Der deutsch-französische Krieg 1870/71

  • Hallo Sammlerfreunde,


    auch wenn die Prämiere anbei von Absender, Adressatin, Inhalt und den Abschlagsqualitäten her reichlich dünn daherkommt: Von äußerst kompetenter Seite her war in Erfahrung zu bringen, dass es sich bei dem auf der Vorderseite abgeschlagenen Etappenstempel der Königlich Württembergischen Feldpost um eine ziemliche Seltenheit handelt. Dass es sich dann noch um einen in die Pfalz gelaufenen Beleg der Württemberigschen Felddivision handelt erfreut umso mehr.


    Für die u.a. bei der Belagerung von Paris beteiligten Einheiten aus Württemberg hieß es am 11. März 1871 den Rückmarsch anzutreten, doch zunächst als Teil der Okkupationsarmee in weitläufig um Reims gestreute Etappenstandorte. Insgesamt verblieben vorerst ca. 7.000 Mann in Frankreich. Wie man in der Kurzmitteilung entnehmen kann, war dann am 4. Juni der endgültige Rückmarsch in die Heimat befohlen. Der seinerzeit in Vignory ca. 160 km süd-südwestlich von Reims stationierte - unbekannte - Verfasser schreibt dazu am Schluss "nach Deutschland evacuirt", was sich heuer etwas dramatisch anhört.


    Man hatte es als Okkupationsarmee zwar schon noch mit einzelnen Scharmützeln mit Franktireurs und dem einen oder anderen Attentat auf deutsche Truppenangehörige zu tun und musste aufgrund des Aufstands der Kommunarden noch bis in den Frühsommer 71 wachsam bleiben, war jedoch nicht mehr angehalten, erneut in die Offensive zu gehen. Zum 15. Juni 1871 überschritt man dann bei Saales in den Vogesen die "neue deutsche Grenze" zum Reichsland Elsass-Lothringen, um dann über den Rhein und Baden hinweg in die Heimat zurückzukehren.


    Viele Grüße

    vom Pälzer

  • ... etwas spärlicher Text, dafür, dass unser Schwabe vom Krieg nach Hause kehrte ...


    Keine Angabe zu Namen und Einheit - schade, ich habe noch nie eine württembergische Ganzsache aus dem Krieg in die Pfalz gesehen und schon nach Bayern sind sie sehr selten.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus