• Hallo,


    10 Rp. für einen Brief der 1. Gewichtsstufe (bis 15 Gramm) aus dem 1. Schweizer Rayon (bis 10 Meilen à 7,5 km = bis 75 km bis zum Grenztaxpunkt) sowie 30 Rp. für die Leitung in den 3. Rayon für Thurn und Taxis (über 20 Meilen = mehr als 150 km ab Grenztaxpunkt) gemäss Übereinkunft mit Thurn und Taxis. Der Brief lief im geschlossenen Transit über den Bodensee nach Friedrichshafen, dann ausschließlich mit den Bahnposten über Ulm - Stuttgart - Heidelberg nach Frankfurt am Main, wo das CH-Briefepaket erstmals geöffnet wurde, so dass FFM (Thurn und Taxis) im DÖPV zur Aufgabepost wurde, der allein das Franko/Porto für die DÖPV-Strecke zustand. Rückseitig ist eine rote Tinten-Taxe von "9" = 9 rheinische Kreuzer (= 30 Rappen) für Thurn und Taxis zu sehen. Taxis entschädigte intern Württemberg und Baden mit jeweils ca. 1 Kreuzer für deren Transite.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Chasing Sheep Is Best Left To Shepherds

  • Lieber Bruno,


    die Frage ist berechtigt - sinnvolle Zuleitungen waren Baden und Württemberg. Die inneren Vereinstransite kannte die Post der CH gar nicht, ging sie auch gar nichts an und wenn die Post nach und über Württemberg via Bodensee die aktuell schnellste Verbindung war, lief der Brief nicht über Basel-Efringen.

    Was ich beobachtet habe ist die Tatsache, dass schon in der 2. Hälfte der 1850er Jahre und verstärkt noch danach die CH mehr mit Württemberg abwickelte, als über Baden, dessen Bedeutung als Transitdienstleister schrumpfte (für Baden blieb praktisch nur im offenen Transit die Nordroute nach Preussen und die Pfalz).

    Liebe Grüsse vom Ralph


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