die preußischen FürstentümerAnsbach (bis 14.2.1806) und Bayreuth (bis 8.10.1806)

  • Lieber VorphilaBayern,


    ohne Gewähr: 1/2 guter Groschen (2 Kr.) plus 2 gute Groschen (8 Kr.) = 10 Kr. vom Empfänger.


    Vlt. kann das jemand verifizieren?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    einen weiteren Brief möchte ich zeigen:
    Unfrankierter Brief aus Bayreuth nach Zofingen in der Schweiz von ? Der Stempel "R3BAIREUTH" war lt. Feuser von 1802 bis 1806 in Verwendung, müßte also in die preußische -, evtl. auch noch in die französische Zeit fallen.
    Zur Taxierung kann ich nichts sagen.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    eine präzise Datierung kann ich auch nicht vornehmen. Ich halte folgende Gebührenteilung für wahrscheinlich:


    14 Kr. von Bayreuth bis Basel, 4 Kr. für Basel Kanton bis zum Aargau = 18 Kr. plus 4 Kr. für den Aargau = 22 Kr.. Warum diese 22 Kr. abgestrichen wurden, kann ich nicht sagen.


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief, bei dem ich diesmal auch den Inhalt gescannt habe, möchte ich zeigen:
    Barfrankierter Brief aus Erlangen (Fürstentum Bayreuth - Unterland) nach Rothenburg ob der Tauber (Bayern) vom 2. September 1806.
    Man beachte die Anrede. Der Theologiestudent bezahlte bei der Briefaufgabe 6 Kreuzer.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Teilfrankobrief von Erlangen (Fürstentum Bayreuth - Unterland) vom 5. Januar 1805. Links steht "franko Coblenz". Auf der Siegelseite sind 12 Kreuzer vermerkt, die der Absender bis zu diesem Punkt bei der Briefaufgabe bezahlte. Dazu kamen noch 7 Stiuver, die der Empfänger für die restliche Strecke in Amsterdam bezahlte.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    ein schöner Brief, aber ich kann mir der vorderseitigen Rötel wenig anfangen. Soll das eine 7 oder eine 9 sein?


    Liebe Grüsse von bayern klassisch

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgende Briefe möchte ich zeigen:
    Eingeschriebener Portobrief von Erlangen (Fürstentum Bayreuth - Unterland) nach Deufstetten (ab 24.5.1806 zu Bayern / ab 6.10.1810 zu Württemberg) vom 17. Juli 1806. Der Empfänger bezahlte 12 Kreuzer Porto.
    3 Monate später ist der nächste Brief. Eingeschriebener Portobrief vom Königl. preußischen Universiäts-Gericht in Erlangen nach Deufstetten vom 20. Oktober 1806 (eigentlich war Erlangen (Fürstentum Bayreuth - Unterland) seit 9.10.1806 bereits unter französischer Besetzung. Es dauerte anscheinend noch ein paar Tage, bis alles unter französischer Verwaltung kam. Der Empfänger bezahlte hier 8 Kreuzer Porto.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    danke für das Zeigen dieser sehr interessanten Briefe !


    Ich grübel aber noch über den Brief nach Amsterdam (Posting #7).
    Wenn der Brief über Coblenz lief, wäre er mit der französischen Post weiterbefördert worden. Von dieser könnte dann die Notierung 7 Decimes stammen.
    1805 war die Zeit der kurzlebigen Batavischen Republik. Nun muß ich zugeben, dass ich nicht weiß, wer denn dort das Postregal ausübte.
    Könnte es sich bei der Rötelnotierung nicht doch um 9 Stuiver handeln, das "batavische" Porto + franz. Transit?


