Reservestempel BAYERN

  • Hallo liebe Freunde,


    nicht als Entwerter, sondern als Ankunftsstempel hier der Reservestempel von Fremdingen Schw. vom 02.12.1905 auf einem Umschlag der Vereinsbuchhandlung aus Calw.

    Schöne Grüße

    Bayern-Nerv Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Lieber Norbert,


    ich sehe gerade erst, dass du schon gestern geschrieben hast (hab grad viel um die Ohren). Ich meine, diese Karte habe ich schon in den Händen gehabt, auf der basiert wahrscheinlich die Datumsangabe im Helbig.

    Viele Grüße aus Erding!


    Achter Kontich wonen er ook mensen!

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu ein Beleg vom 27. Juni 1910 von Grafenwöhr nach Metz. Der Absender war evtl. aus der Einheit aus Metz, die am 30. Juni 1910 den ersten Schuß im Truppenübungsplatz Grafenwöhr abgaben. Beleg fast vom Eröffnungstag (war der 25. Juni 1910) der Postagentur im Lager Grafenwöhr. Der Poststempel ein Zweikreisstempel "LAGER GRAFENWÖHR" Type 40, wurde erst am 1. Juli 1910 geliefert. Bis dahin, vom 25. Juni - bis 30. Juni 1910 wurde der Reservestempel der Stadtpostexpedition im Lager Grafenwöhr verwendet.



    http://www.weber-rudolf.de/100_jahre.htm



    Ein früher Abschlag des am 1.7.1910 erhaltenen Stempels im Lager Grafenwöhr vom 9. Juli 1910.



    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • ....hierzu eine Ergänzung.

    Der Reservestempel LAGER GRAFENWÖHR wurde in der gesamten Zeit des Krieges von 1914 bis 1918 verwendet. Wahrscheinlich war er neben den regulären Stempel Typ 40 regelmäßig im Einsatz. Waren doch tausende Soldaten immer vor Ort. Sogar das Kriegsgefangenenlager Grafenwöhr war während des gesamten Krieges mit bis zu 12.000 Kriegsgefangene, überwiegend "französische", stark belegt. Auf Kriegsgefangenenbelegen fand ich bisher aber nur den Stempel "Lager Grafenwöhr, Typ 40".



    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Hallo zusammen,


    ein weiteres Beispiel aus meiner Heimatsammlung Rottal-Inn:


    Ein "jungfräulicher" Abdruck eines Reservestempels aus Ering auf Postaufgabeschein vom 04.05.1902.

    Wer hat noch ein früheres Datum eines Reservestempels?


    Bekanntlich wurden die ersten Braungardt-Reservestempel 1902 ausgeliefert. Wohingegen bei manchen Orten der Aushilfsstempel noch weiter verwendet wurde (z. B Weiler im Allgäu bis 1910, Helbig).


    Besonders schön anzusehen sind hier die Verzierungen, die wohl nur bei kurzen Ortsnamen (Oy, Ering etc.) verwendet wurden, vielleicht zur Stabilisierung des Stempels.


    Rottaler


  • Hallo,

    Reservestempel der Bahnpost


    Der R-Stempel hat keine Zeitangabe

    R Stempel, Zweikreis, Stundenangabe fehlt , LINDAU - MCHN ZG 73, 27. AUG 1918






    Quelle:

    Die Bahnpost in Bayern und in der Pfalz,

    Katalog der Strecken-Stempel

    1851-1920

    und Nachverwendungen

    Bearbeitet von

    Roland Holzmayr



    MfG

    Bayern Fiskal

  • Hallo Bayern Fiskal,


    das ist natürlich der Superknaller unter den R-Stempeln. So etwas sieht man nicht alle Tage.


    Vielen Dank für's Zeigen und viele Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)

  • Hallo Freunde,


    hier der Reserve-Stempel von Dinkelsbühl. In der Leininger-Sonderauktion fiel mir der Bayernstempel auf DP2 vom DR auf. Laut Michel Ganzsachen-Katalog sollte das nicht möglich sein. Bei der Bearbeitung des Beleges sah ich dann das R unten im Stempel. Und siehe da: Bei Helbig ist es die Nr 11 Typ 37R und das Handbuch Holzmayr zeigt bisher als spätestes Datum den 2.6.20.

    Hat jemand eine Erklärung für mich, wie die DR-Postkarte nach Mittelfranken kam.

  • Lieber Dieter,


    ein sehr schöner Beleg. Die Dienstausgaben für alle Länder, ohne Ablösungsziffer (Dienstausgaben mit Ablösungsziffer 21 waren für Preußen bestimmt), kamen wie auch die Dienstausgaben bayerischer Dienstmarken mit Aufdruck Deutsches Reich, ab 1. April 1920 heraus. Diese Dienstausgaben für alle Länder wurden später auch nach Bayern und Württemberg geliefert, wobei dies ein sehr früher Beleg vom 28. Juni 1920 ist. Die Dienstpostkarte ist 10 Pfg. unterfrankiert.


    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Lieber Hermann,


    vielen Dank für die Informationen. Obwohl im Michel Ganzsachen der Wert für diese PK mit Zusatzfrankatur für gestempelt angegeben ist, habe ich mir das notwendige Porto nicht angesehen. Also mit R-Stempel, frühe Verwendung und unterfrankiert durchgeschlüft kein schlechter Beleg. Und das für 1 €.


    Dieter

  • Lieber Hermann,


    :thumbup: Da wird sich der Roland freuen, wenn er wieder einen Stempel aufnehmen kann.


    Liebe Grüße von maunzerle

    "Ein Leben ohne Philatelie (und Katzen) ist möglich, aber sinnlos!" (frei nach Loriot, bei dem es allerdings die Möpse waren - die mit vier Beinen wohlgemerkt)