Nr 3, 3 Kreuzer Rot

  • Hallo Freunde


    Die 3 Kreuzer Rot von 1850 ist ein häufiger und schöner Marke. Aber bis jetzt kann ich kaum einen zeigen. Und es will ich mal ändern (kann man hoffen).


    Hier zeige ich einen Brief der von Dornbirn nach Feldkirch geschickt war, im Jahr 1854. Weil ich vorläufig kaum diese Marken studiert habe, kann ich nicht viel zu diese Marke sagen.
    Aber meine vorläufige Beurteilung ist eine Nummer 3 IIIa Platte 5 oder A.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Pälzer


    Danke, :) Ja, finde ich auch.


    Interessant auch hier ist der Ankunfsort oben geschrieben. Findet man ab und in Österreich so.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils, hallo Pälzer,


    auch von mir meinen Glückwunsch zu dem sehr schönen Brief
    mit dem tollen Abschlag :P:P


    Viele Grüsse
    Bayern Social

    Beste Grüsse von
    Bayern Social




    "Sammler sind glückliche Menschen"

  • Hallo die Runde


    @ bayern social - Es ist nicht untypisch ein Abschlag von Dornbirn. Sieht gut aus so, aber wird immer schwierig die Marken zu beurteilen wenn der Stempel die Marke so deckt. Ich habe eben die Marke etwas genauer Studiert und ist jetzt typifiziert geworden.




    Ein anderen Brief mit dieser Marke habe ich, diesmal aus Innsbruck nach Füssen in Mai 1856 geschickt.
    Die Marke hier ist eine Nr 3 IIIb Platte C2, welche man auf den Punkt in 2. R in Kreuzer und 3 fache Gravur entscheiden kann. Trotz guten Stempelabschlag habe ich hier Glück gehabt und die Merkmale einfach gefunden.


    Viele Grüsse
    Nils

  • Hallo Freunde,


    zuerst einmal an Nils Glückwunsch zu den beiden schönen 3-Kreuzer-Briefen - diesmal nicht aus Bayern, sondern aus Österreich. Insbesondere der Dornbirner gefällt mir gut.


    Ich habe nur einen Brief mit dieser Marke. Er lief im Mai 1857 als Postvereinsbrief von Salzburg an den Lebzelter NIggl ins bayerische Mühldorf.
    Zur Marke selbst (Typ, Platte usw.) kann ich leider nichts sagen; hier fehlt mir die entsprechende Literatur.


    Viele Grüße
    bayern-kreuzer

  • Hallo Bayern-Kreuzer


    Ein Lebzelterkorrespondenz sieht man gern :) Besonders in dieser Qualität :) :)


    Literatur zu die Marken habe ich nicht per Buch aber diese Seite sollte lange reichen wenn es um Druck geht


    http://www.philaforum.com/forum/thread.php?threadid=9577



    Sehr übersichtlich gemacht, aber nicht einfach alles von einander zu halten wegen der Informationsmenge. Aber wenn man Zeit hat....


    Danke fürs Zeigen


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Liebe Sammelfreunde


    von mir heute mal zwei Belege mit dieser Marke.


    Erster Brief vom 16.09.1853 aus Wien nach Theresienfeld, zweiter vom 11.11.1856 aus Prag nach Steinschönau, welcher auch in Bodenbach war.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Liebe Sammlerfreunde!


    Möchte euch hier einen besonderen Brief "überfrankierter Ortsrekobrief" aus meiner Sammlung zeigen.


    Während der Einführung der Briefmarken in Österreich wurde die Reko-Gebühr (Lombardei - Venezien) mit 30 C angegeben, unabhängig von der Entfernung die der Brief zurücklegen musste. Ausnahmsweise wurde diese Gebühr auf 15 C gesenkt (Ortsrekogebühr/gleicher Postbezirk). In der Praxis ist es möglich, Briefe mit beiden Gebühren zu finden.


    Wahrscheinlich war die Anzahl der rekommandierten Briefe innerhalb des gleichen Postbezirks relativ gering, weshalb mancher Postbeamter die Existenz der ermäßigten Gebühr vergessen hatte. In kleineren Städten (innerhalb des Postbezirks) ist es daher möglich Korrespondenzen mit dem gesamten Tarif (Reko) von 30 C zu finden. Während Ferchenbauer in seinem Attest von einem Postbetrug ausgeht, bin ich hier anderer Meinung.


    Es dürfte jedoch vermutlich einfacher sein rekommandierte Briefe (Stadtpost) mit der korrekten Einschreibegebühr von 15 C zu finden.



    10 Centesimi schwarz, Handpapier Type Ib/Platte 1, sowie rückseitig als Rekoporto 15 Centesimi dunkelzinnoberrot, Handpapier Type I/Platte 2 und 15 Centesimi zinnoberrot, Handpapier Type IIa/Platte 2 zusammen auf kpl. Orts-Rekobrief in Dolo (zwei verschiedene Typen und auch Farbnuancen). Der Brief trägt vorne den kompletten Nebenstempel "RACCOMANDATO" sowie auf den Briefmarken den kompletten Abdruck des schwarzen Langstempels "Dolo 23.FEB."


    Lg Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    verstehe ich das richtig: Postbetrug dadurch, dass man dem Absender 15 Cmi. zuviel abgeknüpft hat?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Ganz genau.


    Massimiliano Ferroni & Mario Serone Herausgeber des Literaturwerkes "10 Centes."

    sind ebenfalls der bereits oben angeführten Auffassung, also dass es sich nicht um einen Postbetrug handelt.


    Lg Bernhard.

  • Hallo Bernhard,


    das würde m. E. nur dann Sinn machen, wenn die Postler dort an den Verkäufen der Briefmarken prozentual beteiligt wären, also hohe Umsätze = hohe Gewinne aus dem "Markenverschleiß". War das so?


    Oder bekam die Aufgabepost bei Rekobriefen die Rekogebühr allein für ihre Kasse? Das wäre auch plausibel.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Ralph!


    Mir ist nichts bekannt, dass die Briefträger an den Verkäufen von Briefmarken prozentuell beteiligt gewesen wären. Es kommt jedoch vereinzelt vor, dass sie in die eigene Tasche gewirtschaftet haben, trotz des geringen Aufkommens bei rekommandierten Briefen innerhalb des gleichen Postbezirks.


    Näheres weiß ich dazu leider nicht.


    Lg Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    ich habe nicht die Briefträger gemeint, sondern die Beamten bzw. Posthalter selbst; die waren in Bayern mit 5% Provision an dem "Markenverschleiß" beteiligt, hätten also, wäre es in Österreich genauso gewesen, schön verdient, wenn sie Marken verkauft hätten, die keiner brauchte.


    In jedem Fall ein feines Stück, über das sich ein kleiner Vortrag unter Kennern sicher lohnte.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus