Bunte Würzburger Auslagen Stempel

  • Hallo


    Gibt es denn eine Aufstellung von Verwendungszeiten der Würzburger Auslagenstempel? Habe gerade einen in Rot aus 1845 hereinbekommen. Das Thema wurde schon einmal ausführlich im Philaforum behandelt jedoch ohne zeitliche Eingrenzung.


    Gruß Harald

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Hallo guy69,


    die ersten waren schwarz, weil das die vorherrschende Farbe in den 1830er Jahren Würzburgs war. Dann wurde lange Zeit rot gestempelt (bis 1848), ab 1848 bis 31. Oktober 1849 in blau bzw. blau-grün, ab 1.11.1849 wieder in schwarz bis Anfang 1852, ehe der Auslagestempel in Wegfall kam.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Harald


    Die Auflistung findest du im PhilaForum, wie du schreibst, aber die Daten waren die bis dann gekannte Datumen. Ob neue erkenntnisse dazu gekommen ist, weiss ich nicht. Die Daten auf Seite 1 ist nicht die richtige weil wir nachher schon einige Verschiebungen machen konnte. Ich denke auf Seite 3-4 oder so findest du was du suchst, aber diese Seiten kennst du ja auch schon.


    Nachtrag: Luitpold war ja der grosse "Buchführer" hierzu und auf Seite 2 ist die Liste


    http://www.philaforum.com/foru…ght=&hilightuser=0&page=2


    Dein Rote Stempel aus 1845 ist daher gut innerhalb die Normalverwendungszetit.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Ah, Danke. Hier mal die Übersicht aus dem Forum.


    Schwarz: 19.10 1837 bis 26.8.1840 (* 1839 kein Beleg)


    Rot: 3.10.1840 - 1.11.1845 * / 28.10.48 (1846/1847 kein Beleg)


    Blau: 31.1.1849 - 30.10.1849


    Schwarz: 29.11.1849 - 13.9.1851

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Hallo VorphilaBayern


    Danke fürs Zeigen. :)


    Dann ist die schwarze Farbe auch in 1839 belegt geworden.
    Und jetzt brauchen wir rote Stempelabschläge aus 1846/47 um alle Jahre zu belegen. Ich nehme an dass es auch hier Rot benutzt war, weil es in 1848 auch Rot gab.
    Interessant sind auch die Übergangsphasen, und ob man hier mehrere Farben gleichzeitig zeigen kann.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Schwarz: 19.10 1837 - 26.8.1840
    Rot: 3.10.1840 - 28.10.48
    Blau: 31.1.1849 - 30.10.1849
    Schwarz: 29.11.1849 - 13.9.1851

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Schwarz: 23.06.1837 - 26.08.1840
    Rot: 03.10.1840 - 28.10.1848
    Blau: 31.01.1849 - 30.10.1849
    Schwarz: 29.11.1849 - 13.09.1851

    Wein- und Sektstadt Hochheim am Main

  • Zuerst viele liebe Grüsse aus Südtirol!


    Hallo bk. und Vorphila - Freunde! Da ich grad bei der Beschreibung meiner Auslagen - Briefe bin und einige dabei sind
    die für mich schwierig zu beschreiben sind,möchte ich mich an Euch wenden. 2 Briefe kommen aus London und 1er aus Karlsruhe.


    Der Brief aus Karlsruhe hat rückseitig einen Stempel aus Würzburg (Einkreis mit Datum, gleiche Farbe wie Auslagest),und
    den Ankunpftsst.: Fürth. Der Brief London - München Rückseitig. Doppelkreis London 10. dec. 1839.Weiters einenAngilterra -Ostende,rot,
    und noch den Halbkreisst.: Würzburg. Der Brief London - Nüremberg hat rückseitig einen Doppelkreis mit einen
    großem B weiteres nicht lesbar, weiters den Würzburger Einkreis blau 8 Juli 1849 und 2 Ankunpftst.: Nürnberg.Hoffe es ist Hilfe genug
    für die beschreibung.
    Somit erbete ich von Euch eine grosse Hilfe und mit vielen Dank vorab grüsst nochmals: Planke

  • Hallo Planke


    Drei interessante Briefe :)


    Aber vor ich versuche die Briefe zu beschreiben wäre es sehr hilfreich auch die Rückseiten zu zeigen.
    Mach es gern als Regel die Rückseiten zu zeigen. :)


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Planke,


    vlt. zukünftig vlt. die Briefe einzeln zeigen - je vorn und hinten. Ist alles ein bißchen komplexer als nur lose Marken zu zeigen.


    Der 1. Brief: Postvertrag Baden - Bayern vom 1.8.1843 mit 12x Gemeinschaftsporto, halbscheidig zu teilen zwischen Baden und Bayern für Briefe der 3. Entfernungsstufe bis 1/2 Loth.


    Der 2. Brief: Wenn er aus Frankreich stammt (Inhalt vorhanden? Wenn ja, bitte abbilden), dann nach dem PV vom 1.7.1847 Bayern - Frankreich als einfacher Brief bis 1/2 Loth taxiert mit 24x Pauschaltaxe. Diese 24x wurden aber nicht aufgeteilt, sondern es wurde pauschale Verrechnung je Unze (30g) Portobriefe vereinbart, so dass hier Bayern den Franzosen für 30g Briefe einen gewissen Betrag gutschrieb, wie umgekehrt die Franzosen für bayerische Portobriefe pauschal zahlten und nicht individuell abrechneten.


    Der 3. Brief: GB - Belgien - Preußen - TT nach Bayern. 1 Shilling 8 Pence zahlte der Absender bis zur Kontinentalküste. Ab da lief er unfrankiert. Belgien forderte 20 Cents, die Preußen mit seiner Transitforderung zu 8 3/4 Silbergroschen addierte. Diese reduzierte man in 31 Kr. und addierte 14 Kr. für sich hinzu, so dass der Empfänger 45 Kr. total zahlte. Vorsicht: Nur weil die 14 Kr. von Würzburg angeschrieben worden waren, bezogen sie sich nicht auf die Strecke Aschaffenburg - Würzburg, sondern immer auf die Strecke bis zum Zielort München.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Bayern Klassisch! Danke fürDeinen Schnellen Dienst.Zu Deiner Anfrage zum Inhalt des
    zweiten Briefes möchte ich Folgendes dazu sagen: Es ist ein Vierseitiger Brief,eine Seite misst 23 x28 cm
    und ist voll beschrieben.Nur die Adressseite und die Rückseite des Briefes sind für die Adresse und den
    Postdienst freigeblieben.Alles ist vollgeschrieben.Sowas kann man sich nicht vorstellen Den muß man
    sehen sonst glaubt man sowas nicht.Ich werde die Rückseiten im Laufe der Woche skannen.Den Inhalt
    kann ich nicht Skannen dazu ist der Skanner zu Klein. Recht vielen Dank nochmalls und viele
    Grüsse. Planke

  • Hallo Planke,


    ich kenne das Problem. Du brauchst auch nur dann einen Scan zu machen, wenn der Brief in Übersee geschrieben wurde.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo! Von meinen am 24.Feb eingestellten Briefe hat Bayern Klassisch den 2.als Brief aus Frankreich bezeichnet.Laut Inhalt
    des Briefes wurde er aber in London geschrieben." London den 4.Luli 1849" . Die Anfangszeile:" Meine Liebe gute Mutter!" Die Länge des Briefes, wie schon früher erwähnt, ist unbegreifbar. Von vier großen Seiten sind nur ein kleiner Teil für Anschrift und Postdients frei.Alle anderen Flächen
    wurden kreuz und quer beschrieben. Nun die Frage? kannich den Brief laut Bayern Klassisch beschreiben. Es kann ja sein dass der Brief nach
    Frankreich privat befördert wurde. Deswegen die Frankreich Beschreibung.Ich weiß es nicht. Bitte Ihre Meinung.

  • Hallo Planke,


    war nicht zu sehen, dass er aus GB stammte. Hier dann 24x nach dem PV Bayern - Frankreich vom 1.7.1847 - 9x für Bayern 9x für GB und 6x Transit für Frankreich.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • war nicht zu sehen, dass er aus GB stammte.

    Hallo bayern klassisch


    Der Brief hat ein Angl.-Bologne Stempel was ja heisst dass der Brief aus GB kam. Oder konnte es tatsächlich sein dass auch andere Länder diese Briefe benutzten? Dann meine ich nicht bei Briefe mit GB als Transitland.


    (Übrigens hat er oben auch Londond erwähnt ;) )


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Hallo Nils,


    das ist der Nachteil, wenn man 3 interessante Briefe auf einmal einstellt - man kann leicht etwas übersehen.


    Auch USA - Briefe haben manchmal diesen Stempel, von daher war die Siegelseitige wichtig, die zuerst nicht gezeigt wurde und auch eine Kuvertierung wäre ja möglich gewesen ...


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus