Österreich-Bayern 1819-1842

  • Hallo Sammlerfreunde,

    ein einfacher Auslandsbrief vom ???26.9.1824????, von Linz nach München

    Auf der Vorderseite wurde eine 6 notiert. Ich vermute, der Brief kostete den Empfänger 6 Kreuzer Rh.

    Das österreichische Franko von 6 Kreuzer CM wurde siegelseitig notiert.

    Der Briefinhalt ist leider nicht mehr vorhanden , ich nehme aber an, dass die vorderseitige Notiz " 26/9 824" "sich auf das Briefdatum bezieht.

    Der Absender zahlte bis zur Grenze für einen einfachen Brief (bis 1/2 Lot) 6 Kreuzer CM.

    Bitte um eure Korrektur.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Hallo Franz,


    ich sehe siegelseitig eine "8", also 8 Kreuzer C.M. bis zur österr. bayer. Grenze. In Bayern von da bis München 6 Kreuzer rh. (12 bis 18 Meilen bis 1/2 Loth = 6 Kreuzer.


    Beste Grüße,

    Hermann

  • Lieber Hermann, lieber Ralph,

    vielen herzlichen Dank:thumbup::thumbup:

    Das dürfte tatsächlich eine 8 sein ( mein Weihnachtswunsch eine neue Lesebrille) ;)

    Die 8 Kreuzer wären die Gebühr für eine Strecke von 10 - 12 Posten (150 - 180 km),

    von Linz bis zur Grenze.

    Die 6 Kreuzer wären die Gebühr für 7-9 Posten (105 - 135 km) gewesen.

    Liebe Grüße

    Franz

  • Liebe Sammlerfreunde,


    hierzu folgende größerformatige Parteisache (hülle) (18 x 12 cm) von Guben, die in Schärding (beide Orte Österreich) aufgegeben wurde. Der Stempel "SCHARDING" war um 1831 in Verwendung. Der Brief ging nach Griesbach (Bayern). Angeschrieben wurden "6" und "3" Kreuzer. Wären die "6" Kreuzer das Franko in Schärding, müßte der Brief zwischen 1 1/2 und 2 Loth schwer gewesen sein. In Bayern hätte dabei aber das Porto 7 Kreuzer betragen. Ich denke daher, daß die Parteisache in Schärding als unzulässiger Portobrief aufgegeben wurde. Die 6 Kreuzer wären bis Karpfham (1 bis 6 Meilen 1 bis 1 1/2 Loth) das Porto gewesen. Von Karpfham bis Griesbach wurde der Brief (einfache Wegstrecke 4 km) mit einen Boten befördert, der 3 Kreuzer Botenlohn kassierte.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber Ralph,


    vielen Dank. Da hast du natürlich recht. Parteisachen waren in Österreich gebührenfrei. In Bayern jedoch nicht. Die 6 Kreuzer sind das Porto von der österr. bayer. Grenze bis Karpfham (1 bis 6 Meilen 1 bis 1 1/2 Loth). Von Karpfham bis Griesbach wurde der Brief (einfache Wegstrecke 4 km) mit einen Boten befördert, der 3 Kreuzer Botenlohn kassierte.


    Liebe Grüße,

    Hermann

  • Liebe Freunde,


    heute zeige ich einen Teilfrankobrief aus Verona von G. Franco Corsi vom 7.2.1820, der mit dem Forwarder G. G. Graff von Bozen (Bolzano) verschickt wurde. Jener zahlte 14 Kreuzer Conventionsmünze siegelseitig bis zur bayer. Grenze. Von dort bis zur Firma N. Zumstein in Campidonia (Kempten) kostete er noch weitere 3 Kr. rheinisch.

    In Bozen erhielt er den Stempel "VON BOTZEN" (Feuser Nr. 401-1), der einst 1806 von Bayern angeschafft worden war und hier weiterverwendet wurde.

    Leider kann ich den Inhalt nicht gut lesen, meine aber erkennen zu können, dass diesem Brief aus Verona noch ein, oder mehrere andere Briefe beigeschlossen waren. Vlt. kann ein Kenner der ital. Sprache dies überprüfen? Wenn ja, wäre es natürlich toll.

  • Lieber Ralph,


    ich kann nichts entdecken, was auf weitere eingelegte Briefe schließen läßt. Aber vielleicht ist einfach mein Italienisch zu schlecht.


    liebe Grüße

    Dieter

  • ... ach herrje, da war ich wieder mehr Lateriner, als Italiener. Danke für die Klarstellung - na ja, sowieso ein toller Brief mit sehr gutem Stempel und mit Vermittler innerhalb der k. u. k. Monarchie eh nicht sooo häufig.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds