Ganzsachen Preussen mit Zusatzfrankatur

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank euch Dreien für das Entziffern.
    Das es ein Wertbrief war, war ja zu erkennen.
    Angeboten wurde das gute Stück bei der letzten Köhler Auktion als Brief mit voraus bezahltes Bestellgeld.
    Naja auch ein Köhler macht mal Fehler :P
    Vorausbezahltes Bestellgeld mit 7/20 Loth Gewichtsangabe?


    schönen Gruss


    Peter

  • Hallo zusammen,


    hier eine 1 Sgr.-Wappen-GS mit 2 x 1 Sgr.-Beifrankatur vom Potsdamer Bahnhof nach Elberfeld.



    Adressat war der Fabrikant J.F. Auffermann, Mitglied des Abgeordnetenhauses.
    Der Herr hielt sich aber gerade in der Nachbarstadt Barmen auf, wohin der Brief nachgesandt wurde. Rückseitig finden sich 2 Ausgabestempel (1x aus Elberfeld, 1x aus Barmen) vom selben Tag.


    J.F. Auffermann war nicht nur Mitglied des preußischen Landtags, sondern auch ein erfolgreicher Kupfer-Fabrikant. Das Unternehmen, 1811 gegründet, fusionierte 1908 mit einem anderen metallverarbeitenden Betrieb zur Hindrichs-Auffermann AG. 1994 wurde das Unternehmen dann eine Tochtergesellschaft der VDN (Vereinigte Deutsche Nickelwerke). Eine lange und erfolgreiche Geschichte ...


    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Liebe Sammelfreunde


    von mir mal nachfolgende 3 Sgr. - Ganzsache mit Zusatzfrankatur 3 Sgr. glatter Untergrund Nr. 8 aus Wesel nach Magdeburg.
    Die 6 Sgr. reichten für Versendung des Paketes von 2 Pfund 8 Loth auch vollkommen aus.
    Siegelseitig ist der Paketzettel und ein Rötelkrakel, den ich als 1 1/2 Sgr. lese. In der Zeit vom 01.12.1856 bis 24.11.1862 kostete die direkte Paketbestellung auch tatsächlich diesen Betrag. Zeitlich würde ich den Beleg auch da einordnen.
    Der Breite Weg 201 befindet sich gerade mal 4 Hausnummern vom Postamt entfernt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Nach langer Zeit mal wieder ein Beleg:


    Eine Ganzsache Pr U 13A mit Beifrankatur einer Nr 1 war gerichtet an


    Monsieur
    Monsieur M. Francois Cahon
    rue du roule N° 11
    à
    Paris


    Aufgegeben wurde der Beleg am 28.5.(1859) 9-10 (V) in CLEVE und mit dem üblichen R2 versehen. Auf der Vorderseite wurde der Grenzübergang durch den K2 PRUSSE 3 VALENCIENNES 3 am 29. MAI 59 dokumentiert. Auf der Rückseite der Ankunftsstempel PARIS 5 (60) 5 29 MAI 59.

  • Liebe Freunde,


    hier ein schlichter, abe rganz nett anzuschauender Beifang.
    Ein 1 Sgr.-Ganzsachenumschlag vom Dezember 1859 (U17) auffrankiert mit einer kopfstehenden aber vollrandigen 2 Sgr. Kopfausgabe (Nr. 11) von Berlin nach Essen.



    Gruß
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Michael,
    kopfstehend aufgeklebte Kopfmarken findet man bei Preussen relativ selten. Das hat man dem König aus Ehrfurcht wohl nicht angetan.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Ich bevorzuge eigentlich Ganzsachen, die für den Zweck verwendet worden sind, für den sie hergestellt wurden, aber zuweilen verführen mich interessante Stempel, auch einmal Ganzsachen mit Zusatzfrankatur anzukaufen, so wie in diesem Fall hier.


    Ich zeige einen preußischen Umschlag U17A, gelaufen von Lengenweddingen [1] in die Region bei Mücheln, das exakte Ziel kann ich leider nicht entziffern. Rückseitig auf dem Umschlag ist leider nur ein undeutlicher Siegelrest erhalten geblieben.


    Viele Grüße

    Ingo


    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Langenweddingen