Unfrankierte Briefe

  • Hallo und guten Morgen, :)


    nachfolgender Brief bereitet mir in der Erklärung (noch) Kopfzerbechen:


    Portobrief von Carlsruhe am 6. August 1869 nach Menslage in Hannover. Dort wurde er mit 2 Groschen nachtaxiert. Ich finde beim NDP keine Infos hinsichtlich eines Zuschlages bei unfrankierten Sendungen. Meine Frage nun: War dem so - also 1+1 ?


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

  • Lieber Schorsch,


    vom 1.1.1868 bis 31.12.1871 kosteten Briefe bis 1 Loth (16,66 Gramm)
    frankiert 3 Kreuzer, bzw. 1 Groschen, unfrankiert 7 Kr., bzw. 2 Gr.
    Briefe über 1 bis 15 Loth (einschließlich), frankiert 7 Kr., bzw. 2 Gr.,
    unfrankiert 11 Kr., bzw. 3 Gr.
    Ab 1.1.1872 wurde die Gewichtseinteilung in Kilogramm (1000 Gramm)
    geändert, von 16,66 Gramm (1 Loth) in 15 Gramm = 1. Gewichtsstufe.


    Beste Grüße,
    Hermann

  • Hallo in die Runde,

    für die Beschreibung nachfolgender Briefhülle einer Dienstsache brauche ich Eure freundliche Hilfe. Der Brief ist für mich schwer datierbar, der Cursstempel lässt Ende der 1850er Jahre vermuten.

    Leider kann ich auch die Anschrift nicht vollständig lesen. Großherzogl. Amts...?



    Herzliche Grüße vom Stempelfreund

  • Hallo Stempelfreund,


    Großherzogliches Amtsrevisorat in Kork.


    Von Lahr nach Kork waren es 26 km, also recht nah. Als unfreier Brief ab dem 1.1.1868 kostete das 7 Kr. bis 1 Loth.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus