Stempel Aus dem Briefkasten

  • Hallo zusammen,


    nach längerer Abwesenheit und Dank eines neuen Passwortes möchte ich mich bei euch zurückmelden.
    Vielen Dank dafür an Nils und Bayernklassisch.


    Dieses Streifband kann ich leider vom Aufgabeort nicht zuordnen. Vielleicht hat von euch einer eine Idee.
    Ich dachte erst an Magdeburg aber ich bin mir nicht sicher.




    schönen Gruss
    Peter
    der euch jetzt wieder mit Preußenbriefe nervt ;) ;) ;) ;) ;)

  • Hallo Peter,


    schön, dass Du wieder dabei bist.


    Es kommen mit einem "M" als erstem Buchstaben und einem Ra3-Bahnhofsstempel nur folgende Orte in Betracht:
    Magdeburg
    Marienburg
    Miasteczko
    Minden
    Münster


    Ich meine auch, Magdeburg zu erkennen.


    Viele Grüße
    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Lieber Peter


    leider kann ich den "Firmen-Stempel" nicht eindeutig bestimmen" - sicher ist jedoch, dass der Ortsname Magdeburg ist. Ein Briefkasten befand sich spätestens 1842 am Bahnhof am Fürstenwallufer. Erstmals wird er in diesem Jahr in den Adressbüchern erwähnt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Hallo die Runde


    Firmenstempel kann etwas wie "Fink & Hudiner" sein.


    Viele Grüsse
    Nils

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

  • Vielen Dank euch Dreien für die Antworten.


    Zwei Fragen hätte ich noch:
    Wurde jeder Brief mit "aus dem Briefkasten" abgestempelt?


    Es war anscheinend auch kein Problem Streifbänder einzuwerfen?
    Auf Streifband ist er mir der Stempel bisher noch nicht begegnet.



    schönen Gruss


    Peter

  • Lieber Peter


    Wurde jeder Brief mit "aus dem Briefkasten" abgestempelt?

    Ich bin sicher, dass dies nicht der Fall war. Es gibt ja auch Briefe mit handschriftlicher Notierung "Aus dem Briefkasten". Relativ sicher bin ich mir, dass es Briefe gibt, wo ein solcher Stempel oder ein handschriftlicher Hinweis fehlt und dieser aus einem Kasten stammt.


    Es war anscheinend auch kein Problem Streifbänder einzuwerfen

    Ich kenne keine Vorschrift, welche dies ausschließen würde. Gesehen habe ich es bisher auch noch nicht und wäre auf Deinem Beleg nicht der Stempel "Aus dem Briefkasten"....


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

  • Liebe Freunde,


    hier ein Brief von 1864 mit rundgeschnittener 1 Sgr.-Marke aus dem Briefkasten am Cölner Bahnhof. Adressiert nach Werl (knappe 13 Meilen entfernt) reichte der 1 Sgr. nicht und es wurde nachtaxiert.



    Gruß

    Michael

    Preußen mit Transiten

  • Hallo ihr Beiden,


    ich tippe mal auf Ganzsachen-Ausschnitt. Die waren in Preußen erlaubt und werden im Michel-Spezial (den ich hier nicht habe) teilweise hoch bewertet.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Michael und Dieter,


    Ganzsachenausschnitte als Frankaturen listet Michel im Briefekatalog. Mein Exemplar ist schon ein paar Tage älter, aber ich habe die entsprechende Seite gefunden. Leider ist der Scan sehr klein, es könnte sich um GAA 12 oder GAA 15 handeln. Bewertet werden diese beiden Stücke als Einzelfrankatur mit 400, bzw. 120 EUR (Stand 2005).


    Beste Grüße

    Rüdiger

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • liebe Sammlerfreunde,

    der folgende Brief, der in den Briefkasten von Cöln-Bahnhof geworfen wurde, war als frei angegeben. Der Freivermerk wurde gestrichen und der Stempel "Aus dem Briefkasten" danebengesetzt.

    Über dem Frei-Vermerk steht "Portopfl. Dienst. S."

    Meiner Meinung nach ist es die gleiche Handschrift wie die der Adresse. Was meinen die Schriftsachverständigen dazu?

    Das wäre ja schon dreist gewesen portopflichtig und frei hinzuschreiben. Meiner Meinung nach ein Betrugsversuch.



    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • liebe Sammlerfreunde,

    hier ein Bahnpostbrief, eine Ganzsache U26, die an der Bahn aufgegeben wurde und auf der Strecke Warburg - Düsseldorf den Stationsstempel "Lippstadt" erhielt. Interessant ist nun eine Nachtaxierung von 1Sgr., in Blau ausgeworfen, aber ohne einen sonst üblichen weiteren Vermerk wie z. B. "reicht nicht".

    Wenn man die Entfernung ermittelt, kommt man auf genau 10 Meilen. was ja schon in der 2. Entfernungsstufe zu 2 Sgr. liegt.

    Wegen des fehlenden reicht-nicht-Vermerks, der bei Briefkastenbriefen vorkam, habe ich den Beleg hier vorgestellt.


    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Und hier noch ein Brief aus dem Briefkasten mit dem Vermerk "reicht nicht". Der Grund dafür ist ind der blauen Gewichtsangabe 1 Lt zu sehen. Ab 1 Loth galt die zweite gewichtsstufe zu 2 Sgr. Der fehlende Silbergroschen ist in Blau ausgeworfen und wurde vom Empfänger eingezogen.


    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo Rüdiger,


    Nachtrag zu deinem Post #10:

    In meinem 2016er Spezial gibt es Notierungen für GAA 1-12 auf Seite 339.


    beste Grüße


    Dieter

  • Hallo Dieter,


    in meinem 2014`er werden auch GAA gelistet (auch auf Seite 339 :)), aber das sind Ausschnitte von Brustschuld-Ganzsachen. Hier geht es doch um einen Ausschnitt aus einer preussischen Ganzsache.

    Oder übersehe ich hier etwas ?


    Beste Grüße
    Rüdiger

    Sowjetische Besatzungszone -SBZ-
    vor allem OPD Dresden (Ostsachsen)

  • lieber Rüdiger, lieber Dieter,

    zu dem rundgeschnittenen "Ganzsachenausschnitt" möchte ich einwerfen, dass es auch Briefe mit rundgeschnittenen Marken gab. Man sollte das relativ leicht erkennen können:

    eine Marke ist flach, während der Adler in der Ganzsachenausschnitt geprägt, also erhaben ist.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Hallo Rüdiger,


    stimmt natürlich!! Aber der 2016er listet tatsächlich auf einer ganzen Seite (225) die preußischen GAA.

    Der gezeigte ist der GAA 12, da der Überdruck nicht durch den Wertstempel verläuft. Bewertung: 300,- €


    beste Grüße


    Dieter

  • #11


    Lieber Erwin,


    natürlich hat alles der Absender geschrieben - aber dann den Brief unfrei eingelegt, weil vlt. die Post schon geschlossen hatte, als er kam. Da war keine 2. Hand im Spiel ...

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus

  • Lieber Ralph,

    Aber er hat doch auch frei drauf geschrieben. Deshalb hat der Postbeamte ja auch den Briefkastenstempel aufgesetzt und frei durchgestrichen.

    viele Grüße
    Erwin W.
    preussen_fan

  • Ja klar, man wollte ja auch frankieren, aber wenn die Post noch nicht auf hatte, oder schon geschlossen war, und der Brief musste dringend abgeschickt werden, dann blieb der Freivermerk halt stehen, auch wenn keine Marke zur Hand war - spricht doch alles für mein Geschriebenes.

    Liebe Grüsse vom Ralph


    Terret vulgus, nisi metuat. Tacitus