• Hallo


    na dann bleibt aber auch nicht viel ueber. Wenn es kein anderes Schiff gab... letzte Moeglichkeit: Der Brief wurde in Philadelphia aufgegeben aber fuhr von Boston ab? (=5)...
    Entschuldigt bitte wenn ich Unsinniges sage ...
    Ich habe einen Brief im Netz gefunden welcher 1841 mit der Acadia der Cunard Linie von Boston ausfuhr, aber in New Orleans abgestempelt wurde.
    Ausserdem habe ich versucht die Stempel beider Briefe uebereinander zu legen. Outre Mer und Paid sind gleich gross, der Philadelphia Stempel ohne 5 ist ein klein weniger kleiner als der "vermeintliche" andere Philadelphia von mir.


    Fazit: Ob Philadelphia oder nicht, auf jeden Fall lief er mit der Cunard Linie von Boston nach Havre (Stempel "outre mer"), von dort weiter im Paket nach Wuerzburg.


    Viele Gruesse
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    ich denke, das passt schon, was du/wir bisher heraus gefunden haben. Selbst bei einer anspruchsvollen Begutachtung (im Rahmen einer Ausstellung z. B.) wird niemand dir Wissenslücken hier attestieren wollen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo Sammlerfreunde,

    .

    aus Sammlersicht ein absoluter Glücksfall, dass man hier im Verlauf der Zustellung zunächst den Nachname der Adressatin als Zustellungsort angenommen hat, denn mit einem "Canton von Niederbrunnen" konnte man seinerzeit so nicht viel anfangen. Abgesehen davon, dass es mit "Niederbrunnen" falsch geschrieben war, war das Canton de Niederbronn-les-Bains am 4. März 1790 im Zuge der Einrichtung der französischen Départements als Teil des damaligen Districts de Wissembourg gegründet worden. Im Aufgabejahr 1894 gehörte es jedoch zum Kreis Weissenburg des Reichslandes Elsaß-Lothringen.

    .

    Den bayerischen Postbeamten in dem der französischen Grenze nahegelegenen Hornbach (Westpfalz) war auch recht schnell klar, dass es sich um eine Fehlleitung der Reichspost handelte. Aber die Weiterleitung nach Niederbronn-les-Bains, das von 1871 bis 1919 als Bad Niederbronn zum Reichsland Elsaß-Lothringen gehörte, führte zunächst auch nicht zum Zustellerfolg.

    .

    Dort musste auch erst einmal ermittelt werden, dass die Adressatin im ca. 4 km weiter südlich liegenden Reichshofen domizilierte (heute Reichshoffen, Département Bas-Rhin, Arrondissement Haguenau-Wissembourg, Canton de Reichshoffen). Dazu hat der Briefträger in Bad Niederbronn auf der Briefrückseite wohl einige "Zeugen" als Beweis gegenzeichnen lassen, was ja nun auch nicht gerade gewöhnlich ist. Beim Absender, The Duhme Company / Cincinnati handelte es sich das seinerzeit größte Juweliergeschäft der Vereinigten Staaten.

    .

    .

    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • Hallo liebe Freunde,



    @tim - wieder mal ein schönes Stück von dir :thumbsup:


    .... von mir hier eine Ganzsache vom 06.12.1895 - Ankunft in Speyer am 26.12.1895 .


    Schöne Grüße
    Bayern-Nerv Volker

    Bilder

    Nimm dir im Leben ruhig die Zeit zum Sammeln und genieße einen guten Wein, denn die gesammelte Zeit nimmt dir irgendwann das Leben und dann wird man um dich weinen. (V.R.)


    Bayernfarbenvielfaltverrückt - warum nicht?

  • Hallo Volker,.


    das Schöne an diesem Beleg ist wieder mal der Hinweis auf den Überseedampfer, mit dem der Transport über den Atlantik erfolgen sollte. Hier war es die RMS Majestic (1890), die am Anfang des Zweiten Burenkrieges (1899-1902) als Truppentransporter unter dem Kommando des späteren Kapitäns der RMS Titanic Edward John Smith eingesetzt war. Nach dem Untergang der RMS Titanic wurde die RMS Majestic als Reserveschiff der White Star Line reaktiviert.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Majestic_(Schiff,_1890)


    Also dolles Deilschen mein Guter!.


    Gruß !
    Tim 8o

  • Hallo Tim und Volker,


    ihr zeigt beide sehr schöne Belege, die in ihrer Verschiedenheit jeder für sich Vorzüge haben.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Sammlerfreunde,

    .

    so ein Beleg wie der anbei ist jetzt keine Seltenheit...aber mit einem Cent zu wenig freigemacht und das unbeanstandet "durchgekommen" eher schon. Ein "Hoch" auf die maschineller Entwertung - hier mit Essex-Flaggenstempel - mit welcher man den unterfrankierten Brief wohl unbemerkt passieren ließ. Auch der hübsche "sticker" auf der Rückseite von der Bostoner Schuh- und Lederwarenwoche (12.-19. Juli 1911) lief damit an die Schuh- und Gamaschenfabrik Bernhard Roos / Speyer.

    .

    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • Hallo Pälzer,


    ein sehr adrettes Stück - unerkannte Unterfrankaturen waren in der Kreuzerzeit sehr selten, hier kann ich es nicht beurteilen, aber allein die Vignette hinten macht den schon zu einem Hingucker, mit der PO von vorne doppelt. :P

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Hallo bk,-


    Statistik der IM-Sammlung USA aktuell wie folgt:

    • 17 Kreuzerzeit-Belege - keine unbeanstandete Unterfrankatur
    • 88 Pfennigzeit-Belege - 1 unbeanstandete Unterfrankatur (seit gestern)


    ;)


    Viele Grüße
    vom Pälzer

  • Hallo Sammlerfreunde,


    diesen Brief habe ich trotz des Tintenflecks eines wohl umgefallenen Tintenfasses meiner Sammlung einverleibt, da er in meine Gegend adressiert ist:


    "An das königliche Landgericht Werneck,
    Bisthum Würzburg, Königreich Baiern,
    Europa"


    Allerdings ist er leider ohne Inhalt und ich konnte den Abgangsort bisher nicht herausfinden.


    Unter dem Tintenfleck steht noch "Via Bremen". Dies wurde allerdings nicht beachtet und der Brief über England und Frankreich befördert.


    Als Schiff habe ich die Cambria der Cunard Line ausgemacht. Abfahrt Boston am 26.11.1851, Ankunft Liverpool 8.12.51, rückseits in England gestempelt am 9.12.51. Dann nach Frankreich, dort mit Stempel "ETATS-UNIS. PAQ. BRIT. PARIS" am 10. NOV. 51 gestempelt. Beim Monat November handelt es sich wohl um eine Fehleinstellung. Ankunft Würzburg am 13. DEC. 1851.
    Vorne noch Auslage Würzburg mit Portovermerk 45, gestrichen mit Rötel und angeschrieben 46 xr. Folglich 1 xr Zustellgebühr in Werneck gezahlt.
    Rechts oben steht noch "Paid 5" für bezahlte Inlandsgebühren in den USA.


    Einen Stempel aus den USA hat der Brief leider nicht. Links oben steht (wenn ich richtig lese) "Hays Stone TO Novb. 14 1851". Aufgrund der Schreibweise mit Monat vor dem Datum vermute ich, dass dies in den USA vermerkt wurde und den Abgangsort zeigt. Finden konnte ich diesen Ort in den USA allerdings nicht.


    Fällt evtl. jemandem etwas zum Abgangsort ein oder wie ist eure Meinung?


    Gruß
    bayernjäger

  • Guten Abend Sammlerfreunde,


    im Jahre 1896 in weniger als 10 Tagen über Atlantik und dann noch von Bayern nach Preussen umgleitet innerhalb von nur einem Tag...nicht schlecht. Die Adressatin, das Fräulein Luise Dauber war im Gasthaus "Deutsches Haus" in Sobernheim untergebracht. Das Gebäude steht heute immer noch erhalten im Stadtkern und ist denkmalgeschützt. Der Absender berichtet vom 28. Sängerfest des nordarmerikanischen Sängerbundes in Pittsburgh, von dem er der Adressatin auch Zeitungen zukommen ließ. Der nordamerikanische Sängerbund ging im Wesentlichen aus deutschen Auswanderern hervor, die sich nach der Revolution 1848 gezwungen/veranlasst sahen, ihr Heimatland zu verlassen. In fremden Landen boten die Männerchöre einen gemeinsamen Rückhalt und linderten das eine oder andere Heimweh.


    Viele Grüße

    vom Pälzer


    verwendete Quelle:

    https://books.google.de/books?…Pittsburgh%201896&f=false

  • Hallo zusammen,


    anbei eine um 3 cent auffrankierte 2 cent-Ganzsache als Auslandsnormalbrief der 1. Gewichtsstufe. Diesmal in 10 Tagen über den Atlantik gelaufen...für das Jahr 1895 auch nicht schlecht. Für den Überseetransport wurde über der Adresse (teils vom 1-cent-Dreierstreifen überdeckt) die S.S. Ems der Norddeutschen Lloyd / Bremen angegeben.


    http://deeproots.family/up/EMSVessel.htm


    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • Lieber Dieter,


    danke Dir, ich habe es gerade eben mit genau diesem freudigen Gedanken ins Album getan. Nach einem etwas arg anstrengenden Arbeitstag eine wahre Wohltat.


    Viele Grüße

    Tim :thumbup: