• Liebe Freunde,


    der Beginn eines Threads zu einer individuellen Marke wird dadurch ideal eingeleitet, indem man die VO der Einführung abbildet, was hiermit geschehen soll.


    Ich hoffe, wir werden möglichst zahlreiche Marken und Belege hier sehen.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Hallo liebe Freunde,


    @bk hat diesen thread mit der Abbildung der VO eingeleitet und darum gebeten, möglichst zahlreiche Marken und Belege hier zu sehen - da bietet es sich an, dass ich ein paar ungebrauchte Exemplare aus dem Lagerbuch zeige.


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo bayern-nerv,


    donnerwetter - das ist ja eine ganz schöne Menge. Dann werde ich bald mit dem zweiten phlatelistischem Aggretatszustand weiter machen müssen ... ;)


    Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    jetzt hat Ralph das neue Thema eröffnet und schon sind 80 Zugriffe
    erfolgt. Es ist also Interesse vorhanden. Auch von mir. Da ich mich aber als Ländersammler
    auf die Quadrate und die Porto Nr. 1 beschränkt habe, kann ich hier nur
    zuschauen, lesen und lernen.


    Ich möchte aber zunächst einmal einiges Allgemeine über diese schwierige Marke sagen. Im
    Werk „BAYERNS POSTWERTZEICHEN 1849 – 1920“ verzeichnet Johann Brunner die
    Auflage mit 364.500 Stück. Prof. Dr. Erich Stenger schreibt im „Kohl
    Briefmarken-Handbuch“, dass nach Ablauf der Gültigkeitszeit von den noch
    vorliegenden Beständen im Jahr 1877 an den Nürnberger Händler Zechmeyer 162.000
    Stück und 1902 an den Berliner Händler Kosack 1000 Stück verkauft worden sind.
    Danach wurde 1902 ein amtlicher Restbestand von 1.889 Stück festgestellt. Nach
    dieser Rechnung sind also 199.609 Stück im Innendienst verbraucht
    worden. Dagegen ist der „Schwarze Einser“ reinste Massenware. Das erklärt zum
    einen, dass so wenig Material auf dem Markt ist. Zum anderen ist die wirklich
    nicht schöne Marke nicht sonderlich beliebt bei den Sammlern. Portomarken
    gehören nicht unbedingt dazu, denken die meisten Sammler. Und wenn schon, dann
    reicht ein ungebrauchtes Belegexemplar.


    Auf Auktionen wird ganz selten einmal die Portomarke 1 Kreuzer schwarz angeboten.
    Beispielhaft will ich das einmal an den großen Versteigerungen zeigen. Im Hause
    Köhler, Wiesbaden wurden in den Bokerauktionen 2 Belege angeboten, bei Kruschel,
    Berlin waren in der sogenannten ROMANOW
    Sammlung 3 Belege zu verkaufen. Die letzte große Bayernsammlung war 2009
    die Sammlung Fritz Kirchner, angeboten beim Auktionshaus Köhler in Wiesbaden. Hier
    waren 4 Belege im Angebot. In der derzeit mir bekannten größten Bayernsammlung kann man
    folgendes bewundern: 1 Halbbogen mit 30 postfrischen Marken, 1 4er Block mit
    Zwischensteg und 6 Belege. Den Halbbogen zeige ich hier im Anhang.


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Auch bei der Versteigerung der Restbestände der bayerischen Briefmarken im Jahre 1960 beim Auktionshaus Curt Mohrmann in München waren keine derartigen Marken im Angebot. Lediglich Portomarken der Nrn. 10-13 waren im Angebot.


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo zusammen,


    weiter gehts. Dr. Helbig hat einmal in Sindelfingen gesagt, dass eine interessante Möglichkeit des Sammelns das sogenannte "Verordnungssammeln" sei. Man zeigt zunächst die Verordnung und danach den entsprechenden Beleg. Genau das will ich nun zeigen. Ralph hat zu Beginn die Verordnung vorgestellt und ich zeige den dazu gehörigen Beleg. Da, wie bereits gesagt, die Porto 2 nicht zu meinem Sammelgebiet gehört, bediene ich mich der Auktionskataloge der vergangenen Jahre.
    Hier ein Brief vom k. Bezirksamt Vohenstrauß als Parteien Sache mit dem Vermerk "porto jenseits" nach dem 1/4 Meilen entfernte Neuwirthshaus (geschätzte 3 Häuser) im Zustellbereich von Vohenstrauß. Der Beleg stammt aus der großen Kirchner-Sammlung, die bei Köhler in Wiesbaden versteigert worden ist.


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Lieber hasselbert,


    hier hat die Post mal ausnahmsweise etwas richtig gemacht - die meisten Partei - Sachen, die mit 1x hätten beklebt werden sollen, wurden einfach wie gewöhnliche Privatbriefe mit 3x Portomarken versehen.


    Leider kann ich meinen Brief im Moment nicht finden - weiß der Kuckuck, wo der Lümmel wieder hin ist.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    Francois Fournier (1846 - 1917) hatte in seinem vielfältigen Programm von sogenannten "Fac-Similes" (über 3.600 verschiedene) auch die ersten drei Portomarken im Angebot. Allerdings ohne Seidenfaden bzw. ohne Wasserzeichen und Nr. 2 und 3 ohne Zähnung. Die gezeigte "Halbseite" habe ich in Sindelfingen bei einem englischen Händler durch einen Hinweis von Jürgen Kraft erwerben können.


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Lieber hasselbert,


    wie wir ja beide wissen, ist das mit dem Wasserzeichen in der Kreuzerzeit ja so eine Sache - aber wer mit Vordruckalbum arbeiten muss, wird sie sich kaufen müssen.


    Wir müssen das nicht ... :D


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    hallo bayern klassisch,


    und insbesondere wer schon in Nürnberg im Museum das Drahtgitter für die Herstellung des Wasserzeichens gesehen hat, ist geheilt. Oben rechts hat das Gitter noch eindeutig x und unten in der Ecke verzogen y.


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Lieber hasselbert,


    deinen Beitrag sollten alle sehen, die glauben, Wasserzeichen dort unterscheiden zu müssen, wo es nichts zu unterscheiden gibt. Danke dafür!


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen,


    immer wenn überwiegend ungestempelte Marken da sind, muss man sehr vorsichtig sein bei "gestempelten" Angeboten, besonders wenn sie günstig erscheinen. Das macht aber das Sammelgebiet auch nicht beliebter. Peter Sem sagt hier in seiner bekannt höflichern Art nicht "Stempel falsch" sondern "nicht prüfbar"


    Grüße aus Frankfurt
    hasselbert

  • Hallo hasselbert,


    ein überdurchschnittliches Exemplar - aber über 42% zahlt heute niemand mehr für eine lose Marke mit kopfstehendem Stempel, weil das nicht unbedingt marktnah ist. Aber vlt. täusche ich mich auch und sie geht noch weg ...


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus