• Zur "Expreso Caribe" habe ich, wie so oft, eine andere Meinung zu dem was in der Literatur steht.


    Im Handbuch "The Private Mail Carriers of Colombia" von Dieter Bortfeldt wird über dieses Unternehmen geschrieben, dass es 1931 tätig war und wahrscheinlich Post zwischen BARRANQUILLA und CARTAGENA, aber auch nach FUSAGASUGA und CAMBAO befördert hat. Es werden jedoch keine Referenzen aus erster Hand erwähnt.


    Wenn ich aber FUSAGASUGA (und Cambao, auch wenn in dem Zeitungsausschnitt nur von der Cambao-Straße die Rede ist) sehe, bin ich der festen Überzeugung, dass diese Gesellschaft trotz ihres Namens "Expreso Caribe" keineswegs im karibischen Teil Kolumbiens tätig war.


    FUSAGASUGA (und Cambao) liegen in der Nähe von Bogota und eine Reise an die Karibikküste BARRANQUILLA und CARTAGENA hätte damals mehrere Tage gedauert. Selbst heute (siehe Karte), mit besseren Straßen, beträgt die Entfernung 1400 km.


  • Hier ein anderes Blatt einer bisher unbekannten Privaten Posttransportfirma, der Expreso Santander, zeigen. Diese Firma wurde von mir entdeckt.


    Das Blatt zeigt alle Marken und Abstempelung die bisher bekannt sind, mit ist nicht bekannt dass in anderen Sammlungen solche Stücke sind.


    Hinweis, die Landkarte ist im Original auf dem Blatt in grauer Farbe der seltsame sepia-ähnliche Farbton kommt seltsamerweise beim umwandeln des Blattes von PDF zustande.

  • "Size Matters" könnte man bei diesem großen Werbestempel der kolumbianischen Privatpost "EL EXPRESO TOBON" sagen.


    Der Stempel ist immerhin 145 x 28 mm groß und wurde in der Agentur Bogota auf einem Brief in die USA verwendet.


    Mit ist aktuell kein weiterer Abschlag dieses Stempel bekannt.

  • So kann der Tag beginnen.., gerade war FedEx hier und hat mir was nettes gebracht. Kolumbien, "Correo Del Dorado"..., dazu einiges hinweise...


    Im Juli 2019 war ich in Kolumbien / Guatavita und habe mir den See angesehen..., die Gegen dort ist Nationalheiligtum.


    Es wurde stets angenommen dass es sich bei dem Siecha See im Guasca Distrikt, einer schwierig zu erreichenden Lagune in einer Höhe von über 3000 Meter, um den Bergsee von Guatavita handelt. Nach einer alten Indianerlegende entstand der kraterförmige See, nachdem ein gewaltiger Stein (Meteor) vom Himmel stürzte und sich durch die Erde bohrte.


    Im Jahr 1866 hatten Enrique Urdaneta, welcher die Wichtigkeit des Bergsees für die Muiscas kannte und sein Partner, der englische Ingenieur George Crowther, Anteile an dem See erworben in der Absicht, ihn trocken zu legen und darin den sagenhaften Goldschatz zu finden. Wann genau mit der Austrocknung begonnen wurde, ist nicht bekannt, jedoch wurden im Zuge dessen einige wichtige goldene Objekte der Muiscas gefunden. Die Fundstücke wurden damals von dem deutschstämmigen kolumbianischen Industriellen Alfred Koppel gekauft und nach Deutschland gesandt, wo sie jedoch durch ein Feuer zerstört wurden, so dass nur noch Photos davon verfügbar sind.


    Die Stelle wo man den Berg teilweise abtrug ist links zu sehen..., man hatte auch versucht einen Tunnel zu graben um das Wasser abzulassen, das misslang aber, es gab dabei sogar einen Unfall wobei George Crowther und 12 Arbeiter starben, danach wurde das Projekt eingestellt, der sagenhaften Goldschatz „El Dorado“ wurde außer den schon genannten Stücken, aber nicht gefunden.


    Und um zur Philatelie bzw. zu einem meiner Sammelgebiete zu kommen:


    Da die Kommunikation zwischen den beiden Partnern von der Lagune nach Bogota schwierig war, wurde ein Privater Postdienst eingerichtet, die „Correo Semanal El Dorado“.


    Welcome to Rainer's Colombian Private Carrier Pages




  • Als HInweis, auf ZDF Info ist noch bis einschießlich 14.05.2022 ein schöner Film zu El Dorado zu sehen.

    Aufgedeckt: Mythos El Dorado
    Seit Jahrhunderten lockt der Mythos um El Dorado Entdecker und Schatzsucher in die kolumbianischen Anden. Ein riesiger Goldschatz wird dort vermutet.
    www.zdf.de

  • Hier ein Blatt der Kolumbianischen Privatpost "Expreso Trejos Rep. Ltda". Au ch diese Firma hatte keine eigenen Marken ausgegeben sondern verwendete die Marken der Kolumbianischen Staatspost, nur erkennbar an der Poststempeln der Privatpost. Das Blatt ist eigentlich ein Typisch Postgeschichtliches Blatt, das Exponat an sich ist aber, da es auch viele Firmen zeigt welche eigenen Briefmarken hatten, ein traditionelles Exponat.


    Das Blatt zeigt die Streckenkarte sowie Beispielhaft einige Verwendungen ..., ich habe dieses Layout gewählt da das zeigen nur von Marken und Briefstücken etwas langwellig wirkte...


  • Habe heute mal mit viel Muße das Titelblatt überarbeitet..., so sollte es nun passen, an der Grammatik des Textes muss ich ggfls noch etwas arbeiten..., vor lauter Fremdsprachen vergisst man die Muttersprache.


    Einmal editiert, zuletzt von Rainer ()