Kaiserliche Reichspost in Herzogtum Bayern

  • Hallo Pälzer


    Ein interessanter Brief :) aus ein interessanter Zeit.


    Der Brief lief ein Jahr nachdem die Wittelsbachischer Territorien wiedervereint waren.



    Ein Wetzlar Brief ist hier gezeigt, aber dieser nicht nach Bayern. Taxierungen



    Genau wie es bei den Rötel war, wage ich auch nicht zu beurteilen.


    Danke fürs Zeigen
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    danke auch Dir. Vorphila ist für mich eigentlich nur ein "Nebenjob", aber wenn mir was gefällt, dann nehme ich es mit. Das war hier der Fall ^^


    Mit den Taxierungen der Zeit scheint es wohl allgemein nicht so einfach zu sein. Gibt es denn hierzu eigentlich gar keine Primärliteratur ?


    So und jetzt muss ich mal Deinem Hinweis nachgehen und schauen was es so mit der besagten Wittelsbacher Wiedervereinigung auf sich hat.


    Gruß !


    Tim

  • Hallo Tim,


    ich behaupte, dass du dich besser mit den Taxen der kaiserlichen Reichspost auskennst, als die Herrschaften damals. :D Man brauchte dazu lange Listen, von wo bis wo etwas wie viel kostete - und wenn man sie mal hat, stellt man fest, dass oft nicht danach gearbeitet wurde.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Tim


    Wenn es um Literatur für Taxierungen habe ich leider keine. Ich denke dass man ganz einfach eine Menge Briefe sammeln muss und dann eine Erfahrung bekommen so dass man entscheiden kann was eine sinnvolle Taxierung ist oder nicht. Wenn die Taxierung auch mit bekannte oder nicht bekannt Verordnung stimmt, ist dann zu hoffen.
    Ich denke dass man ein Muster finden kann, besonders bei die Hauptrouten. Bei komplizierteren Laufwege wird es schwieriger.


    Interessant ist die Zeit auf jeden Fall und ein unerschöpfliche Quelle für Frustration und Freude :)



    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Ihr zwei...Schlitzohren :D


    Ich denke dass man ganz einfach eine Menge Briefe sammeln muss und dann eine Erfahrung bekommen...


    ....auf jeden Fall und ein unerschöpfliche Quelle für Frustration und Freude :)


    ich behaupte, dass du dich besser mit den Taxen der kaiserlichen Reichspost auskennst, als die Herrschaften damals. :D


    ...ich hab das schon ganz genau verstanden: Genau so kriegt man einen, der Vorphila nur nebenbei sammelt richtig dafür begeistert... 8o


    Aber Spaß bei Seite, wo Ihr denn Recht habt habt Ihr Recht. Ich werde also demnächst ein bischen mehr das Auge für solche Dinge offen halten, damit ich wenigstens so ein bischen mitreden kann.


    Gruß !


    Tim

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgender Brief:
    Eingeschriebener (links unten: "Bestens empfohlen") Frankobrief (rechts unten "frco" und siegelseitig "3" = 3 Kreuzer) mit handschriftlich "v.Pfader" = Pfatter, an Franz Xaver Johann Nepomuk Alois Hyacinth Norbert Freiherr von Rechberg und Rothenlöwen, der seit 30. März 1796 Domherr der hohen Domstifte Regensburg und Passau war. Der Brief ging nach Passau. Der vorherige Sammler schrieb, daß er aus Paderborn ist (v.Pader. = von Paderborn). Siegelseite 3 Groschen Franko. Ich denke jedoch, daß er aus Pfatter ist.
    Was sagen die anderen. Das Siegel konnte ich in keinen Wappenbuch finden.
    In Pfatter war seit 1630 eine kaiserliche Reichspostanstalt (Thurn und Taxis). In Paderborn seit 1656 eine kaiserliche Reichspostanstalt im Hochstift Paderborn (Thurn und Taxis).
    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    ein sehr erstrebenswerter Brief, der todsicher aus Pfatter ist und nicht aus Paderborn.


    Reichspostbriefe aus dieser Zeit wiesen ein Absatzfranko auf, also "fco FFurt" oder ähnliche Vermerke. Daher hatten sie siegelseitig das Franko bis zum Absatzpostamt und vorn das Porto ab da bis zum Zielpostamt. Das fehlt hier - ganz klar 3x Franko für einen Bayernbrief.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    herzlichen Dank.
    Ab 1802 ist der erste Stempel in Pfatter (PFADEL R.4.) belegt. Somit dürfte der Brief aus der Zeit von 1796 bis 1802 liegen.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    das sehe ich ähnlich - es gab noch keinen Chargéstempel, keine Reco - Nummer und keinen Stempel vom Aufgabeort.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    zum Beleg von liball in Abschnitt 2., ein ähnlicher Brief:
    Teilfrankobrief (franco Schaffhausen - Siegelseite 6 Kreuzer Franko) von Isny (1803 bis 1806 zum Reichsgrafen von Quadt) vom 12. Juli 1804, nach Lausanne. Siegelseitig der seltene Abschlag des Rayonstempels "WALDSHUT.R.2." als Transitstempel. Zur Taxierung des Portos müssen sich die Experten äußern.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Hermann,


    mir ist nicht erinnerlich, auch nicht bei über 40 Jahren des Bayernsammelns, einen Ortsbrief aus dem 18. Jahrhundert gesehen zu haben, noch habe ich je darüber gelesen.

    Schon Ortsbriefe aus den ersten Jahren des Königreichs wären m. E. sehr, sehr selten und jetzt holst du solch eine Granate hervor - sagenhaft. :):)

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,


    vielen Dank.

    Das stimmt. Habe bisher aus dieser Zeit auch noch keinen Brief gesehen, der bei der Post aufgegeben wurde (mit Aufgabestempel).



    Liebe Grüße,

    Hermann