Brustschild-Belege nach Bayern

  • Brief von Göttingen nach München, vom 21.9.1872. der Absender brachte einen Normalbrief, frankiert mit 1 Groschen großer Schild zur Post. Der Brief hat aber mehr als 20 g gewogen, daher Postvermerk fr 1= bestehende Frankatur 1 + (1) = Dieser als Barzahlung 1 Groschen. Als Quittung der F-Stempel.

    An großen Postämtern mit viel Post kam man auf die Idee den Markenwert in bar zu kassieren (!). Ein Einkreisstempel mit einem

    zusätzlichen F (franco) diente als Quittierung in rot. Diese Form stellte sich als sehr aufwändig heraus, weshalb diese Art der Gebührenerhebung bald abgebrochen wurde.

    Einmal editiert, zuletzt von PeJa ()

  • ... sehr schönes Stück, so nach Bayern noch nie gesehen. :love::love:


    Aber der Brief dürfte über 15g gewogen haben. 20g Schritte gab es keine.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • Hallo Peter,


    ab 1.1.1872 war das Loth Geschichte und durch 15g ersetzt worden. Kein Problem, zeig gerne mehr von deinen Schätzen. :)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen. Rechtsstaat ist, wenn das Schaf überlebt.

  • weshalb diese Art der Gebührenerhebung bald abgebrochen wurde.

    Hallo Peter,


    was meinst du damit? Die ersten Geräte wurden 1866 eingeführt und die Liste der zugelassenen Postämter wurde schnell immer länger. In der Tat wurden 1872 ein paar Orte gestrichen, 1873 immerhin 7, 1874 weitere 12 und 1875 wieder 8 Orte. Ende 1875 hatten immer noch 24 Postanstalten solche Stempel. 1876 - 1878 wurden weitere 7 gestrichen. Die letzten F-Stempel sind 1880 in Berlin registriert.

    Von einem baldigen Abbruch dieser Art der Bezahlung von Gebühren kann man daher wohl nicht sprechen.


    viele Grüße

    Dieter

  • Moin,


    Karoline Hey könnte im Übrigen die Frau von Julius Hey, Gesangslehrer und Musikpädagoge sein.

    Der Brief ist toll, Teilbarfrankaturen sind im Allgemeinen selten. Und ja - zweite Gewichtsstufe bis 250 Gramm. Zum 1.1.1872 wurde das Gewicht von Loth auf Gramm umgestellt und die erste Gewichtsstufe ging bis 15 Gramm. Aber der rote F-Stempel von Göttingen ist doch besser als eine zweite rote Marke.


    Grüße


    Alexander

  • Danke Dieter,
    hast Du da eine Quelle, die mir hierzu weiterhelfen?
    Beste Grüße
    Peter