Briefe aus Königsberg in Franken (Enklave in Bayern) in den DÖPV

  • Liebe Sammlerfreunde,

    viele Briefe aus Königsberg in Franken (Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha / Thurn und Taxissches Postgebiet) findet man nicht. Königsberg war eine Enklave im Königreich Bayern (von Bayern ganz umschlossen) und brachte die Post durch tägliche Postbotengänge nach Hassfurt (Bayern). Hier ein Brief, frankiert mit 9 Kreuzer und entwertet mit Nummernstempel 232. Aufgabestempel KÖNIGSBERG IN S. COBURG, leider ohne Datum. Ab und Zu stempelte Hassfurt den Durchgang. Hier aber nicht. Der Brief ging nach Dresden (Sachsen). Zu Königsberg in Franken darf ich auf den Rundbrief Nr.26/2010 (Bavaria-Post) der Arge Bayern verweisen.

    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Hallo Sammlerfeunde,

    Königsberg, mein Lieblingsort, nur wenige Kilometer von mir entfernt, kommmt hier also auch zu Ehren. Ein kleines Städtchen mit einer sehr wechselvollen Postgeschichte.
    Thurn & Taxis, Preußen, Norddeutscher Postbezirk, Deutsches Reich, alle waren dort vertreten. Eine Heimatsammlung zusammenzutragen ist nicht einfach. Es gibt nur wenige Belege aus Königsberg, darunter alledings einige "echte Kracher". So verwendete man in Königsberg die 2 Kreuzer Deutsches Reich mit großem Brustschild (Nr. 24). Da sind mehrere Briefe bekannt.

    Bleiben wir aber hier bei den Taxis-Marken.
    Ich möchte einen Brief aus Königsberg nach Coburg vom 17.4.1865 zeigen. Der Empfänger zahlte noch 1 xr Zustellgebühr.

    Gruß
    bayernjäger

  • Liebe Freunde,

    vlt. kann der liebe VorphilaBayern den Titel etwas modifizieren, wenn er will, dann passte auch dieser hinein, der keinen Transitstempel von Hassfurt bekam, als er 1857 auf seine kurze Reise geschickt wurde.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Bilder

    Liebe Grüsse vom Ralph


    "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." Vicco von Bülow aka Loriot.

    "Great minds discuss ideas; average minds discuss events; small minds discuss people." Eleanor Roosevelt.

  • Liebe Sammlerfreunde,

    noch zwei Postscheine kann ich zeigen:
    Recommandations-Schein, ebenfalls für den Bezirksverkehr mit handschriftlich Königsberg vom 25. Juni 1860 für einen Einschreibebrief nach Offenbach.
    Sowie einen Recommandations-Schein für das Postvereinsgebiet, ebenfalls handschriftlich Königsberg vom 25. Juni 1860, für einen Einschreibebrief nach Bamberg.

    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Hallo Sammlerfreunde,

    hier nach langer Zeit mal wieder ein Brief aus Königsberg.

    Königsberg - Hirschberg in Schlesien vom 17.8 1860.

    Schon allein die wenigen hier gezeigten Belege lassen auf das kaum vorhandene Briefmaterial schließen.

    Gruß

    bayernjäger

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein weiterer Brief wie bereits unter post 6 zu sehen:

    Königsberg nach Halle diesmal vom 21.9.1862 frankiert mit 9 xr der 2. T&T-Ausgabe.

    Gruß

    bayernjäger

    PS: Wenn jetzt noch die drei Reco-Scheine von vorphila bei mir und nicht bei jemand anders gelandet wären, wäre bei mir auch das Themenfeld Postscheine von Königsberg nahezu vollständig.

  • :P:P:P

    Liebe Grüsse vom Ralph


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  • Hallo Sammlerfreunde,
    einen schönen Beleg für meine Königsberg-Sammlung konnte ich ergattern.
    Coburg - Königsberg in Franken vom 26.3.1855, frankiert mit 3 xr.
    Die Strecke von Coburg nach Königsberg betrug 35 km (ca. 5 Meilen), wofür 4 xr Franko (Entfernungszone 3-15 Meilen) erforderlich waren. Der Brief war also um 1 xr unterfrankiert und erhielt den Vermerk "I x Nacht." (=Nachtaxe), sowie unter dem Strich eine "I" für 1 xr Bestellgeld.
    Es kam für die zu Sachsen-Coburg-Gotha gehörige, aber in Bayern gelegene Enklave der interne Thurn&Taxis-Tarif in Anwendung. Ein Brief in die 1. Entfernungszone (bis 10 Meilen) im DÖPV (z.B. das benachbarte Hofheim in Unterfranken) hätte nur 3 xr gekostet. Wahrscheinlich hat der Absender angenommen, es kommt die DÖPV-Taxe in Anwendung.
    Gruß
    bayernjäger

  • Hallo Udo,

    gab es denn bei unterfrankierten Briefen innerhalb des taxischen Postbezirks keinen Zuschlag?

    Liebe Grüsse vom Ralph


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  • Hallo Ralph,
    Porto- und Francobriefe kosteten im Taxis-Postbezirk gleich viel. Einen Zuschlag gab es nicht.
    Anbei ein weiterer Brief mit Nachtaxe aus Meiningen (Herzogtum Sachsen-Meiningen) nach Königsberg vom 12.9.1860. Entfernungszone und Behandlung identisch.
    Gruß
    Udo

  • ... auch sehr schön - ergibt eine super Seite!

    Wußte nicht, dass der eher geldgierige Fürst solche Modalitäten genehmigt hatte. Man lernt hier immer etwas dazu ... :thumbup::thumbup:

    Liebe Grüsse vom Ralph


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