103 Departement de la Roer

  • Hallo Erwin,


    Sofern Dein Brief nicht datiert ist, ist es schwer, das Porto zu bestimmen. Jedoch die Anzahl Rückseite ist eine 3.
    Angesichts der Entfernung zwischen Krefeld und Duisburg, man kann sagen, daß das in einem Brief zwischen 6 und 8 gr entspricht (tarif von 20/07/1802 und 10/12/1806).


    Viele Grüsse.


    Emmanuel.

  • lieber Nils, lieber Emmanuel,
    danke für eure Beiträge. Das hilft schon etwas weiter. Emmanuel, kannst du die Tarife (tarif von 20/07/1802 und 10/12/1806) mal zur Verfügung stellen? Dein Link hilft mir nicht weiter, ich kann kein Französisch.
    viele Grüße
    Erwin W.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo Nils,


    in #78 schreibst du, daß das Porto von Krefeld nach Duisburg 6½ GGr betrug. Damals war Porto generell recht teuer, aber so viel für ca. 20 km? Kann es nicht sein, daß es Décimes waren?


    beste Grüße


    Dieter


    PS: Werde in Kürze ein paar Dép. 103-Briefe zeigen.

  • Hallo zusammen,


    hier die Hülle eines Briefes, der von CLEVES ? nach FRANKFURT geschickt wurde. Was mich verwirrt ist die Tatsache, daß der Brief in CLEVES den PP-Stempel erhielt, links unten aber den Vermerk trägt: par Cleves, Cologne. Kam er vielleicht doch von außerhalb? Die Adresse und die Vermerke wurden jedenfalls von jemand geschrieben, der nicht (mehr) flüssig schrieb.
    Oben rechts wurde der Aufgabe-Vermerk 'franco Köllen' in anderer Schrift wiederholt, jedoch wieder gestrichen. Das scheint mir der Tinte nach die Person getan zu haben, die auf der Rückseite den Tax-Vermerk 7 angebracht hat. Welche Währung war das? 7 Kreuzer bis Frankfurt?


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo zusammen,


    nun ein wirklich interessanter Beleg: Der Regierungs-Prokurator beim Kreisgericht Kleve hat am 15.12.1814 wegen der Suche nach einem Dieb einen Steckbrief herausgegeben, der nun auch an den Bürgermeister in Grave geschickt wurde. Dieser Ort liegt in den Niederlanden und gehörte damals zum benachbarten Département 126 mit dem Hauptort 'sHertogenbosch.
    Links unten finden wir den üblichen Vermerk, der diesen Brief als dienstlich ausweist.


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    ein wundervolles Stück - so noch nie gesehen. Aber Nachbarschaftshilfe ist eben kein Terminus unserer Zeit, sondern gab es sogar unter Behörden schon viel früher. Danke fürs Zeigen dieser Oberrosine. :P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Hermann,


    ein feiner Brief, aber Süchteln liegt bei Mönchengladbach, nicht bei Bielefeld. Sonst passt alles. :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Hermann,


    mein Glückwunsch zu diesem Beleg. Aus der Zeit zwischen dem Abzug der Franzosen Mitte Januar 1814 und der Übernahme durch die Preußen am 1.7.1816 sind nicht gerade viele Belege aus dem Raum bekannt. In meinem Besitz befinden sich bisher nur 2 Belege. Einer davon ist der an anderer Stelle gezeigte Steckbrief vom 15.10.1814.
    Nach dem Abzug der Franzosen bereiste der T & T Postdirektor Diez ab dem 25.4.1814 die Poststationen zwischen Krefeld und Kleve zwecks Inbesitznahme. Statt der geplanten 8 Tage benötigte er 26 Tage. Alleine in Krefeld hatte er 8 Tage Aufenthalt und in Kleve 10 Tage. Nur rund 1 Monat später ging dein Brief auf die Reise.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Freunde


    Briefe von französisch okkupierten Aachen nach Spanien war vor Basler Frieden 22. Juli 1795 nicht einfach. Die Grenze zwischen Frankreich und Spanien war geschlossen. Ein Möglichkeit war, wie hier gezeigt, der Brief über England zu schicken obwohl es auch über Feindesland war. Wohl aber dann nicht postalisch geschickt sondern privat über irgend einen Vermittler.

    Hier sieht man zwar kein Vermittlername oder Hinweise dazu, aber der Empfänger hatte mehrere Kontaktpunkte in England, was man bei anderen Briefe sehen kann.

    Dieser Brief war in Aachen 10. Juli 1795 geschrieben und privat nach England gebracht. Spuren von England gibt es keine vor der Inglaterra Stempel in Coruna oder Madrid angebracht war. Man kann sich sicher fragen ob der Brief fälschlicherweise abgestempelt ist, aber da es mehrere Briefe, von Grossbritannien oder anderen Länder, an Dalemus in Barcelona gibt die gleich behandelt waren gibt es kein Zweifel dass dieser Brief mit englischen Packet von Falmouth nach Coruna gebracht war.

    Der Empfänger in Barcelona muss wie man sieht 9 Reales bezahlen was ein einfacher Brief bis 4 Adarmes heisst.

    Rückseitig gibt es ein Ankunftsstempel, es heisst Teile davon, was ich nicht ganz deuten kann.

    Viele Grüsse

    Nils