• Hallo liebe Freunde,


    diesen Brief von 1920 von Athen nach Nürnberg habe ich gerade auch noch gefunden.


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo Pälzer,


    der ist ja unfassbar schön - und das bei reinem Bedarf, wie wir aus dieser Korrespondenz gelernt haben. Ein Traum von Hellas im P(f)älzer Album! :P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    .

    zur Abwechslung mal eine Postkarte von einer "ganz anderen Ecke" Griechenlands, nämlich von der zweitgrößten der ionischen Inseln Korfu, welches bis 21. Mai 1864 als seit 1815 britisches Kronprotektorat an Griechenland abgetreten worden war. Der Aufgabeabschlag ist schon Luxus und der volle Postdruchlauf lässt sich zwar nicht mit einem Ankungsstempel am Empfangsort in Frankenthal, aber immherin mit dem Eingangsstempel der Adressatin bestätigen.

    .

    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • Mit der Hilfe eines Bekannten in Griechenland konnten wir nun die ersten Portozuschläge der Griechischen Post für Benutzung der Overland Mail Baghdad-Haifa finden.


    Aus dem Text der Verordnung erkenne ich dass es noch eine früherer Verordnung gegeben haben muss, mein Bekannter macht schon auf die Suche danach. Die Abschrift aus dem griechischen der betreffenden Postverordnungen sowie die Übersetzung der selben fehlt noch, kommt aber sicher bald.


    Ist hier jemand der griechischen Sprache mächtig?


    http://fuchs-online.com/overlandmail/Index.htm


    oder direkt zu den griechischen Details:


    http://fuchs-online.com/overla…1/01_eastwards_Greece.htm


    Noch der übliche Hinweis dass ich selbstverständlich so einen Brief suche! Jede Hilfe ist willkommen!

  • Liebe Freunde,


    was macht ein Schwabe in Griechenland, wenn er in seine Heimat, hier: Stuttgart, zu schreiben hatte? Richtig, er spart zuerst einmal Geld.


    So ging es auch der Firma Fels & Co. in Patras, etwa 200 km westlich von Athen, als man am 15.9.1862 bzw. 24.9.1862 (julianischen Kalender beachten, den gab es nicht nur in Russland damals!) einen Brief an die lieben Eltern schickte, der wohlfeil bleiben sollte.


    Mithin war er nicht der lokalen Post aufzugeben, sondern wurde per Boot nach Triest geschmuggelt, wo er am 6.10.1862 mit einer 15 Neukreuzer - Marke frankiert für den DÖPV über 20 Meilen unter 1 Loth korrekt versehen nach Stuttgart geschickt wurde.


    Wer hats erfunden? Nein, nicht die Schweizer, wie in der Werbung, sondern siegelseitig sehen wird den Firmenstempel der Firma Loessl, Kist & Co. in Triest(e).


    Der Postenlauf war nun Triest - Wien - Salzburg - München - Augsburg - Ulm - Stuttgart, wo er am 9.10. mit der 1. Distribution (Verteilung der Briefträger) zugestellt wurde (dem Canzleirath Eating beim Königl. Ministerium des Inneren).


    Für 2 BP$ (Bernatzsche Pizza Dollar) war mir noch nie ein Brief aus Griechenland mit Briefschmuggel in Kabinettqualität über Bayern angeboten worden und so freue ich mich sehr, diesen meiner kleinen und unbedeutenden Transitsammlung Bayern - Österreich beilegen zu können. Ich hoffe, es kommen noch viele weitere dazu.


    Für die, die wie ich immer das Porto gegenrechnen, um zu erkennen, wieviel der Brief bei regulärer Postaufgabe gekostet hätte, hier die "Hard facts":


    9 + 18 Kreuzer rheinisch = 9 Kreuzer rheinisch (15 Nkr.) für die Postvereinsstrecke und 18 Kreuzer rheinisch (30 Nkr.) für den österreichischen Lloyd ab 1858 bis 31.10.1866).


    Also satte 18 Kr. rheinisch = 30 Neukreuzer gespart, so dass der Brief letztlich nur ein Drittel kostete, wenn man gerissen und schlau war.