• Hallo zusammen!


    Hier ein Brief - gerade eben gefunden - vom 22.7.1871 mit Mi.Nr. 23, gelaufen von Neustadt a.S. nach Unterwaldbehrungen.


    Siegelseitig keine Vermerke.


    Schöne Grüße vom bayernfarbenvielfaltverrückten


    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo Bayern-Nerv,


    Kosten des Briefes: 3 Kr. Franko, 7 Kr. Chargé und 7 Kr. für den Rückschein. Hat man auch nicht alle Tage ...


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Bayern-Nerv,


    die Variante "gegen Rückschein", hat man auch nicht häufig. Meist liest man nur "gegen Schein", wobei dann nur die Aufgabe bescheinigt wurde.


    Viele Grüße


    kreuzer

  • Hallo zusammen!


    Hier noch eine "Portion" vom heutigen Tauschtag aus einem interessanten Album. :)


    Auch hierzu lese ich gerne Eure Kommentare.


    Schöne Grüße


    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo Bayern-Nerv,


    der kleine aus Eggmühl ist nicht übel und kommt m. E. häufiger in blau oder violett, als in schwarz vor. Auch ein 5 Cent Kauf?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bayern klassisch!


    Du sagst es, auch ein 5-Cent-Kauf - das Album habe ich 3 mal von vorne bis hinten durchgesehen!


    Schöne Grüße


    Bayern-Nerv Volker

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Lieber Freunde,


    kein 5 Cent - Kauf war der Brief aus München vom 30.3.1874 nach Verona. Nach dem PV Bayerns mit dem Königreich Italien kosteten einfache, bis 15g schwere Briefe 4,5 Kr. je Postverwaltung bei der Leitung über Österreich (Transit war kostenlos). Nach 2 Tagen erfolgte die Zustellung - schneller geht das heute auch nicht, nur günstiger.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Hallo zusammen,


    auch kein 5 Cent Kauf, ich musste den Wucherpreis von 1 € zahlen, aber ich fand die Adressenseite schön.



    schönen Gruss


    Peter


  • Hallo peterhz,


    ein sehr interessanter Brief - Glückwunsch.
    (Wer so etwas für 1 € liegen lässt, sollte mal zum Arzt gehen.)


    - Wo war denn der Chargé-Stempel in Roggenburg?
    Der hds. "Chargé-Stempel" mit Rötel, blau eingerahmt und die schwarze Chargé-Nummer - einfach Spitze!


    - Aber was bedeutet denn der Vermerk unten "Auslage 2 x"


    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Hallo Peter und Bayern-Kreuzer,


    den würde ich für 2 Euro glatt nehmen, wenn dir 100% Gewinn also recht sind? ;)


    Theoriemodus an: Roggendorf sandte in dem Brief, daher auch unter Chargé handgemacht, eine Zustellurkunde oder ähnliches, die in Augsburg zu insinuieren war.
    Die Insinuationsgebühr betrug 4 Kr.. In Augsburg waren diese 4 Kr. halbscheidig zu teilen zwischen dem Amts- und Postboten. Der Vermerk Auslage 2x könnte damit in Zusammenhang stehen, weil man vom Empfänger 2 Kr. kassieren wollte und dieser auch zu zahlen hatte. Theoriemodus aus. ;)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo zusammen!


    Gerade beim Kramen in der Kiste entdeckt - nichts außergewöhnliches, hab ich irgendwann mal mitgenommen - Nr. 23 auf Brief vom 28.7.18.. von Kronach nach München (Hotel zum Deutschen Kaiser) - mit Ank.-Stempel München + Briefträgerstempel 59.


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

  • Hallo Bayern-Nerv,


    mit der attraktiven Farbkombination Gelb-Rot könnte ich auch dienen, aber das zeige ich vlt. einmal später.


    Heute soll uns eine Postanweisung aus Grafing MKT. zeigen, wie so etwas vor 137 Jahren ablief. Der Absender wollte 2 Gulden und 33 Kr. an "Herrn Steinberger Scribent beim K. Landgericht Ebersberg am 25.11.1874 überweisen. Postexpeditor Weissmüller (verwandt oder verschwägert mit "Johnny Weissmuller", dem Tarzan - Darsteller?) fertigte den Vordruck aus (das durfte der Absender nicht) und frankierte mit 6 Kr. portogerecht für Anweisungen im inneren Verkehr von Bayern bis 50 Gulden (über 50 bis 100 Gulden hätte man mit 12 Kr. frankieren müssen, Tarif vom 28.1.1872 bis 31.12.1874).


    Auf den Coupon, jetzt nicht mehr vorhanden, konnte man die Absenderadresse oder kurze Notizen schreiben. Nach der VO Nr. 3555 vom 29.3.1870 musste ab dem 1.4.1870 von dem Postanweisungsformular (nicht vom Coupon) die obere linke Ecke "coupirt" werden, wenn der Betrag ausgezahlt worden war. Dies wurde hier am 26.11.1874 richtig gemacht.


    Dergleichen frankierte Vordrucke gab es viele - jedoch sind heute kaum noch welche vorhanden, weil die allermeisten amtlich vernichtet wurden. Nach Auszahlung und Quittierung des Betrages verblieben die PA im Besitz der Post und wurden nach Fristablauf üblicherweise vernichtet. Die wenigen, die es heute noch gibt, werden von Spezialisten gesucht und nicht gering bezahlt.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Hallo bayern klassisch,
    eine frankierte Postanweisung habe ich nicht, aber eine Frage dazu... ;)


    Wie ist denn der Zusammenhang zwischen einem (unfrankierten) Aufgabeschein für eine Postanweisung (wie von Dir im Postablage-thread gezeigt, PA Urspringen), und dieser selbst?

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Lieber mikrokern,


    ich bin mir nicht sicher, deine Frage 100% zu verstehen, aber für jede PA wurde ein Schein ausgestellt, weil ja sonst niemand gewusst hätte, wer wem was überweisen wollte.


    Scheine für Postanweisungen gibt es heute noch zu Zehntausenden - mit Postablagestempel vlt. ein paar Dutzend, wenn du das meinst. Ob es eine 3stellige Zahl von markenfrankierten PA gibt, würde ich eher bezweifeln. Die meisten Sammler dürften keine 10 gesehen haben.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,
    das mit dem Aufgabeschein war mir nicht klar.


    Dachte, der Coupon wäre der Nachweis für den Einzahler, in etwa so, wie das heutzutage bei Posteinzahlungen gemacht wird.

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Lieber mikrokern,


    der Coupon war für den Empfänger, damit der wusste, worum es ging.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    ja, dann ist alles klar. Ist der Coupon auch gestempelt worden, oder war der wirklich nur Medium für Mitteilungen von Absender an Empänger?

    Beste Grüsse vom
    µkern

  • Lieber mikrokern,


    etwas off topic, aber um es dir bildlich zu veranschaulichen eine 7 Kr. PA aus Feuchtwangen vom 7.6.1875 mit anhängendem Coupon über 19 Gulden und 53 Kreuzer (man hatte also 20 Gulden bei sich und musste die Gebühr von 7 Kr. für die PA davon abziehen) nach Westheim in Württemberg.


    Hier notierte man auf dem Coupon: Unterstützung des Christian Stäb, abzüglich 7x Porto, k. Section Feuchtwangen".


    Viel besser geht es nicht. ;)


    Liebe Grüsse von bayern klassisch