• @bk


    Das Formular wurde nicht vorschriftsmäßig ausgefüllt, denn es waren keine Streichungen beim Wertbetrag zulässig. Somit wurde das Formular durchgestrichen (in Württemberg meistens gestempelt) und gegen Erstattung des Nennwerts zurückgenommen.


    Gruß


    wuerttemberger

    Gruß


    wuerttemberger

  • Hallo wuerttemberger,


    100 Punkte - genau so war es. Diese Vorschrift (in Bayern wurde nicht gestempelt) kenne ich seit 25 Jahren, nur ist so ein Stück bisher noch nicht aufgetaucht. In der Bucht war ich für 1 Euro ohne Gegenbieter fündig geworden - das macht Spaß!


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • In der Bucht war ich für 1 Euro ohne Gegenbieter fündig geworden - das macht Spaß!


    Hallo in die Runde,


    da gebe ich BK zu 100% Recht, gerade weil es immer schwieriger wird, bei den vielen
    Beteiligten noch etwas "unerkannt" zu kaufen :):)


    Chapeau und liebe grüsse
    Bayern Social

    Beste Grüsse von
    Bayern Social




    "Sammler sind glückliche Menschen"

  • Hallo wuerttemberger,


    100 Punkte - genau so war es. Diese Vorschrift (in Bayern wurde nicht gestempelt) kenne ich seit 25 Jahren, nur ist so ein Stück bisher noch nicht aufgetaucht. Liebe Grüsse von bayern klassisch


    Hallo bayern klassisch,


    warum fehlen die postamlichen "Bearbeitungsnachweise" bzw. Quittung des Empfängers und war die rückseitige Mitteilung zulässig?


    Da solche Kreuzer-PAW rar und daher teuer sind ist mir die doppelte Währungsangabe (Kr. / Mark) erst jetzt aufgefallen. Wann wurde denn dieses Formular verwendet?


    LG


    Luitpold

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

  • Luitpold


    Die Bearbeitungsnachweise fehlen, weil der Postbeamte die fehlerhafte Beschriftung vor der Bearbeitung erkannt hat.
    Zu der Mitteilung auf der Rückseite lies bitte den Punkt 2 der "Bemerkungen für den Gebrauch der Post=Anweisungen" ebenda.
    Die gemischte Währungsangabe war wohl im Jahr 1875 notwendig, weil die Währungsumstellung im Reich nicht zur gleichen Zeit erfolgte - Bayern war Letzter!


    Gruß


    wuerttemberger

    Gruß


    wuerttemberger

    Einmal editiert, zuletzt von wuerttemberger ()

  • Die Bearbeitungsnachweise fehlen, weil der Postbeamte die fehlerhafte Beschriftung vor der Bearbeitung erkannt hat.


    Ja und ich frage, ob das Formular umgetauscht wurde. wie es die Verordnung beschreibt:



    Unbrauchbar gewordene Formulare werden von den Postanftstalten unentgeltlich gegen neue umgetauscht, wenn die darauf verwendeten Marken vollkommen rein erhalten sind und sonst in keiner Weise zur Beanstandung Anlaß geben. München, den 2. Oktober 1867.



    Ich gehe mal davon aus, dass dies auch bei den eingedruckten Marken noch galt.


    Zu der Mitteilung auf der Rückseite lies bitte den Punkt 2 der "Bemerkungen für den Gebrauch der Post=Anweisungen" ebenda.


    Habe ich leider übersehen! Danke.


    Luitpold
    wuerttemberger

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

  • Mit einer Postamweisung kann ich nicht dienen, aber mit einer Schönen 60 Pfennig EInzelfrankatur vom Rechtsanwalt Reinwalt aus EIchstätt an den Rechtsanwalt Prochownick in Donauwörth am 27. Oktober 1921.


    Bei den Brief handelt es sich um eine Doppelverwendung des Umschlages, der erste Lauf war am 26. Oktober des bayrischen Formulars B 443. 19. "Inliegend die Abschnitte von ...... Postanweisungen" (in unserem Fall 1 im Wert von 319.95).

  • Ich würde gerne zwei Fragen stellen:


    - was bekommen wir öfters zu Gesicht gelaufene Postanweisungen, oder das gezeigte Formular

    - warum werden solche Formulare von 99,xx% der Sammler ignoriert oder sogar als minderwertig angesehen


    Danke für eure Kommenatare zu dieser Sonntagsfrage.

    Grüße aus Bempflingen
    Ulrich


    Das Leben ist viel zu kurz um es mit billigen Weinen und den falschen Menschen zu verbringen. (Lebensweisheit, inspiriert bei Goethe) :-)

  • Hallo Ulrich,


    diese Formulare sind extrem selten - Postanweisungen sind auch keine Massenware, aber haben keine Seltenheitschance gegen dein Stück.


    Aber Sammler sind Augenmenschen und selbst seltenste Exemplare von Besonderheiten werden ob ihrer eher simplen Optik gerne von der Masse der Sammler übersehen bzw. pekuniär eher gering geschätzt. Motto: Lieber die 15. schöne Schwarze Eins, als ein paar Dutzend Formulare, mit deren Erklärung man sich monatelang beschäftigen könnte ...


    Trost: Ich bin da anders. ;)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Trost: Ich bin da anders. ;)

    Na dann traue ich mich doch noch einige - leider ungebrauchte - Formulare zu zeigen.

    Wenn wir die alle gelaufen belegt haben schließen wir das Thema! ;-)

  • Hallo und guten Morgen,

    nun kann ich auch ein Formular zeigen: Eine Empfangsbestätigung über eine Postanweisung. Ich denke, dass es ein postalisches Formular ist, bin mir aber nicht völlig sicher. Was meint Ihr?

    Grüße vom Stempelfreund


       

  • Liebe Freunde,


    für Postanweisungen (PA) gibt es bis dato noch keinen Thread - das muss sich ändern.

    Hallo Zusammen,


    der Wunsch von bayern klassisch ist wohl ein Wunsch geblieben. Es ist ja schön, Formulare hier zu zeigen, aber das eigentlich bedeutende für die damalige Zeit wird nicht bemerkt. Daher hier eine zeitgenössische Annonce (Die Einführung von Postanweisungen im inneren Verkehre von Bayern erfolgte am 1.11.1866):



    Es geht einfach um das Thema "Geldverkehr", heutzutage ist das Bezahlen kein Probelem mehr. Doch im 19. Jahrhundert, abzulesen an den Postscheinen der Fahrpost, sieht man, welche "gewichtigen" Werte körperlich sozusagen befördert werden mussten. Da war die Postanweisung, eine wesentliche Erleichterung, auch wenn es schon Postvorschuss-Sendungen gab.



    Dazu würde auch gehören, dass Rechnungen oftmals mit Wechseln beglichen wurden, was dazu führen konnte, dass viel Geld im Umlauf, aber nicht greifbar war. Postanweisungen sind für mich mehr, als nur rare, später häufigere Dokumente des Zahlungsverkehrs, wobei die Postscheine eine alternative Sammelmöglichkeit dazu bieten. Daher sollte man diese Belege in einem Thema zusammen behandeln und nicht aufteilen.


    Luitpold

    "Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

    Einmal editiert, zuletzt von Luitpold ()

  • Hallo Ralph und Luitpold,

    in der Rubrik Pfennigzeit ab 1876 / Postgeschichte

    gibt es sehr wohl eine Abt. PAWs, die allerdings seit fast drei Jahren nicht mehr bedient wurde. Zur Belebung stelle ich dort gleich mal einen Beleg ein.

    weite Welle

  • Hallo und Guten Abend,


    in Ergänzung zu Luitpolds Beitrag #18 hier das ab 01.11.1866 verausgabte Formular

    der ersten Auflage mit der Überschrift "Deutscher Postverein"; frankiert mit einer 6 Kr. Wappen blau.

    Bei den folgenden Auflagen wurde die Überschrift nicht mehr aufgedruckt.


    Mir ist (bis jetzt) kein Postanweisungsformular bekannt, dass mit einer Marke der Ziffernausgabe frankiert worden ist;

    dies wäre der absolute Oberhammer !


    Grüße,

    Wilfried/SYS1849