    Viele Grüße
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief aus meiner Heimatsammlung möchte ich zeigen:
    Botenbrief von der Königlich Preußischen Regierung in Bayreuth vom 16. Januar 1794 mit Unterschrift des dirigierenden (selbstständig agierenden) Ministers Karl August Freiherrn von Hardenberg (1790 bis 1798 in Bayreuth) an das Königlich Preußische Amt in Neustadt am Kulm (Neustadt am Kulm gehörte seit 1792 zum von Preußen erworbenen Fürstentum Bayreuth. Durch preußisch-bayrische Grenzbereinigungen kam Neustadt am Kulm 1803 zu Bayern).
    Der Amtsbote ging anscheinend nicht oft diesen Weg, denn der "Präsentiertvermerk ist vom 1. März 1794". Dem Brief heftete eine Kopie eines Schreibens vom 13. Dezember 1793 bei (Bild 3).


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Liebe Sammlerfreunde,


    folgenden Brief möchte ich zeigen:
    Brief aus Rastatt (Baden) an Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe - Ingelfingen in Breslau (Preußen) und nachgesandt nach Bayreuth (bis 8.10.1806 zu Preußen).
    Friedrich Ludwig Fürst zu Hohenlohe - Ingelfingen war preußischer Generalmajor und verließ am 11.11.1795 Frankfurt a.M. und begab sich nach Breslau um dort ein Kommando anzutreten. Ab August 1804 war er Gouverneur von Ansbach und Bayreuth (Die Fürstentümer Ansbach und Bayreuth gehörten zu dieser Zeit zu Preußen). Somit dürfte sich das Datum dieses Briefes um den August 1804 bewegen.


    Folgender Link zu Friedrich Fürst zu Hohenlohe - Ingelfingen:


    http://de.wikipedia.org/wiki/F…elfingen-%C3%96hringen%29


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    mit den Taxen komme ich nicht zurecht - soll die Taxe oben rechts "4 D(ecimes)" heißen? Hatte man nicht mit Kreuzern im Fürstentum Bayreuth bezahlt oder wo kamen die "4 D" auf den Brief?

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    herzlichen Dank. Damit komme ich auch nicht klar.
    Ich denke, bereits der Absender hat Breslau durchgestrichen und Bayreuth vermerkt und unterstrichen, desweiteren "über Öhringen" (Württemberg) vermerkt. Ich denke, daß die 9 Kr. das Porto für Baden und Württemberg bis zur Grenze "Württ. / Fürstentum Ansbach" sind. Von da über Crailsheim bis Bayreuth durchlief der Brief nur das preußische Gebiet der Fürstentümer Ansbach und Bayreuth, für die dann 35 Kr. anfielen. Gesamt waren es dann 44 Kreuzer Porto.
    Was die "4 D" bedeuten, kann ich auch nicht sagen.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    vielen Dank für die Portoerklärungen. Vlt. kann Achim etwas zu den 4 D sagen.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Liebe Sammlerfreunde,


    nach Rücksprache mit Joachim Helbig wurden die 44 Kreuzer in 4 Decimes umgerechnet und diese beim Empfänger kassiert.


    Einen weiteren Brief möchte ich zeigen:
    Eingeschriebener Brief aus Ansbach (Kgr. Preußen; ab 15. Februar 1806 zu Frankreich; ab 24. Mai 1806 zum Kgr. Bayern) vom 27. Januar 1806 an die Kaiserliche Reichsstadt Nürnberg (erst ab 15. September zum Kgr. Bayern). Beim Empfänger wurden 4 Kreuzer Porto kassiert.


    Beste Grüße von VorphilaBayern

  • Lieber VorphilaBayern,


    Zitat

    nach Rücksprache mit Joachim Helbig wurden die 44 Kreuzer in 4 Decimes umgerechnet und diese beim Empfänger kassiert.

    44x wären aber nicht 4 Decimes gewesen, sondern 15 Decimes. Das kann so nicht stimmen.


    Dein neuer Brief zeigt m. E., dass der rote Chargéstempel von Ansbach sein müsste. Wieder etwas dazu gelernt.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber bayern klassisch,


    die "44." und "4 D" wurden mit dem selben Stift geschrieben. Die 35 Kreuzer im Fürstentum Bayreuth kommen mir sowieso zu viel vor. Ich denke, daß 44 Centimes als Gesamtporto angeschrieben - und abgerundet in 4 Decimes umgerechnet wurden.


    Beste Grüße von VorphilaBayern