zum Kanton Schaffhausen) gesandt. An Porto fielen 2 Kr.
    von Konstanz bis zur Grenze Baden / Kanton Schaffhausen an. Im
    Kanton Schaffhausen weitere 2 Kr. Porto. Gesamt bezahlte der Em-
    pfänger 4 Kreuzer Porto. Die Zustellung erfolgte von Schaffhausen.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Unfrankierter Brief von Konstanz (Baden) nach Hemmenhofen (Baden) mit Vermerk "bei Steckborn". Durch diesen Vermerk lief der Brief nicht über Radolfzell (Baden) nach Hemmenhofen, sondern durch die Schweiz bis Steckborn (Schweiz). Hemmenhofen liegt 1,5 km von Steckborn entfernt über dem Bodensee gegenüber in Baden. An Porto wurde für Baden 2 Kr. vermerkt. Siegelseitig wurden 4 Kr. für die Schweiz angeschrieben. Zusammen wurden 6 Kr. vermerkt. Im Brief wurden die 6 Kr. vermerkt, die der Gemeinderat in Hemmenhofen abzeichnete. Wenn der Brief über Radolfzell gelaufen wäre, hätte er nicht soviel gekostet, nur 2 Kr. Porto und 2 Kr. Bestellgeld. Der Brief ist vom 1. Juli 1848.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Hallo werte Sammle und Fachmänner!
    Hätte hier eine Bitte um Antwort! Ich habe einen Brief der in Karlsruhe geschrieben und über die Schweiz nach Gröden in Tirol gesendet wurde. War es üblich über die Schweiz zu senden.Die Aufgabe Gebühr von Baden war 6 Kreuzer ( rückseitig notiert ). Der Durchgangstempel ist der von St Gallen rückseitig. Als Transitgegühr steht auf der Adressseite 6 Kreuzer für die Schweiz und 14 Kreuzer für Österreich. Das Datum steht beim Stempel Carlsruhe 18. 1. 1840. Es ist kein besonderer Brief ,aber mir fehlt die Sicherheit.
    Vielen Dank und Grüße Planke

  • Lieber Ralph!
    Recht vielen Dank für Deine Hilfestellung heute und auch früher. So kann ich mit sicherem Gewissen die beschreibung tätigen. Da ich noch nicht so lange mich mit der Postgeschichte beschäftige und das gebiet so weitläufig ist ist meine Sicherheit nur gegeben wenn ich die Bestätigung schwarz auf weiß habe. Deswegen brauche ich meist auch eine Bestätigung der Richtigkeit.
    Darum einen Großen dank und liebe Grüße: Planke

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief: Portobrief aus Konstanz (Baden) über Schaffhausen (Kanton Schaffhausen - Schweiz), nach Thiengen (Baden) mit Vermerk "erhalten im April 1812. Der Brief war ein Loth schwer (rechts oben vermerkt). Das badische Porto betrug 9 Kreuzer. Dazu kam die Transitgebühr von zwei Kreuzer durch den Kanton Schaffhausen. In Thiengen bei Waldshut kam noch ein Ortsbestellgeld von einen Kreuzer hinzu, so zahlte der Empfänger 12 Kreuzer Porto.


    Beste Grüße von VorphilaBayern